Handlungsbedarf: SDG Index & Dashboards

Ein globaler Bericht des Sustainable Development Solutions Network (SDSN) und der Bertelsmann Stiftung

SDSN logoDas globale Sustainable Development Solutions Network (SDSN) und die Bertelsmann Stiftung, Mitgliedsorganisation von SDSN Germany, haben am 20.07.2016 eine Studie mit dem Titel „SDG Index & Dashboards“ vorgelegt. Die Länderrankings wie auch die Dashboards in Ampelfarben – rot, gelb, grün – zeigen anhand von Kernindikatoren erstmals, in welchem Umfang die im September 2015 von den Staats- und Regierungschefs der Welt beschlossenen 17 Ziele nachhaltiger SDG Index & Dashboards - TitelEntwicklung (Sustainable Development Goals; SDGs) in 149 Ländern, reicheren wie ärmeren, derzeit erreicht werden und wo die größten Handlungsbedarfe bestehen.

Der globale Bericht wurde im Rahmen eines hochrangigen Launch-Events in New York mit Keynotes u.a. von Aart De Geus (Vorstandsvorsitzender der Bertelsmann Stiftung) und Jeffrey Sachs (Direktor des globalen SDSN) vorgestellt.

Deutschland stehe zwar im Ranking unter den ersten zehn Ländern, doch quasi kein SDG sei in Deutschland in Gänze erreicht, so Adolf Kloke-Lesch, Geschäftsführender Direktor von SDSN GermanyAdolf Kloke-Lesch - Foto © bonnsustainabilityportal.de, in einem Radiointerview im Deutschlandfunk anlässlich der Index-Veröffentlichung: „Es gibt überall Nachholbedarf, in manchen Bereichen auch sehr deutlichen.“

An der internationalen Diskussion zur Erarbeitung des neuen Berichts haben sich weitere Akteure aus dem deutschen SDSN und dem breiteren deutschen Nachhaltigkeitskontext beteiligt (vgl. Artikel „Welche Statistik braucht die Nachhaltige Entwicklung?“ auf der Webseite des Rats für Nachhaltige Entwicklung/RNE).

Ein zentrales Anliegen für SDSN Germany ist die angemessene Abbildung der besonderen Verantwortung reicherer Länder für die globale Zielerreichung, z.B. durch grenzüberschreitende Wirkungen von Konsum- und Produktionsmustern oder bei globalen öffentlichen Gütern. Angesichts der begrenzten Datenlage begegnet die Studie von SDSN und Bertelsmann Stiftung dieser Herausforderung zunächst, indem sie etwa für die Bewertung von OECD-Ländern zusätzliche Indikatoren pro SDG heranzieht und für die Ampeldarstellung – wie bei allen anderen Ländern auch – eine „Minimumfunktion“ anwendet: Wenn ein Land bei einem der Indikatoren für ein bestimmtes SDG „rot“ ist, fällt das Gesamtergebnis für das betreffende SDG ebenfalls „rot“ aus. Künftige Berichte, so die Autoren, sollen die grenzüberschreitenden und globalen Fragestellungen vertiefen.

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