“Tutu für den Katalysator”

Mittels Mangan gelingt Hydrierung von Chinolin bei Raumtemperatur

Einmal nicht Erneuerbare Energien, sondern Arzneimittel – für deren Produktion sind Chinoline unverzichtbar, cyclische Kohlenstoffverbindungen, deren charakteristische Ringstruktur ein Stickstoffatom enthält. In katalytischen Verfahren werden sie hydriert – und damit in pharmazeutische Wirkstoffe verwandelt. Üblicherweise verwendet die Pharmaindustrie dabei teure Edelmetall-Katalysatoren. Am gelang diese Reaktion jetzt erstmals mit dem Nicht-Edelmetall Mangan. Und zwar bei Raumtemperatur und unter Normaldruck – so eine Medienmitteilung (samt ungewöhnlicher Überschrift) des Rostocker Instituts. Das Paper der Doktorandin Veronica Papa erschien in Nature Catalsys. weiterlesen…

Erster Nachweis bakterieller Manganoxid-Nutzung

Yes, they can! Erster Nachweis bakterieller Manganoxid-Nutzung fürs Überleben nahe der H2S-„Todeszone“

Das Schwarze Meer mit seiner permanenten Schichtung, großen sauerstofflosen Wassermassen und ausgedehnten Zonen mit giftigem Schwefelwasserstoff (H2S) ist ein exzellentes Naturlabor, um Überlebensstrategien spezialisierter Organismen in einer solch lebensfeindlichen Umwelt zu erforschen. Mikrobiologe Jan Henkel vom Leibniz-Institut für Ostseeforschung in Warnemünde und Kollegen untersuchten, wie hier Bakterien dennoch wachsen können. Im Fachjournal PNAS (Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America) präsentieren die Forschenden nun erstmals den Nachweis, dass ein dort häufiges Bakterium spezifisch Mangan(IV)-Oxid nutzt, mit dessen Hilfe Stoffwechselenergie aus H2S gewinnt und es dabei in ungiftiges Sulfat umwandelt. weiterlesen…