Warum Wasser bei Energiewende nicht vergessen werden darf

Bezahlbare saubere Energie und Verfügbarkeit von Wasser guter Qualität widersprechen einander

Wasserkraft, Biomasse-Verstromung, Windkraft, Wasserstoff, Fotovoltaik – diese Begriffe kommen einem schnell in den Sinn, wenn es um den Energiemix der Zukunft geht. Ein Energiemix, der dem Klimawandel die Stirn bieten soll, indem er den CO2-Ausstoß begrenzt. „Das ist aber zu eindimensional gedacht“, sagt Prof. Martina Flörke, Professorin für Ingenieurhydrologie und Wasserwirtschaft an der RUB. Sie plädiert dafür, nicht nur auf die CO2-Emissionen zu schauen, sondern auch andere Umwelteinflüsse zu berücksichtigen. Zum Beispiel die Auswirkungen auf Wasserressourcen. Die Forscherin gibt ein Beispiel: „Fotovoltaikanlagen oder Solarkraftwerke stehen logischerweise dort, wo viel Sonne ist, also in der Regel in den trockenen Regionen der Welt“, sagt sie. „Aber auch Solarkraftwerke werden häufig mit Wasser gekühlt, und ihre Spiegel müssen regelmäßig vom Sand gesäubert werden – mit Wasser.“ weiterlesen…

BESSY II: Wasser als Metall nachgewiesen

Experiment mit Alkalimetallen

Reines Wasser ist unter Normalbedingungen ein nahezu perfekter Isolator. Metallische Eigenschaften entwickelt Wasser nur unter extremem Druck, wie er höchstens im Innern von großen Planeten herrscht. Nun hat eine internationale Kooperation mit einem ganz anderen Ansatz metallisches Wasser erzeugt und den Phasenübergang an der Berliner Synchrotronlichtquelle BESSY II dokumentiert. Die Arbeit ist in Nature publiziert. weiterlesen…

Chemikalien in Gewässern reduzieren

Weltwassertag: Neues Bundeszentrum für Spurenstoffe beim UBA nimmt Arbeit auf

Arzneimittel, Waschmittel, Pestizide etc. – immer mehr Chemikalien belasten unsere Gewässer. Wie es gelingen kann, dass solche Spurenstoffe möglichst gar nicht mehr in die Gewässer gelangen, ist das Thema der Spurenstoffstrategie des Bundes. Am Weltwassertag (seit der UNCED in Rio, 1993 jedes Jahr am 22. März, Motto 2021: „Valuing Water“ – „Wert des Wassers“) stellen BMU und UBA in einer Fachkonferenz Ergebnisse der Pilotphase dieser Strategie vor. Das UBA wird die Arbeiten zur Spurenstoffstrategie nun in einem neu gegründeten Spurenstoffzentrum des Bundes weiter vorantreiben. weiterlesen…

Grundwasserqualität verschlechtert sich

Klimawandel und Verstädterung verändern globalen organischen Kohlenstoff

Mehr als 100.000 Krebsfälle im Laufe einer Lebenszeit in den Vereinigten Staaten können auf Verunreinigungen im Trinkwasser zurückgeführt werden. Britische, australische und schwedische Forscher haben nun die Qualität der weltweit größten Süßwasserquelle, des Grundwassers untersucht und ihr Ergebnis in Nature Communications publiziert. Parameter für die Untersuchung war die Konzentration des gelösten organischen Kohlenstoffs (dissolved organic carbon – DOC), die vor allem mit Desinfektionsprodukten (DBPs) und Arsen in Verbindung steht. weiterlesen…

Neues über Wechselwirkung zweier einzelner Wassermoleküle

Obwohl Wasser allgegenwärtig ist, sind die intermolekularen Schwingungen bislang nicht völlig verstanden

Ein internationales Forschungsteam hat neue Erkenntnisse über die Interaktion von Wassermolekülen gewonnen. Die Wissenschaftler konnten erstmals sogenannte intermolekulare Schwingungen vollständig beobachten. Von besonderer Bedeutung ist eine bestimmte Bewegung einzelner Wassermoleküle gegeneinander, die sogenannte gehinderte Rotationsbewegung. Die Erkenntnisse helfen unter anderem, die Energielandschaft der Moleküle besser zu bestimmen und somit die merkwürdigen Eigenschaften des Wassers besser zu verstehen. Die Arbeiten beschreibt einer Medienmitteilung der Bochumer Ruhr-Universität zufolge ein Team um Prof. Martina Havenith von der Ruhr-Universität Bochum und Prof. Joel Bowman von der Emory University in Atlanta zusammen mit Kollegen der Radboud University in Nimwegen und der Université de Montpellier in der Zeitschrift Angewandte Chemie International Edition vom 27.07.2019. weiterlesen…

Solardampferzeuger, von Origami inspiriert

100 Prozent Wirkungsgrad

Inspiriert von Origami, der japanischen Kunst des Papierfaltens, haben Forscher einen solaren Dampferzeuger entwickelt, der einen Wirkungsgrad von 100 Prozent für die Produktion von sauberem Wasser erreicht. Sie berichten über ihre Ergebnisse in ACS Applied Materials & Interfaces unter dem Titel „Origami inspires highly efficient solar steam generator“. weiterlesen…

Rasenmäher sind kleine Dreckschleudern…

…und Kettensägen, und Laubbläser… wie ändern?

Weidmann ist Elektroingenieur der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich und hat danach als Investmentbanker im Energiesektor für die Credit Suisse First Boston gearbeitet, und er hat eine Idee, wie man das ändern könnte. Und er glaubt an die Zukunft von Methanol. Seit Jahrzehnten beschäftigt er sich intensiv mit Methanol: „Dieser Treibstoff könnte entscheidend dazu beitragen, unsere Klimaziele zu erreichen“, sagt er. weiterlesen…

Schnellster Wasserkocher der Welt

100.000 Grad in 75 billiardstel Sekunden

Neun Forschungsteams in Deutschland, den USA und Schweden haben einer Medienmitteilung des Deutschen Elektronen-Synchrotons DESY zufolge einen exotischen Zustand von Wasser erzeugt und untersucht: Per Röntgenlaser haben sie Wasser in 75 Femtosekunden von Zimmertemperatur auf 100.000 Grad Celsius aufgeheizt. Der Experimentaufbau, der als „schnellster Wasserkocher“ der Welt gelten kann, erzeugte einen Zustand des Wassers, von dem sich die Wissenschaftler neue Einblicke in die besonderen Eigenschaften der wichtigsten Flüssigkeit der Erde erhoffen. (Bild: Nach 69 fs trennen sich Wassermoleküle – © Carl Caleman, DESY/Universität Uppsala) weiterlesen…