Gabriel und der Kohleausstieg

Campact pro Gabriel

Anscheinend verkehrte Welt: Die Bürgerplattform Campact startet eine Kampagne zugunsten von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel, denn der legt sich offenbar mit der Kohlelobby an. Wenn die Meldungen stimmen, spielt er mit dem Gedanken, mehr als 20 Kohlekraftwerke abzuschalten – und mittelfristig sogar komplett aus dem Klimakiller Kohlekraft auszusteigen. Gabriels Pläne haben einen „alarmierenden Grund“ (Campact): RWE, E.ON und Vattenfall verfeuern so viel Braunkohle wie seit 1991 nicht mehr – und exportieren den zusätzlich erzeugten Strom ins Ausland. Ändert sich nichts, sind die Klimaschutzziele der Regierung nicht mehr zu erreichen. weiterlesen…

Greenpeace steigt Gabriel aufs Dach

„Totengräber des Klimaschutzes“: Spektakulärer Anti-Kohle-Protest

20 Greenpeace-Aktivisten protestierten am 20.10.1014 auf dem Dach des Willy-Brandt-Hauses mit einem sechs Meter hohen symbolischen Schaufelbagger gegen die klimaschädliche Kohlepolitik der SPD. Sie wollten damit ein Zeichen dafür setzen, dass ihrer Überzeugung folgend die SPD mit ihrer Kohlepolitik die Modernisierung der Energieversorgung blockiert. Greenpeace fordert vom Parteivorsitzenden und Wirtschafts- und Energieminister Sigmar Gabriel, den Ausstieg aus der Kohle einzuleiten. weiterlesen…

Schweden plant Kohle-Stopp

Regierung kippt Vattenfalls Kohlepläne – auch in der Lausitz?

Keine Erweiterung des Braunkohlegeschäfts – lautet ein Beschluss der neuen rot-grünen Koalition in Schweden. Das Aus für die Tagebaue in der Lausitz? Die Stockholmer Regierung spricht sich vor allem gegen weitere Braunkohletagebaue des Energiekonzerns in Deutschland aus. Umweltverbände begrüßen dies und sehen darin den Anfang vom Ende des Kohlezeitalters. Christian von Hirschhausen (DIW) kommentierte bereits vor zwei Wochen. Eine kommentierende Mitteilung von Greenpeace. weiterlesen…

BUND: UN-Klimagipfel verlangt Fossilausstieg

Ban-Ki-Moon-Klimagipfel endet mit klarem Handlungsauftrag: Europa muss CO2-Emissionen bis 2030 drastisch senken – Deutschland muss Energiewende entschlossen voranbringen.

Für Hubert Weiger, Vorsitzender des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), endet der Ban-Ki-Moon-Klimagipfel mit einer deutlichen Handlungsaufforderung. „Die Staatengemeinschaft muss aus fossilen Energiequellen aussteigen. Die Europäische Union hat schon im Oktober die Chance, ein anspruchsvolles Klimaschutzpaket zu verabschieden. Entscheidende Schritte sind der schnelle Ausbau erneuerbarer Energien und mehr Energieeffizienz. Die Erderwärmung unter zwei Grad zu halten ist ein anspruchsvolles Ziel. Es liegt noch in weiter Ferne“, sagte Weiger. Wichtige Hebel, um das Weltklima im Gleichgewicht zu halten, seien der Ausstieg aus Braunkohle, Steinkohle, Öl und Gas und der Umstieg auf regenerative Energien. „Deutschland ist beim Umstieg auf erneuerbare Energien Vorreiter, jetzt müssen wir Vorreiter beim Ausstieg aus fossilen Energiequellen werden“, forderte der BUND-Vorsitzende. weiterlesen…