Digitales und Kreislaufwirtschaft

Konzeptioneller Rahmen

Jüngste Studien haben sich dafür ausgesprochen, dass digitale Technologien (DTs) den Übergang vom linearen Wirtschaftsmodell zum Kreislaufwirtschaftsmodell (CE) positiv beeinflussen und Unternehmen bei der Umsetzung von Kreislaufstrategien unterstützen können. Trotz dieser allgemeinen Aussage wird in der Literatur immer noch übersehen, wie Unternehmen verschiedene digitale Technologien der Industrie 4.0 über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg anwenden sollten, um CE-bezogene Strategien zu operationalisieren. Um diese Lücke zu schließen, wird in einem Beitrag in MDPI Sustainability („Untersuchung, wie digitale Technologien eine Produkt-Kreislaufwirtschaft ermöglichen„) ein konzeptioneller Rahmen vorgeschlagen, der die DTs im Hinblick auf die Operationalisierung von CE aus der Perspektive des Produktlebenszyklus untersucht. weiterlesen…

Digitalisierung erhöht Stromverbrauch

Stromverbrauch steigt mit fortschreitender digitaler Transformation

Die digitale Transformation weckt Hoffnung auf IKT-gestützten Klimaschutz und eine verbesserte Energieeffizienz in der Produktion. Allerdings verbrauchen Informations- und Kommunikationstechnologien Energie, und daher rücken mögliche nachteilige Auswirkungen auf die Umwelt zunehmend in den Vordergrund. Eine Analyse des ZEW Mannheim und der Universität Göttingen von mehr als 28.700 deutschen Unternehmen liefert neuste Erkenntnisse zur Beziehung zwischen dem Einsatz von digitalen Technologien und Energieverbrauch im verarbeitenden Gewerbe. weiterlesen…

Ungleichheiten können nachhaltige Entwicklung gefährden

Digitalisierung der Industrie

Mit dem UN-Nachhaltigkeitsziel 9 will die Staatengemeinschaft eine nachhaltige Industrie und Infrastruktur fördern. Die Digitalisierung kann den Marktzugang und die Positionierung von Unternehmen in nachhaltigen Wertschöpfungsketten beeinflussen. Wenn aber einzelne Länder oder auch bestimmte Sektoren bei der digitalen Entwicklung abgehängt werden, gibt das Anlass zur Sorge. Eine am 28.11.2022 publizierte Untersuchung des Potsdamer Institute for Advanced Sustainability Studies Potsdam e.V. (Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung, IASS) vermittelt Einblicke in das Ausmaß von Ungleichheiten beim Einsatz digitaler Technologien. weiterlesen…

Digitale Ökonomie nicht auf Pariser 1,5-Grad-Pfad

Report „Digital Reset“ skizziert Chancen nachhaltiger Digitalisierung und fordert grundlegende Neuausrichtung digitaler Technologien

Die Zukunft ist digital – aber die digitale Ökonomie trägt aktuell nicht dazu bei, das die im Rahmen der Pariser Klimakonferenz COP21 2015 festgelegte 1,5-Grad-Grenze nicht überschritten wird. Das droht nämlich, so der Bericht „Digital Reset“ des Expertengremiums „Digitalization for Sustainability“, ein Projekt der TU Berlin und des Einstein Center Digital Future. weiterlesen…

Die Zukunft der Energieversorgung in einem Studiengang

Interdisziplinäre Vorbereitung

Dekarbonisierung, Digitalisierung, Dezentralisierung, Demographie (4D) – unter diesen Schwerpunkten diskutieren Industrie und Forschung den Klimawandel und seine Folgeerscheinungen. Die Hochschule München (mit 18.000 Studierenden eine der größten Hochschulen für angewandte Wissenschaften Deutschlands) vereint die Lehre zu den vier Megatrends im neuen berufsbegleitenden Masterstudiengang „4D – Moderne Energiesysteme und Mobilität“ – so eine Medienmitteilung vom 19.05.2021. weiterlesen…

Lese-/Hörhinweis: „Von der Zukunft des homo sapiens“

„Anmerkungen zur Automatisierung“ – von Mathias Greffrath

„Homo sapiens hat die Hand durch das Werkzeug verstärkt, das Werkzeug zur Maschine entwickelt, seine Sinne durch Sensoren erweitert; zunehmend überlässt er nun die geistige Arbeit den Computeralgorithmen, die bereits die organisierenden, kreativen, musischen Tätigkeiten übernehmen. Durch diese sozio-technische Evolution stieg in Jahrtausenden die Macht der Gattung über die Bedingungen des Überlebens in einer feindlichen Umgebung. Das Leben wurde sicherer und komfortabler – aber die Verfügung des einzelnen Exemplars Mensch über die Bedingungen seines Lebens schrumpft“, so der Einleitungstext auf der Internetseite des Deutschlandfunks zu einem am 02.05.2021 im Dlf wiederholten Essay (Erstsendung: 22.11.2020) von Mathias Greffrath unter dem Titel „Anmerkungen zur Automatisierung – Von der Zukunft des homo sapiens“. weiterlesen…

Halbes Klimaziel mit Digitalisierung erreichbar

Bitcom: Bis zu 120 Megatonnen CO2 bis 2030 im besten Fall einsparbar

Digitale Technologien können fast die Hälfte dazu beitragen, dass Deutschland seine Klimaziele bis zum Jahr 2030 erfüllt, sagt eine am 24.11.2020 veröffentlichte Untersuchung des Digitalverbands Bitkom, den BSW-Solar weiterverbreitet. Ihr zufolge kann der CO2-Ausstoß durch den gezielten und beschleunigten Einsatz digitaler Lösungen in zehn Jahren um 120 Megatonnen reduziert werden. Das entspricht fast jeder zweiten Tonne dessen, was Deutschland noch einsparen muss, um die selbstgesteckten Klimaziele zu erreichen. weiterlesen…

Sprung nach vorn bei Schieneninvestitionen

Mehr für Bahnhöfe und Digitale Schiene

Deutschland fährt mit dem Bundeshaushalt 2021 seine lange vernachlässigten Investitionen in die Schieneninfrastruktur deutlich hoch. Dies ergibt die Auswertung des Haushaltsentwurfs für 2021 durch die Allianz pro Schiene. Den Regierungsentwurf hat das Bundeskabinett am 23.09.2020 verabschiedet. weiterlesen…

„Die heimliche Gegenreformation der Zentralwirtschaft“

Eurosolar-Kompendium geht mit Digitalisierung der Energiewende ins Gericht

„Die Energiewende wird weder an mangelnder Technik oder fehlenden Forschungsergebnissen scheitern, noch an ökonomischem Potenzial“, schreiben Claus Baumeister, und Axel Berg in ihrem soeben veröffentlichten „Kompendium zur Digitalisierung der Energiewende“. Es trägt den aufklärerischen Alternativ-Titel „Die heimliche Gegenreformation der Zentralwirtschaft“. Die Energiewende, so geht die Einleitung weiter, „könnte scheitern an einer durchgehenden Verhinderungsgesetzgebung, die gerade auf die Spitze getrieben wird. Die Digitalisierung darf nicht weiter missbräuchlich als ‚Vernetzung‘ interpretiert und damit die Dezentralisierung der Energiewirtschaft durch die Hintertür wieder zentralisiert werden. Die Energiewende ist vom Kopf auf die Füße zu stellen.“ Solarify dokumentiert das Papier. weiterlesen…

Studie: Digitalisierung gleich Klimaschutz? – Bislang Fehlanzeige

Wachsender IKT-Sektor, Rebound-Effekte und Wirtschaftswachstum erhöhen Energienachfrage

Die Digitalisierung gilt als Hoffnungsträger, um den globalen Energiebedarf zu verringern und damit zum Klimaschutz beizutragen. Bislang gibt es hierfür allerdings keine Belege. Ein neuer wissenschaftlicher Artikel von Digitalisierungsexperten des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) und der zeigt, dass sich dieser Trend bislang nicht einstellt. Im Gegenteil: Steigende Energieverbräuche des Informations- und Kommunikationstechnologie-Sektors (IKT) und höheres Wirtschaftswachstum konterkarieren eine Reduktion des Energiebedarfs. weiterlesen…