Fortschritt für Wasserstoffrepublik Deutschland

Senkung der Herstellungskosten von Elektrolyse-Stacks

Seit April läuft einer Medienmitteilung Technischen Universität Clausthal vom zufolge der das mit fünf Millionen Euro geförderte Verbundprojekt StaR – es soll durch kostenoptimale Stackherstellung grünen Wasserstoff wettbewerbsfähig machen: Gemeinsam werden sechs Projektpartner in den nächsten vier Jahren Design und Herstellung von sogenannten Elektrolyse-Stacks ganzheitlich untersuchen und neue Konzepte, die die Herstellungskosten senken sollen, in der Praxis umsetzen. Elektrolyse-Stacks bilden das Herzstück jeder Wasserelektrolyseanlage, da in ihnen die Umwandlung elektrischer Energie in den Energieträger Wasserstoff stattfindet. weiterlesen…

TU Chemnitz setzt sich in Wettbewerb um „Wasserstoff-Zentrum“ durch

Auf Technologie-Campus Süd soll „Hydrogen and Mobility Innovation Center“ (HIC) entstehen

Der aufs Engste mit der Technischen Universität Chemnitz verbundene HZwo e. V. konnte sich im bundesweiten Wettbewerb um das nationale Innovations- und Technologiezentrum „Wasserstofftechnologie für Mobilitätsanwendungen“ durchsetzen. Ein Standort dieses Zentrums soll unter maßgeblicher Beteiligung der TU Chemnitz am Technologie-Campus Süd und damit in unmittelbarer Nachbarschaft zur TU Chemnitz entstehen.(Grafik: Konzept des „Hydrogen and Mobility Innovation Center“ (HIC) Chemnitz – © HIC) weiterlesen…

„Wir brauchen einen Welthandel für erneuerbare Energie“

Max-Planck-Direktor Robert Schlögl im Interview über grünen Wasserstoff und nachhaltiges CO2-Recycling

Die Flutkatastrophe in Deutschland, die extreme Hitze und die Waldbrände in Teilen Südeuropas, nicht zuletzt der jüngste Bericht des Weltklimarats machen deutlich, dass wir unseren CO2-Ausstoß schnell und drastisch reduzieren müssen. Dafür wird viel Strom aus Erneuerbaren Quellen benötigt, auch für die Erzeugung von Wasserstoff durch Wasser-Elektrolyse. Auf diesen grünen Wasserstoff setzen viele Wirtschaftsbereiche bei ihrem klimafreundlichen Umbau. Damit kann sogar unvermeidbares CO2 in Methanol als Treibstoff und als Grundstoff der chemischen Industrie umgewandelt werden – im Fachjargon Carbon Capture and Use, kurz CCU genannt. Peter Hergersberg (MPG) sprach für die Internetseite der MPG mit Robert Schlögl, Direktor am Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion in Mülheim an der Ruhr und am Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin darüber, wo der Wasserstoff für die bevorstehende Transformation herkommen kann und wie sinnvoll CCU-Techniken sind. (Foto: Elektrolyseur – hinter Schutzscheiben in Bildmitte – im Duisburger Technikum von thyssenkrupp – Foto © thyssenkrupp) weiterlesen…

Ruhrgebiet als Pionierregion der Wasserstoffwirtschaft

Lebensraum mit CO2-freiem Wasserstoff

Das Ruhrgebiet als Pionierregion der Wasserstoffwirtschaft: Acht Unternehmen und Institutionen entwickeln einen sektorübergreifenden Bebauungsplan für Wasserstoffinfrastruktur und -produktion. Die Region soll – so eine gemeinsame Medienmitteilung vom 02.09.2021 – schneller, vernetzter und nachhaltiger die grüne Transformation vorantreiben. E.ON, Evonik, RWE, thyssenkrupp und Vonovia wollen zusammen mit dem Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion, dem RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung und der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung die grüne Transformation an Rhein und Ruhr beschleunigen. weiterlesen…

Innovationspool für konkurrenzfähigen Grünen Wasserstoff im Industriemaßstab

Fraunhofer startet Referenzwerk für Elektrolyseur-Massenproduktion

Fraunhofer-Forschende aus Chemnitz, Görlitz, Aachen, Stuttgart und Halle (Saale) arbeiten in einem neuen Großforschungsprojekt daran, die Kosten der Herstellung von Elektrolyseuren für grünen Wasserstoff um mehr als ein Viertel zu senken. Einer Medienmitteilung vom 27.08.2021 zufolge Gemeinsam bauen sie eine Referenzfabrik auf, um in den nächsten vier Jahren neue Produktionsverfahren zu entwickeln und zu prüfen. Die besten und wirtschaftlichsten Verfahren werden virtuell parallel komplett nachgebaut und in einen Technologiebaukasten überführt, der es Industrieunternehmen erlaubt, vor der Planung einer Fertigung genau zu prüfen, mit welchen Produktionskosten sie für bestimmte Elektrolyseur-Typen rechnen müssen. weiterlesen…

Erster grüner Stahl der Welt bereit zur Auslieferung

Ohne Koks oder Kohle – nur mit Wasserstoff produziert

Der schwedische Stahlkonzern SSAB hat einer Medienmitteilung vom 18.08.2021 zufolge den ersten fossilfreien Stahl der Welt produziert und an einen Kunden ausgeliefert. Die Probelieferung sei ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer vollständig fossilfreien Wertschöpfungskette für die Eisen- und Stahlerzeugung und ein Meilenstein in der HYBRIT-Partnerschaft zwischen SSAB, LKAB und Vattenfall. Im Juli walzte SSAB Oxelösund den ersten Stahl, der mit der HYBRIT-Technologie hergestellt wurde, d. h. mit 100 % fossilfreiem Wasserstoff anstelle von Kohle und Koks. Der Stahl wird jetzt an den ersten Kunden, die Volvo-Gruppe, geliefert. (Foto: Erster fossilfreier Stahl – Foto mit frdl. Genehmigung © Jan Lindblad Jr., SSAB.com) weiterlesen…

Wasserelektrolyse plus Batterie verbessert Effizienz

Entwicklung von Jülicher Forschern

Die Kopplung eines PV-elektrochemischen Geräts für die alkalische Wasserelektrolyse in Verbindung mit einem Batteriespeicher kann unter anderem die Effizienz der solaren Wasserstofferzeugung verbessern – so eine Publikation von Wissenschaftlern des Jülicher Instituts für Energie- und Klimaforschung (IEK-5) in „Storage batteries in photovoltaic-electrochemical device for solar hydrogen production“ im Journal of Power Sources, über die am 24.08.2021 im Portal pv magazine berichtet. weiterlesen…

KIT forscht in allen drei Wasserstoff-Leitprojekten

Forschung soll Produktion, Transport und Anwendung von Grünem Wasserstoff beschleunigen

Wasserstofftechnologien tragen wesentlich zum Erfolg der Energiewende bei. Um eine grüne Wasserstoffwirtschaft weiter voranzutreiben, fördert das BMBF drei Wasserstoff-Leitprojekte mit 740 Millionen Euro. In alle drei bringen Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) ihre Expertise ein. In den Projekten geht es darum, grünen Wasserstoff und seine Folgeprodukte direkt auf See zu produzieren, um neue Technologien und Lösungen im Bereich Wasserstofftransport sowie um die Serienfertigung von Elektrolyseanlagen zur Herstellung grünen Wasserstoffs mit regenerativ gewonnener elektrischer Energie. (Foto: Im Energy Lab 2.0 können KIT-Wissenschaftler Wasserstoff und zusammenhängenden Prozesse erproben – © Markus Breig, KIT) weiterlesen…

Wasserstoff, Produktion (2021)

Weltweit werden derzeit ca. 70.000.000 t/a (ohne Beiprodukt – mit Beiprodukt etwa 48 Mio. t/a  – IEA 2019) Wasserstoff aller Farben hergestellt (Deutschland: 3,5 Mio t, 5% davon grün: 175.000 t). Wäre Wasserstoff alleiniger Energieträger, würde der tatsächliche Jahresbedarf Deutschlands theoretisch etwas mehr als 71 Mio. t H2 betragen. Aus dem „Potentialatlas für Wasserstoff von weiterlesen…

Wasserstoff aus Klärschlamm?

100 kg H2 aus einer Tonne Biomasse

Am Fraunhofer ISI sowie an der TH Bingen haben zwei Wissenschaftler den mittels einer Testanlage auf Basis einer hybriden Reformierungstechnologie entwickelten BHYO-Prozess verfahrenstechnisch begutachtet und auf Möglichkeiten zur energietechnischen Systemintegration geprüft. Mit dem Verfahren lassen sich aus einer Tonne Biomasse bis zu 100 Kilogramm Wasserstoff herstellen – aus Abfällen aus der Landschaftspflege, dem Inhalt brauner Tonnen oder sogar aus kommunalem Klärschlamm. Ein Gutachten bescheinigte dem Prozess einen sehr guter Kaltgaswirkungsgrad. weiterlesen…