Hintergrundpapier skizziert strategischen Rahmen für deutsche Klimaaußenpolitik

Mit Blick auf Überlegungen der Bundesregierung: Diskussionsbeitrag des Energiewendeprojekts Ariadne unter Leitung von MCC und Hertie School

Von der Klima- und Energiepolitik über die Industriepolitik, von Handelspolitik zur Sicherheitspolitik: Die Klimaaußenpolitik betrifft viele Ressorts. Noch in diesem Jahr soll in Deutschland eine erste Strategie verabschiedet werden, mit dem Ziel, Klimapolitik international abzusichern, Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und mit anderen Ländern bei der globalen Energiewende koordiniert voranzugehen. An welchen Eckpunkten sich diese Strategie orientieren könnte, skizzieren Fachleute des Energiewendeprojekts Ariadne jetzt in einem neuen Hintergrundpapier. Der Diskussionsbeitrag entstand unter der Leitung des Berliner Klimaforschungsinstituts MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change) und des Hertie School Centre for Sustainability. weiterlesen…

Hitzewelle im südamerikanischen Winter

Eine der extremsten Hitzewellen des Jahres 2023 findet mitten in der eigentlich kalten Jahreszeit statt

Die Temperaturen in Teilen Chiles und Nordargentiniens sind in den vergangenen Tagen um 10 bis 20 ° C über den Durchschnitt gestiegen. Städte in den Anden erreichten 38° C oder mehr, während in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires Temperaturen von mehr als 30° C gemessen wurden, was den bisherigen Augustrekord um mehr als 5° C übertraf. In der Stadt Rivadavia erreichten die Temperaturen 39° C, stellte Postdoktorand Matthew Patterson von der Universität Oxford (Abteilung für Atmosphärenphysik) am 04.08.2023 in The Conversation. weiterlesen…

Lesehinweis: Wir haben an der Uhr gedreht“ (taz)

+1,5-Grad-Grenze Utopie, zu der wir zurückzukehren versuchen sollten

„In den kommenden Jahren wird die +1,5-Grad-Grenze sehr wahrscheinlich überschritten. Gerade dann wird die Grenze noch gebraucht,“ schreibt Lalon Sander, taz.deChef vom Dienst , am 04.08.2023 auf taz.de. Obwohl der Autor ständig zwischen 1,5-Grad-Grenze und 1,5-Grad-Ziel hin und her pendelt, hält Solarify den Artikel dennoch für empfehlenswert. weiterlesen…

Rückbau und Recycling von Windgeneratoren

Neues BWE-Papier erschienen

Es ist eine Gretchenfrage in der Windenergienutzung: Was machen wir mit ausgemusterten Rotorblättern? Die Entsorgung und das Recycling der riesigen Bauteile aus Verbundstoffen stellen noch immer eine problematische Aufgabe dar. In einem aktualisierten Papier des Bundesverbandes Windenergie (BWE) zu Rückbau und Recycling von Windenergieanlagen räumt der Verband ein, dass die Verwertung von Verbundmaterialien der Rotorblätter weiterhin eine Herausforderung dar. Glasfaserverstärkte Kunststoffe aus Rotorblätterkönnten derzeit thermisch verwertet, also verbrannt, werden oder als Silikatsubstitut in der Zementindustrie Verwendung finden. Die Verwertung von karbonfaserverstärkten Kunststoffen ist hingegen problematischer – nur wenige Unternehmen befassen sich damit, weitere Forschung sei nötig, schreibt der BWE. weiterlesen…

„Bundesregelung Transformationstechnologien“ Rechtsgrundlage für Förderprogramme

Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz“ veröffentlicht beihilferechtliche Genehmigung

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) hat am 07.08.2023 die sogenannte „Bundesregelung Transformationstechnologien“ veröffentlicht. Diese setzt den neuen Beihilferahmen der Europäischen Kommission, das sogenannte Temporary Crisis and Transition Frameworks (TCTF), in deutsches Recht um. Die Bundesregelung ist von der Europäischen Kommission bereits beihilferechtlich genehmigt worden. Sie bietet künftig national die Rechtsgrundlage dafür, dass Bund und Länder spezifische Förderprogramme erlassen können, um die Produktion von ausgewählten Transformationstechnologien finanziell zu fördern und anzureizen. weiterlesen…

Ungeregelter Betrieb alter Windenergieanlagen tötet viele Fledermäuse

Wirksamer Schutz wäre einfach umzusetzen

Fledermäuse lassen sich vor der Bedrohung durch Windenergieanlagen (WEA) wirksam schützen, wenn die Anlagen bei hoher Fledermausaktivität zeitweise abgestellt werden. Über eine derartige Betriebssteuerung lässt sich ein Fledermaus-freundlicher Betrieb der Anlagen erreichen. Dennoch laufen rund zwei Drittel der WEA in Deutschland ohne diese Regulierung, da darauf abgestimmte Leitlinien erst nach deren Inbetriebnahme verabschiedet wurden. Ein Wissenschaftsteam unter Leitung des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) ermittelte exemplarisch, dass an derartigen alten WEA in zwei Monaten mehrere Hundert Tiere zu Tode kommen können – an Anlagen mit Betriebssteuerung, die vergleichend untersucht wurden, starb im selben Zeitraum keine einzige Fledermaus. In einem Aufsatz in Naturschutz und Landschaftsplanung schließt das Autorenteam am , dass der Betrieb alter WEA dringend dem aktuellen Regelwerk angepasst werden muss, um bedrohte Fledermäuse wirksam zu schützen und drohenden Bestandsrückgängen entgegen zu wirken. (Foto: Fledermaus – © Eduardo Ruiz auf Pixabay) weiterlesen…

Degrowth fehlerhafte Idee

Verlangsamung der reichen Volkswirtschaften zur Bewältigung des Klimawandels ist Irrtum – von Wim Naudé, Außerordentlicher Gastprofessor für Wirtschaftswissenschaften, Universität von Johannesburg

Das Konzept des „degrowth“ gewinnt bei einigen Politikern in Europa an Bodenhaftung. Kürzlich wurde ihm auf der Konferenz „Beyond Growth“ des Europäischen Parlaments eine Plattform geboten – zu Unrecht, meint Wim Naudé, Professor an der Universität Johannesburg, in The Conversation. Jason Hickel, ein Wirtschaftsanthropologe und einer der Hauptbefürworter von Degrowth, definiert es als eine geplante Verringerung des Energie- und Ressourcenverbrauchs, die darauf abzielt, die Wirtschaft wieder in ein Gleichgewicht mit der lebendigen Welt zu bringen, und zwar auf eine Weise, die die Ungleichheit verringert und das menschliche Wohlergehen verbessert. weiterlesen…

Trockenheit und Landwirtschaft: Trotz Regen negative Wasserbilanz

BUND: Umgang mit Böden entscheidend für Ernteerfolge in der Klimakrise | #Trockenheit

Trotz guter Ernteaussichten 2023 haben die Dürremonate Anfang des Jahres und die Trockenheit in den Jahren zuvor insgesamt den Böden zugesetzt. Dass es nun die vergangenen Wochen vermehrt geregnet hat, ist zwar wichtig – gleichzeitig erschweren die Niederschläge die Ernte und insbesondere Starkregenereignisse mindern zum Teil auch den Ertrag. Im fünften Teil seiner Serie zur #Trockenheit blickt der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) auf die Folgen der Dürre in Deutschland für die Landwirtschaft. Verantwortlich für schwierige Ernten ist aus Sicht des BUND aber nicht nur der langfristig zu geringe Niederschlag, sondern auch der schädliche Umgang mit dem Boden selbst. weiterlesen…

Mit Algorithmen Weltraumschrott ausweichen

Forschende der TU Darmstadt und der ESA stellen neue Methode vor

Immer mehr künstliche Objekte umkreisen die Erde. Neben Satelliten, die für Kommunikation, Forschung oder Navigation unerlässlich sind, sind die meisten anderen unerwünscht und stellen ein Betriebsrisiko dar, denn sie erhöhen die Gefahr von Zusammenstößen. Um diese zu verhindern, werden effiziente Algorithmen benötigt, um die Objekte zu identifizieren, die sich einander gefährlich nähern. Forschende der TU Darmstadt und der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) haben dafür zwei neue Ansätze entwickelt und am 31.07.2023 auf der TU-Webseite veröffentlicht. weiterlesen…

Atlantik droht Kreislaufkollaps

Klimakatastrophe noch größeren Ausmaßes?

Dem Atlantik droht ein Kreislaufkollaps – das würde ein noch größeres Klima-Chaos in Europa bedeuten, schreibt Robert Marsh, Professor für Ozeanographie und Klima, University of Southampton, am 28.07. 2023 in The Conversation. „Neue in Nature Communications veröffentlichte Erkenntnisse deuten darauf hin, dass die atlantische meridionale Umwälzzirkulation (Atlantic meridional overturning circulation, Amoc) innerhalb der nächsten Jahrzehnte – vielleicht sogar innerhalb der nächsten Jahre – zusammenbrechen und das Wetter in Europa zu noch größeren Extremen führen könnte“. weiterlesen…