Nicht für die Ewigkeit

Das EEG hat Solar-und Windkraft voran gebracht – doch es braucht einen Systemwechsel

Zwanzig Jahre – Zeit, Bilanz zu ziehen. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz, kurz EEG, hat ohne Zweifel einiges bewirkt und dabei weltweit ausgestrahlt. Zum Beispiel hat es die Photovoltaik billig gemacht, indem es die Massenfertigung von Solartechnik vorantrieb. So werden heute in diversen Ländern Solarstromanlagen aufgebaut, die keiner Förderung mehr bedürfen. Wenn 2020 weltweit zwischen 110 und 130 Gigawatt Photovoltaik neu installiert werden – so die aktuellen Schätzungen –, ist das auch ein Erfolg des EEG. So Bernward Janzing in der taz zum Jubiläum.

Ebenso fuße der globale Boom der Windkraft, die in diesem Jahr auf etwa 700 Gigawatt anwachsen dürfte, stark auf technologischen Entwicklungen, die vom EEG angestoßen worden seien. Erstmals könnte nun im Jahr 2020 die Stromerzeugung aus Wind und Sonne weltweit die Menge an Atomstrom übersteigen – ein symbolträchtiges Ereignis.

Doch ungeachtet aller Erfolge der Erneuerbaren: Das EEG habe sich überlebt. Und man habe es in Deutschland bisher nicht geschafft, eine vernünftige Anschlussregelung zu finden. Statt dessen halten Politik und Wirtschaft weiterhin an einem System fest, das zwar seine Verdienste hatte, aber eben nicht für die Ewigkeit taugt.

->Quelle: taz.de/20-Jahre-Erneuerbare-Energien-Gesetz