Kann ein CO2-Preis nachhaltige Entwicklung finanzieren?


CO2-Bepreisung kann für viele Länder geeignetes Mittel sein, um SDGs teilweise zu finanzieren

von Ottmar Edenhofer mit Max Franks – mit freundlicher Genehmigung von Lutz Meyer, Fullberry Foundation
Ottmar Edenhofer, Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change, untersucht gemeinsam mit Max Franks, PIK, in einem Buchbeitrag (“Deutschlands neue Verantwortung“) inwieweit ein Preis für CO2-Emissionen die Finanzierung der Sustainable Development Goals finanzieren kann. Ausgehend von den zwei großen Übeln Armut und Klimawandel kommen sie zu dem Schluss, dass die Ziele des Pariser Klimaabkommens mit den bisher vorgelegten freiwilligen Beiträgen nicht erreicht werden können. Sie zeigen aber, dass ein CO2-Preis, entweder als Steuer oder als Emissionshandel auch jenseits der Klimapolitik erhebliche Vorteile bieten. Ihre Analyse lotet die Grundlage dafür aus, dass Nationalstaaten bereit sind, die CO2-Preise schrittweise anzuheben. Langfristig müssten diese nationalen CO2-Preise konvergieren, um den Trans­formationsprozess zu ermöglichen, den das Abkommen von Paris als Ziel formuliert. Sie gehen zunächst von einem CO2-Preis aus, der es noch mit hohe Wahrscheinlichkeit ermöglichen Würde, die Pariser Zwei-Grad-Grenze einzuhalten. weiterlesen…

Mehr als 40 Staaten mit Fortschrittsberichten


UNO-Konferenz zur Umsetzung der Agenda 2030

Bei der diesjährigen Umsetzungskonferenz zu den UN-Nachhaltigkeitszielen (High Level Political Forum on Sustainable Development) haben am 20.07.2017 mehr als 40 Staaten ihre Fortschrittsberichte vorgelegt – deutlich mehr als im vergangenen Jahr. Darunter waren auch Indien, Japan und Brasilien. Das zeigt ein wachsendes Interesse der Staaten an der Umsetzung der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung, der Agenda 2030 – so eine gemeinsame Pressemitteilung von BMUB und BMZ. Deutschland hat demnach seinen ersten Fortschrittsbericht bereits letztes Jahr vorgestellt. weiterlesen…

IASS-Programm bis 2021


Energiewende, Klimapolitik und Umsetzung der SDGs im Mittelpunkt der Forschungsarbeit

Die wissenschaftlichen Direktoren Mark Lawrence, Patrizia Nanz und Ortwin Renn haben bei der Mitgliederversammlung am 24.10.2016 das Forschungsprogramm des Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) in Potsdam für den Förderzeitraum vom 01.01.2017 – 30.06.2021 vorgestellt. Die Versammlung stimmte dem Forschungsprogramm des neuen wissenschaftlichen Führungsteams, das im Frühjahr 2016 seine Arbeit aufnahm, zu. weiterlesen…

Handlungsbedarf: SDG Index & Dashboards


Ein globaler Bericht des Sustainable Development Solutions Network (SDSN) und der Bertelsmann Stiftung

SDSN logoDas globale Sustainable Development Solutions Network (SDSN) und die Bertelsmann Stiftung, Mitgliedsorganisation von SDSN Germany, haben am 20.07.2016 eine Studie mit dem Titel „SDG Index & Dashboards“ vorgelegt. Die Länderrankings wie auch die Dashboards in Ampelfarben – rot, gelb, grün – zeigen anhand von Kernindikatoren erstmals, in welchem Umfang die im September 2015 von den Staats- und Regierungschefs der Welt beschlossenen 17 Ziele nachhaltiger Entwicklung (Sustainable Development Goals; SDGs) in 149 Ländern, reicheren wie ärmeren, derzeit erreicht werden und wo die größten Handlungsbedarfe bestehen. weiterlesen…

SDGs: Deutschland stellte sich auf Prüfstand


Globale Nachhaltigkeitsziele: Bundesregierung berichtete bei UNO-Nachhaltigkeitsforum über erste Umsetzungsschritte

Sustainable Development Knowledge PlatformDie Bundesregierung legte am 19.07.2016 Rita Schwarzelühr-Sutter - PSTin_BMUB - Foto © Gerhard Hofmann_Agentur Zukunftden ersten deutschen Bericht zur Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele vor. Präsentiert wurde der Bericht vor dem Nachhaltigkeitsforum der Vereinten Nationen in New York von der Parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Rita Schwarzelühr-Sutter, Thomas Silberhorn - Foto © CSU.deund dem Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesentwicklungsministerium, Thomas Silberhorn. Deutschland gehört damit zu den ersten Staaten, die Rechenschaft über die Umsetzung der 2015 beschlossenen Ziele ablegen. weiterlesen…

“Kommt ein Mann zum Arzt…”


Jeffrey Sachs bei der Mercator Climate Lecture 2016 in der TU Berlin

Jeffrey Sachs bei Mercator Climate Lecture 2016 in TU Berlin - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für Solarify“Kommt ein Mann zum Arzt und lässt sich untersuchen. Danach sagt der Arzt: ‘Ich habe eine schlechte und eine ganz schlechte Nachricht für Sie.’ Darauf der Patient: ‘Ich möchte zuerst die schlechte Nachricht hören’. Der Arzt: ‘Sie haben noch 72 Stunden zu leben.’ Der Mann: ‘O Gott! Was aber kann schlechter sein als das?’ Der Arzt: ‘Wir versuchen Sie schon seit Tagen zu erreichen…'” Der Direktor des Nachhaltigkeitsnetzwerks der Vereinten Nationen (UNSDSN) und des Earth Institute an der Columbia University fuhr fort: “Das beschreibt unsere Situation als Wissenschaftler: Wir versuchen seit jetzt bereits 20 Jahren, Sie zu erreichen…” weiterlesen…

SDG-Umsetzung muss Tagesgeschäft werden


Nachhaltigkeitsziele dürfen vor Flüchtlingskrise nicht in den Hintergrund geraten

Die Umsetzung der im vergangenen Jahr verabschiedeten nachhaltigen Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) muss zum Tagesgeschäft werden. In dieser Forderung waren sich die zu einer öffentlichen Anhörung des Parlamentarischen Beirats für nachhaltige Entwicklung geladenen Experten einig. Gleichzeitig betonten sie, die derzeitige Flüchtlingsproblematik dürfe die Debatte um die nachhaltige Entwicklung nicht in den Hintergrund drängen. Siehe auch: solarify.eu/sdgs-auf-wirksamkeit-und-nachhaltigkeit-abgeklopft. weiterlesen…

UN vereinbarten Nachhaltigkeitsziele


17 Ziele – 169 Unterziele

Die Vollversammlung der Vereinten Nationen hat am 25.09.2015 die sogenannten Nachhaltigkeitsziele (SDGs) verabschiedet. Die sollen zunächst Hunger und extreme Armut auf der ganzen Welt beseitigen. Schon die sogenannten Milleniumsziele aus dem Jahr 2000 sollten die Welt verändern – ein bisschen haben sie das auch geschafft: Immerhin wurde die extreme Armut auf der Welt halbiert. Jetzt beschreiben die sogenannten Nachhaltigen Entwicklungsziele den weiteren Weg: 17 mit 169 Unterzielen (siehe unten). Bis 2030 will die Weltgemeinschaft diese Ziele erreichen, die UN-Mitgliedsstaaten vereinbarten im Rahmen des New Yorker Gipfels eine entsprechende Selbstverpflichtung. Solarify dokumentiert die 17 Ziele und die 169 Unterziele (letztere in Englisch). weiterlesen…

SDGs: UN setzen auf Erneuerbare Energien


Bundesverband Erneuerbare Energie zu UN-Nachhaltigkeitszielen

„Erneuerbare Energien sind der einzige Weg zu weltweitem Wirtschaftswachstum bei gleichzeitigem Klimaschutz“, sagt BEE-Geschäftsführer Hermann Falk. „Die von der UN-Generalversammlung beschlossenen Nachhaltigkeitsziele sind deshalb Meileinsteine für den Einklang von Wirtschaft und Umweltschutz.“ weiterlesen…

Schlechte Noten für reiche Länder


Bertelsmann-Studie vor UN-Sondergipfel: Industriestaaten laufen Gefahr, die neuen Nachhaltigkeitsziele zu verfehlen

Durch die Millenniumsziele ist es gelungen, in vielen Entwicklungsländern spürbare Fortschritte zu erzielen. Wenn die Vereinten Nationen jetzt die neuen globalen Nachhaltigkeitsziele ab 2016 verabschieden, sind erstmals auch die Industriestaaten gefordert, diese Vorgaben zu verwirklichen. Doch die weltweit erste Bestandsaufnahme im Rahmen einer Studie der Bertelsmann-Stiftung zeigt: Die meisten Industrienationen sind weit davon entfernt, als Vorbilder für eine nachhaltige Entwicklung zu dienen. weiterlesen…