SDG-7 – 733 Millionen Menschen weltweit ohne Stromversorgung

Weltbank-Bericht: COVID-19 und Ukrainekrise verlangsamen Fortschritte auf dem Weg zum universellen Energiezugang

COVID-19 hat die Fortschritte auf dem Weg zu einem universellen Zugang zu Energie entscheidend verlangsamt. Weltweit haben immer noch 733 Millionen Menschen keinen Zugang zu Elektrizität, und 2,4 Milliarden Menschen kochen immer noch mit gesundheits- und umweltschädigenden Brennstoffen. Bei den derzeitigen Fortschritten werden bis 2030 noch 670 Millionen Menschen ohne Strom sein – 10 Millionen mehr als im letzten Jahr prognostiziert. Das stellt die Ausgabe 2022 von Tracking SDG 7: The Energy Progress Report („SDG 7 im Blick: Fortschrittsbericht Energie“) fest. weiterlesen…

BDEW: Kohleausstieg 2030 nach wie vor möglich

Oder doch nicht? Kohle vor Klima?

Selbst der grüne Wirtschaftsminister zieht die Energiesicherheit dem Klimaschutz vor: Angesichts des Überfalls Russlands auf die Ukraine kommen erste Stimmen auf, die den Kohleausstieg verschieben wollen. „Nicht notwendig, stellt die Energiewirtschaft in einer aktuellen Analyse klar“, schreibt Sven Ullrich am 01.03.2022 lakonisch auf Erneuerbare Energien. Er meint den Branchenverband BDEW. Solarify dukumentiert dessen Lagebericht unter dem Titel: „Deutsche Energiewirtschaft: Verantwortung für Versorgungssicherheit“. weiterlesen…

Flexibilitätswende

Einbindung industrieller Energiesysteme in regionale Strommärkte zur Stabilisierung des Stromnetzes

Damit Verbraucher und Industrie möglichst schnell mit immer größeren Anteilen von Wind- und Solarstrom versorgt werden können, muss das deutsche Energiesystem flexibler werden. Das geht nicht ohne die Industrie. Als einer der größten Energiekunden sollte sie künftig mit ihrem Bedarf aber auch mit der Bereitstellung und Speicherung von Energie aktiv und flexibel an den Energiemärkten handeln. Wie das geht und wie sich das lohnen kann, erforscht, erprobt und verwirklicht angewandte Forschung der Berliner Gesellschaft zur Förderung angewandter Informatik (GFaI) aus der Zuse-Gemeinschaft. weiterlesen…

Bundesrechnungshof kritisiert BMWi wegen Energiewende

„Unzureichende Steuerung“ – BEE: Rechnungshof-Argumente „nicht zielführend“

Der Bundesrechnungshof kritisiert in einem neuen Bericht das Bundeswirtschaftsministerium hart für seine teils „zu optimistischen und teils unplausiblen“ Annahmen bei der Versorgungssicherheit. Zudem habe sich Altmaiers Haus immer noch nicht festgelegt, was es „unter einer preisgünstigen Stromversorgung versteht“. Nach dem Bundesrat schlägt nun auch der Bundesrechnungshof in die gleiche Kerbe: Die Deckelung der EEG-Umlage zu Jahresbeginn mit den Einnahmen aus der nationalen CO2-Bepreisung sei noch längst keine Energiepreisreform. Beobachter sprechen von einer kräftigen „Watschn“ (so Sandra Enkhardt auf pv magazine). weiterlesen…

„Der Energiewende einen bedeutenden Schub verleihen“

Altmaier diskutiert mit EU-Kollegen über Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Energiesektor

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat am 28.04.2020 in einer informellen Videokonferenz der EU-Energieminister über die Corona-Pandemie und ihre Auswirkungen auf den Energiesektor gesprochen. Weiter im Mittelpunkt stand die Energieversorgungssicherheit und das Bekenntnis aller zum Green Deal der EU. weiterlesen…

Fit für die Energiewende?

Studie untersucht Flexibilität der Grundstoffindustrie in Bezug auf Stromangebot

Die Grundstoffindustrie, wie zum Beispiel Glashersteller oder Zementwerke, benötigt gut die Hälfte des industriellen Strombedarfs in Deutschland. Eine Studie unter Beteiligung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) zeigt Möglichkeiten auf, wie dieser Industriezweig seinen Stromverbrauch dem zeitlichen und örtlichen Angebot anpassen und damit Schwankungen bis hin zur sogenannten Dunkelflaute überbrücken kann. Angesichts des großen Energiebedarfs ist die Flexibilisierung dieses Industriesektors eine wichtige Stellschraube für ein stabiles Stromnetz mit einem angestrebten hohen Anteil an erneuerbarer Energie. Die Studie entstand im Rahmen des Kopernikus-Projektes SynErgie (siehe: solarify.eu//kopernikus-mammut-energie-forschungsprojekt) und wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. weiterlesen…

EU-Vorschlag verfehlt Ziel

cep-Analyse der Regulierungspläne für EU-Strommarkt

Die Reform der EU-Energieagentur ACER (Agency for the Cooperation of Energy Regulators) und die Schaffung weiterer Einrichtungen sollen die Regulierung der grenzüberschreitenden Stromnetze und des Stromgroßhandelsmarktes verbessern. Nach Einschätzung des , eigenen Angaben zufolge „der europapolitische Think Tank der Stiftung Ordnungspolitik“, verfehlen die von der EU-Kommission vorgeschlagene Reform der EU-Energieagentur ACER und die Schaffung weiterer Einrichtungen ihr Ziel und sind unverhältnismäßig. Solarify dokumentiert in Auszügen. weiterlesen…

„Taten statt warten“

Klimaschutz: Greenpeace veröffentlicht Abschaltplan für Kohlekraftwerke

Wenn es um Ankündigungen für den Klimaschutz gehe, gebe Angela Merkel gern die Vorreiterin. Doch bei der Umsetzung hapere es. Nun leistete Greenpeace „Hilfestellung“ und legte mit einer Studie von Energy Brainpool einen detaillierten Abschaltplan vor, der Kraftwerk für Kraftwerk vorzeichnet, wie Deutschland bis 2030 aus der Kohle aussteigen und die Klimaziele erreichen kann – ohne dabei die Versorgungssicherheit zu gefährden. weiterlesen…

Regierung: „Stromversorgung ist sicher“

Fünfter Monitoring Bericht „Energie der Zukunft“

Die Stromversorgung in Deutschland ist sicher. Diese Feststellung trifft die Bundesregierung in ihrem als Unterrichtung (18/10708) vorgelegten fünften Monitoring Bericht „Energie der Zukunft“. Die Energienachfrage sei jederzeit gedeckt, so dass ein hohes Maß an Versorgungssicherheit gewährleistet sei. „Auch im internationalen Vergleich gehört Deutschland mit einer konstant sehr hohen Versorgungsqualität zur Spitzengruppe“, heißt es weiter. Wichtigste Stromquelle sind inzwischen die erneuerbaren Energien, deren Anteil bei 31,6 Prozent am Bruttostromverbrauch liegt. weiterlesen…

DEBRIV: „These, Strom aus Großkraftwerken verstopfe Stromleitungen, nicht haltbar“

Bedeutung der synchronisierten Erzeugung für die Versorgungssicherheit

In einer Pressemitteilung des Bundesverbandes Braunkohle (DEBRIV) versucht dessen Sprecher George Milojcic die These zu widerlegen, Strom aus Großkraftwerken verstopfe die Stromleitungen: Wind- und PV-Anlagen bräuchten verlässliche Partner. Ohne synchronisierte Stromerzeugungsanlagen könnten die witterungsabhängigen Wind- und PV-Anlagen nicht betrieben werden. Ein jederzeit verfügbarer und regelbarer Kraftwerkspark müsse bereit stehen, wenn die Sonne nicht scheine und der Wind nicht wehe. Auch bei hohem Wind- und PV-Stromangebot könne eine sichere Stromversorgung nur mit synchronisierten Erzeugungsanlagen gewährleistet werden. Dafür ständen die Begriffe Systemdienstleistung und Mindesteinspeisung. Der Betrieb von Kohlen- und Gaskraftwerken sei also aus zwei Gründen unverzichtbar. weiterlesen…