Wo bleibt der Sauerstoff?

CEC: Photokatalytische CO2-Reduktion unter der Lupe

In den vergangenen Jahrzehnten hat die photokatalytische CO2-Reduktion im Rahmen der Erforschung alternativer erneuerbarer Energiequellen und bei der Suche nach Lösungen für die steigenden CO2-Emissionen viel Aufmerksamkeit erregt. Ein wichtiges, bisher ungeklärtes Phänomen in grundlegenden Studien an einer der bekanntesten Reaktionen – der photokatalytischen Konversion von CO2 mit H2O zu CH4 auf TiO2-Photokatalysatoren – ist, dass zumeist kein gasförmiger Sauerstoff unter den entstehenden Produkten zu finden ist, obwohl die Freisetzung von Sauerstoff bei einer Umsetzung von Kohlendioxid zu Methan zu erwarten wäre. Ein Team des Max-Planck-Instituts für Chemische Energiekonversion (CEC) in Mülheim an der Ruhr um Robert Schlögl hat dieses Phänomen jetzt geklärt. Das Ergebnis ihrer Arbeit wurde am in der Zeitschrift Physical Chemistry Chemical Physics publiziert. weiterlesen…

In situ-Quantifizierung von Reaktionsadsorbaten

Bei Niedertemperatur-Methanolsynthese mit Hochleistungs-Cu/ZnO:Al-Katalysator

Obwohl das industrielle Niedertemperaturverfahren seit 50 Jahren angewendet wird, sind In-situ-Daten unter relevanten Bedingungen selten verfügbar. Forscher vom Fritz-Haber-Institut de Max-Planck-Gesellschaft, Berlin (FHI), und des Max-Planck-Instituts für Chemische Energiekonversion (CEC) in Mülheim/Ruhr stellen diese Daten jetzt zur Verfügung. weiterlesen…

“Von immenser wirtschaftlicher Bedeutung”

Neues chemisches Umwandlungsverfahren bei niedrigen Temperaturen entwickelt

Chemiker verbringen viel Zeit und Energie damit, chemische Reaktionen zu starten oder zu beschleunigen – aber manchmal kann es genauso wichtig sein, sie zu stoppen, bevor sie zu weit gehen. Chemiker aus den Frankreich, den USA und Deutschland (FHI-Berlin) haben jetzt einen Weg gefunden, Cyclohexan in Cyclohexen oder Cyclohexadien umzuwandeln, beides wichtige Chemikalien in vielen industriellen Verfahren. Der neue Prozess läuft bei niedrigeren Temperaturen ab, wodurch (normalerweise durch unerwünschtes Brechen von Kohlenstoff-Kohlenstoff-Bindungen entstehendes) Kohlendioxid vermieden wird – schreibt Jared Sagoff vom Argonne National Laboratory (ANL) des US-Energieministeriums am 05.04.2019.
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Amin-Synthese vereinfacht


LIKAT: Breites Anwendungsspektrum

“Alle reden über Ruthenium, wir auch” – am 22., bzw. 23.10.2018 veröffentlichten zwei Informationsdienste (zuerst idw, dann chemie.de) einen identischen Text ohne Quellenangabe. Unter der Überschrift “Hansdampf im Katalyselabor” ging es jeweils um ein neues vom LIKAT entwickeltes Verfahren für die Synthese von Aminen – “wichtige Grundstoffe für Chemie und Pharmazie” – mittels eines “schlicht gebauten Katalysators auf der Basis von Ruthenium”. weiterlesen…

Titel-Story für CEC-Forscher


em>Angewandte Chemie bringt Ergebnisse auf Cover

Erneut hat es eine Publikation von CEC-Wissenschaftlern auf die Titelseite eines renommierten Journals geschafft, Angewandte Chemie: Yuxiao Ding (erster Autor) und unxiang Qiao, beide Postdocs in der Abteilung ‘Heterogene Reaktionen‘ von Prof. Schlögl, haben in Zusammenarbeit mit weiteren Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für Chemische Energiekonversion in Mülheim an der Ruhr, des Fritz-Haber-Instituts der MPG in Berlin, der Technischen Universität Berlin sowie der Chinesischen Akademie der Wissenschaften neue, wegweisende Erkenntnisse bei der Entwicklung heterogener Katalysatoren ohne Metallzentren publiziert. weiterlesen…

Fortschritt für solare Energieabsorption


Halbmetallische Kohlenstoffnitrid-Nanoblätter mit Mikrogitter-Resonanzstruktur für effiziente photokatalytische Wasserstoffproduktion

Auf dem Weg zur Lösung der globalen Energiekrise und Umweltverschmutzung mittels Erneuerbarer grüner Energie gilt Wasserstoff aufgrund seiner Umweltfreundlichkeit und hohen Energiedichte als idealer Energieträger. Hochinteressant dabei, Sonnenenergie zur Gewinnung von Wasserstoff aus Wasser zu nutzen, vor allem im Hinblick auf die Umweltkosten. In vielen Anwendungen bleibt jedoch der Mangel an stabilen, effizienten und kostengünstigen Katalysatoren für solche Systeme ein Hauptproblem. Ein Forscherteam dreier chinesischer Universitäten (Nanjing, Yangzhou und Zhenjiang) hat jetzt eine Alternative gefunden und in Nature Communications publiziert. weiterlesen…

Atomare Einblicke in die Elektrokatalyse


Oberflächenbeschaffenheit mittels Kernspintomographie erforscht

Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Eisenforschung, des Helmholtz-Instituts Erlangen-Nürnberg für Erneuerbare Energien, der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und der Ruhr-Universität Bochum dass die obersten Atomschichten von Elektrokatalysatoren chemische Stoffverbindungen enthalten, die ihre Effizienz bestimmen und zeigen, wie sie zur Beschleunigung der Wasserspaltung angeregt werden können. Dies ist ein weiterer Schritt in Richtung einer nachhaltigen Wasserstoffwirtschaft. Jetzt haben sie ihre neuesten Erkenntnisse in Nature Catalysis veröffentlicht. weiterlesen…

Wasserstoff in Ammoniak speichern


Robert Schlögl: Katalytische Ammoniaksynthese – eine „unendliche Geschichte“?

Seit kurzem kommt immer häufiger die Option Energie-, sprich Wasserstoffspeicherung mittels Ammoniak in die Diskussion, bzw. der Einsatz von Ammoniak in Brennstoffzellen. Weil es kohlenstofffrei ist, wäre Ammoniak ein günstiges Speichermolekül für Wasserstoff zum Betrieb von Brennstoffzellen. Durch eine praktikable und sichere Übertragung der industriellen Logistik in den Endverbraucherbereich stünde eine leistungsfähige Alternative zur Herstellung von Wasserstoff für Brennstoffzellen zu den heute umstrittenen Kohlenwasserstoffen zur Verfügung. Dazu, vor allem zur katalytischen Synthese des Ammoniaks, hat der Chemiker Robert Schlögl bereits 2003 einen Aufsatz in Angewandte Chemie veröffentlicht. Solarify dokumentiert ihn aus aktuellem Anlass. weiterlesen…

Vom Rosenduft zu Nylon und den Kunststoffen


Enzym für die Kunststoffproduktion aus nachwachsenden Rohstoffen

MPI-Bremen logo Betörende Düfte, nüchterne Fakten: von Pflanzen ausgehende Düfte sind fast immer Monoterpene und Monoterpenalkohole, ätherische Öle der Pflanzen, natürliche Kohlenwasserstoffverbindungen. So ist Geraniol der verlockend duftende Alkohol der Rosen. Forscher des Max-Planck-Instituts für Marine Mikrobiologie in Bremen haben schon 2010 die Entdeckung eines Enzyms publiziert, welches das Rosen-duftende Geraniol in das Koriander-duftende Coriandrol ((S)-Linalool) und weiter in das Hopfen-duftende Myrcen umsetzt. weiterlesen…

Schutzschild für empfindliche Katalysatoren

Ein internationales Forscherteam hat einen Weg gefunden, sensible Katalysatoren vor Schäden durch Sauerstoff zu schützen. Das könnte es in Zukunft ermöglichen, Wasserstoff-Brennstoffzellen mit Biomolekülen anstelle des teuren Platin zu entwickeln. In den Zeitschriften „Angewandte Chemie“ und „Journal of the American Chemical Society“ berichteten die Forscher, wie ein Hydrogel als „Schutzschild“ für die Biomoleküle dienen kann. Solarify berichtete vor einem Jahr über die erste Erfolgsmeldung aus dem CEC.
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