Ozean im Erd-Inneren?

Wasser in Hunderten Kilometern Tiefe

Ein internationales Forschungsteam mit Beteiligung des Instituts für Geowissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt analysierte Einschlüsse in Diamanten – mit überraschendem Ergebnis: Die Übergangszone zwischen oberem und unterem Erdmantel enthält offenbar erhebliche Mengen Wasser. Das deutsch-italienisch-amerikanische Forschungsteam hatte einen seltenen Diamanten aus 660 Metern Tiefe mithilfe unter anderem von Raman-Spektroskopie und FTIR-Spektrometrie analysiert. Die Studie zeigt, was bisher lange Zeit nur vermutet wurde: Ozeanwasser gelangt zusammen mit abtauchenden Platten bis in die Übergangszone. Der Wasserkreislauf unseres Planeten bezieht also auch das Erdinnere mit ein – so ein Artikel in Nature Geoscience. (Foto: Diamant aus Botswana – © Tingting Gu, Gemological Institute of America, New York) weiterlesen…

Deutschland braucht Wasser-Notfallplan

Kommentar von Franz Alt – „Wasserwende“

Wassernot in Afrika? Daran haben wir uns längst gewöhnt. Wassernot in Südeuropa? Auch das gab es immer öfter in den letzten Jahren. Aber Wassernot in Deutschland? Das schien im regenreichen Mitteleuropa bisher unwahrscheinlich. Doch seit mehreren Jahren regnet es auch bei uns zu wenig. Dürre und Hitze sind die Hauptursache für die auch hierzulande zunehmenden Waldbrände. Hinzu kommt noch ein meteorologisches Nord-Süd-Gefälle. So regnete es in den letzten Wochen in Franken nur wenig, aber in Alpennähe recht kräftig. Das ist keine Ausnahme. An den Alpen fielen von 1990 bis 2019 im Mittel 2000 Millimeter Regen pro Jahr, aber in Franken gerade mal 500 Millimeter. Franz Alt auf seiner Sonnenseite. (Foto: Niedrigwasser des Rheins bei Wiesbaden – © Christian Vogt für Solarify) weiterlesen…

Wasserabhängigkeit wächst

Klimawandel macht Pflanzen und Ökosysteme durstiger

Wichtige Leistungen von Ökosystemen werden künftig zunehmend von der Wasserverfügbarkeit abhängen. Anhand aktueller Simulationen mit Klimamodellen fand ein internationales Forscherteam u.a. des MPI für Biogeochemie Jena laut einer Medienmitteilung vom 04.07.2022 mehrere Regionen, in denen Wasser zunehmend die Ökosysteme limitiert. Darunter auch Zentraleuropa, der Amazonas und West-Russland. (Foto: Zyklus der Jahreszeiten, Indien – li.: nach dreijähriger Trockenheit, re.: nach einem Jahr mit viel Monsun – © Madeleine Nicolas (distributed via imaggio.egu.eu)CC-BY3.0) weiterlesen…

Das Wasser verschwindet

Verdunstungsverlust von 1,42 Millionen globalen Seen erforscht

Eine neue Untersuchung zeigt, dass – zusätzlich zu Algenblüte und Sauerstoffmangel – die Süßgewässer der Erde mit größerer Geschwindigkeit als befüchtet verdunsten. Außerdem „spielt die Seeverdunstung eine größere Rolle im Wasserkreislauf als bisher angenommen“, so die Ökologin Gang Zhao, Ko-Autorin des Artikels „Evaporative water loss of 1.42 million global lakes“ (Verdunstungswasserverlust von 1,42 Millionen globalen Seen erforscht). Dieser Prozess hat – kein Wunder – erheblichen Einfluss auf unsere Klima- und Wettermodellierung. weiterlesen…

Update planetarer Grenzen: Limit für Süßwasser überschritten

Ernste Bedrohung für lebenserhaltende Systeme der Erde

Eine Neubewertung der planetaren Grenze im Bereich Süßwasser deute darauf hin, dass diese nun überschritten sei, so ein internationales Forschungsteam unter Leitung des Stockholm Resilience Centre und unter Beteiligung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK). Diese Schlussfolgerung sei auf die erstmalige Einbeziehung von „grünem Wasser“ – dem für Pflanzen verfügbaren Wasser – in die Bewertung der planetaren Grenze zurückzuführen, wie das PIK-Potsdam mitteilt. weiterlesen…

Wasserversorgung klimasicher machen

UFZ zum Weltwassertag

UFZ zum WeltwassertagWasser ist kostbar, unverzichtbar und leider vielen Belastungen ausgesetzt – etwa durch Klimawandel oder Industrie. Wie werden sich in diesem Kontext unsere Wasserressourcen entwickeln? Das ist eines der wichtigsten Themen, mit denen sich die Forscher am Leipziger Helmholtzzentrum für Umweltforschung UFZ befassen. weiterlesen…

Weltwassertag: DBU empfiehlt sorgsamen Umgang mit Wasser

Auf extreme Wetterlagen vorbereiten

Anhaltende Trockenheit und Starkregenereignisse – die Folgen des Klimawandels haben auch in Deutschland erheblichen Einfluss auf die essenzielle Ressource Wasser. Zum Weltwassertag am 22. März ruft die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) zu sorgsamem Umgang mit Grund- und Trinkwasserreserven auf. Dazu unterstützt sie etwa ein Projekt in der Region Celle, wo Landwirte mit einfacher Technik den Wasserrückhalt in der Landschaft regulieren. Weitere DBU-geförderte Vorhaben führt die Technische Universität (TU) Berlin durch, die eine Webanwendung für Wasserwerke zum Abschätzen der Reinigungsleistung bezogen auf virale Krankheitserreger entwickelt hat. Diese wird nun mit Blick auf den Einfluss extremer Wetterereignisse ergänzt. weiterlesen…

Deutschland trocknet langsam aus

ARD-Umwelt-Experte Werner Eckert zum ARD-Themen-Tag des Wassers

„Noch ist Deutschland mit reichlich Wasser gesegnet. Das gilt als selbstverständlich. Doch neue Daten zeigen: Der Wasserverlust ist beträchtlich – und das Ausmaß noch nicht abzusehen“ – schreibt ARD-Umwelt-Experte Werner Eckert, SWR, auf tagesschau.de. Manches sieht man von oben besser. Jay Famiglietti, der Direktor des Global Institute for Water Security an der University of Saskatchewan im kanadischen Saskatoon, wertet im Auftrag der NASA und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt Daten der Grace-Satelliten aus. Und seine Ergebnisse machen ihn selbst betroffen. „Im Klartext: Deutschland hat in 20 Jahren Wasser im Umfang des Bodensees verloren. Das ist unvorstellbar viel Wasser.“ weiterlesen…

Tag des Wassers am 22.03.2022

VKU-Appell: Wasser-Schatz besser schützen

Zum Tag des Wassers am 22.03.2022 appelliert der Verband kommunaler Unternehmen (VKU), dessen Mitglieder rund 90 Prozent aller Einwohner Deutschlands mit Trinkwasser versorgen, an Politik und Verbraucher, das Grundwasser besser zu schützen. Denn Grundwasser ist die wichtigste Trinkwasserressource Deutschlands: Fast drei Viertel unseres Trinkwassers stammen aus Grundwasser. „Wenn wir den Hahn aufdrehen oder unter der Dusche stehen, ist uns oft nicht bewusst, wie elementar, kostbar und unverzichtbar Grundwasser ist. Unser Grundwasser ist ein nasser Schatz unter der Erde, den wir für uns und die junge Generationen schützen sollten“, sagt VKU-Vizepräsident Karsten Specht. weiterlesen…

Deutschland sitzt bald auf dem Trockenen

Erstmals publizierte Satellitendaten zeigen dramatischen Grundwasserschwund

Deutschland hat in den vergangenen 20 Jahren dramatisch an Wasser verloren, gehört inzwischen zu den Regionen mit dem relativ höchsten Wasserverlust weltweit. Das verdeutlicht auch der jährliche Dürremonitor des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung in Leipzig (UFZ – rechts). Experten schätzen aufgrund neuer, bisher unveröffentlichter Analysen, dass der Verlust der gesamten Wassermenge des Bodensees entspricht. Die Erkenntnisse wurden in der Fernsehdokumentation „Bis zum letzten Tropfen“ am 16,03,2022 im Rahmen eines „ARD-Event“ genannten Themenabends (#unserwasser) veröffentlicht. Die Dokumentation folgte einem Spielfilm zur gleichen Thematik. Es scheint, als säßen wir bald im Wortsinn auf dem Trockenen. weiterlesen…