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Archiv: SDGs


Konsum ist der Flaschenhals für nachhaltige Entwicklung

Von der Beseitigung der Armut bis hin zur Gleichstellung der Geschlechter, widerstandsfähigeren Städten oder Maßnahmen zum Klimaschutz – positive Wechselwirkungen zwischen den meisten Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals, kurz SDGs) können Fortschritte befördern. Doch es gibt auch Zielkonflikte, die ein Hindernis für die erfolgreiche Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele für 2030 sein können. Das ist das Ergebnis einer neuen, umfassenden Analyse eines Teams von Wissenschaftlern des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK). Ein Flaschenhals ist der verantwortungsbewusste Konsum, wie Daten der letzten Jahrzehnte zeigen.

Bildung für nachhaltige Entwicklung


Alle sollen Nachhaltigkeit lernen

„Die Bundesregierung begrüßt den ‚Nationalen Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung'“. Kein Wunder, kommt er doch aus dem BMBF und soll das Weltaktionsprogramm Bildung für nachhaltige Entwicklung umsetzen helfen – eines der Unterziele (4.7) der globalen Zielen für eine nachhaltige Entwicklung (SDGs). Dieses Unterziel besagt, dass bis 2030 alle Lernenden die notwendigen Kenntnisse und Qualifikationen zur Förderung nachhaltiger Entwicklung erwerben sollen. Vor dem Hintergrund der drängenden Zukunftsfragen des Planeten Erde und der Sicherung der Lebensbedingungen für die nächsten Generationen hat die Bundesregierung zu dem Thema eine Unterrichtung (18/13679) vorgelegt.


Gestaltungsmacht von SDGs und Paris Agreement

Studie von Lukas Hermwille
Im Kampf gegen den Klimawandel müssen die Energiesysteme weltweit auf nachhaltige und emissionsarme Pfade gebracht werden. Mit dem Pariser Klimaabkommen und den SDGs existieren aktuell zwei globale Agenden, die einen positiven politischen Handlungsrahmen für die Umsetzung einer gerechten globalen Energietransformation bilden. Wie viel Gestaltungsmacht haben das COP21-Abkommen und die Agenda 2030 als internationaler Bezugsrahmen für die globale Energietransformation? Lukas Hermwille vom Wuppertal Institut analysiert die beiden Agenden und stellt ihre Komplementaritäten heraus.


CO2-Bepreisung kann für viele Länder geeignetes Mittel sein, um SDGs teilweise zu finanzieren

von Ottmar Edenhofer mit Max Franks – mit freundlicher Genehmigung von Lutz Meyer, Fullberry Foundation
Ottmar Edenhofer, Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change, untersucht gemeinsam mit Max Franks, PIK, in einem Buchbeitrag („Deutschlands neue Verantwortung„) inwieweit ein Preis für CO2-Emissionen die Finanzierung der Sustainable Development Goals finanzieren kann. Ausgehend von den zwei großen Übeln Armut und Klimawandel kommen sie zu dem Schluss, dass die Ziele des Pariser Klimaabkommens mit den bisher vorgelegten freiwilligen Beiträgen nicht erreicht werden können. Sie zeigen aber, dass ein CO2-Preis, entweder als Steuer oder als Emissionshandel auch jenseits der Klimapolitik erhebliche Vorteile bieten. Ihre Analyse lotet die Grundlage dafür aus, dass Nationalstaaten bereit sind, die CO2-Preise schrittweise anzuheben. Langfristig müssten diese nationalen CO2-Preise konvergieren, um den Trans­formationsprozess zu ermöglichen, den das Abkommen von Paris als Ziel formuliert. Sie gehen zunächst von einem CO2-Preis aus, der es noch mit hohe Wahrscheinlichkeit ermöglichen Würde, die Pariser Zwei-Grad-Grenze einzuhalten.


UNO-Konferenz zur Umsetzung der Agenda 2030

Bei der diesjährigen Umsetzungskonferenz zu den UN-Nachhaltigkeitszielen (High Level Political Forum on Sustainable Development) haben am 20.07.2017 mehr als 40 Staaten ihre Fortschrittsberichte vorgelegt – deutlich mehr als im vergangenen Jahr. Darunter waren auch Indien, Japan und Brasilien. Das zeigt ein wachsendes Interesse der Staaten an der Umsetzung der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung, der Agenda 2030 – so eine gemeinsame Pressemitteilung von BMUB und BMZ. Deutschland hat demnach seinen ersten Fortschrittsbericht bereits letztes Jahr vorgestellt.

IASS-Programm bis 2021


Energiewende, Klimapolitik und Umsetzung der SDGs im Mittelpunkt der Forschungsarbeit

Die wissenschaftlichen Direktoren Mark Lawrence, Patrizia Nanz und Ortwin Renn haben bei der Mitgliederversammlung am 24.10.2016 das Forschungsprogramm des Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) in Potsdam für den Förderzeitraum vom 01.01.2017 – 30.06.2021 vorgestellt. Die Versammlung stimmte dem Forschungsprogramm des neuen wissenschaftlichen Führungsteams, das im Frühjahr 2016 seine Arbeit aufnahm, zu.


Ein globaler Bericht des Sustainable Development Solutions Network (SDSN) und der Bertelsmann Stiftung

SDSN logoDas globale Sustainable Development Solutions Network (SDSN) und die Bertelsmann Stiftung, Mitgliedsorganisation von SDSN Germany, haben am 20.07.2016 eine Studie mit dem Titel „SDG Index & Dashboards“ vorgelegt. Die Länderrankings wie auch die Dashboards in Ampelfarben – rot, gelb, grün – zeigen anhand von Kernindikatoren erstmals, in welchem Umfang die im September 2015 von den Staats- und Regierungschefs der Welt beschlossenen 17 Ziele nachhaltiger Entwicklung (Sustainable Development Goals; SDGs) in 149 Ländern, reicheren wie ärmeren, derzeit erreicht werden und wo die größten Handlungsbedarfe bestehen.


Globale Nachhaltigkeitsziele: Bundesregierung berichtete bei UNO-Nachhaltigkeitsforum über erste Umsetzungsschritte

Sustainable Development Knowledge PlatformDie Bundesregierung legte am 19.07.2016 Rita Schwarzelühr-Sutter - PSTin_BMUB - Foto © Gerhard Hofmann_Agentur Zukunftden ersten deutschen Bericht zur Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele vor. Präsentiert wurde der Bericht vor dem Nachhaltigkeitsforum der Vereinten Nationen in New York von der Parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Rita Schwarzelühr-Sutter, Thomas Silberhorn - Foto © CSU.deund dem Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesentwicklungsministerium, Thomas Silberhorn. Deutschland gehört damit zu den ersten Staaten, die Rechenschaft über die Umsetzung der 2015 beschlossenen Ziele ablegen.


Jeffrey Sachs bei der Mercator Climate Lecture 2016 in der TU Berlin

Jeffrey Sachs bei Mercator Climate Lecture 2016 in TU Berlin - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für Solarify„Kommt ein Mann zum Arzt und lässt sich untersuchen. Danach sagt der Arzt: ‚Ich habe eine schlechte und eine ganz schlechte Nachricht für Sie.‘ Darauf der Patient: ‚Ich möchte zuerst die schlechte Nachricht hören‘. Der Arzt: ‚Sie haben noch 72 Stunden zu leben.‘ Der Mann: ‚O Gott! Was aber kann schlechter sein als das?‘ Der Arzt: ‚Wir versuchen Sie schon seit Tagen zu erreichen…'“ Der Direktor des Nachhaltigkeitsnetzwerks der Vereinten Nationen (UNSDSN) und des Earth Institute an der Columbia University fuhr fort: „Das beschreibt unsere Situation als Wissenschaftler: Wir versuchen seit jetzt bereits 20 Jahren, Sie zu erreichen…“


Nachhaltigkeitsziele dürfen vor Flüchtlingskrise nicht in den Hintergrund geraten

Die Umsetzung der im vergangenen Jahr verabschiedeten nachhaltigen Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) muss zum Tagesgeschäft werden. In dieser Forderung waren sich die zu einer öffentlichen Anhörung des Parlamentarischen Beirats für nachhaltige Entwicklung geladenen Experten einig. Gleichzeitig betonten sie, die derzeitige Flüchtlingsproblematik dürfe die Debatte um die nachhaltige Entwicklung nicht in den Hintergrund drängen. Siehe auch: solarify.eu/sdgs-auf-wirksamkeit-und-nachhaltigkeit-abgeklopft.

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