Blockchain

Blockchain-Technologien können das Geschäftsleben in vielen Bereichen verändern und in die Struktur des Internets eingreifen, die zurzeit von zentralen Plattformen geprägt ist. Eine Studie der Technologiestiftung Berlin beleuchtet die technologischen Möglichkeiten und die Perspektiven die sich daraus ergeben.

“Das Interesse an der Blockchain ist ungebrochen und nimmt laufend zu. Mittlerweile wird sogar von einer “Blockchain-Revolution” gesprochen, die unsere Welt verändern wird. Nüchtern betrachtet dürfte allerdings klar sein, dass hier auch ein gewisses Maß an Überschwang zu konstatieren ist”, schreibt der Vorstandsvorsitzende der Technologiestiftung Berlin, Nicolas Zimmer im Vorwort der Studie. Noch vor wenigen Monaten sei die Blockchain vor allem mit Kryptowährungen wie Bitcoin in Verbindung gebracht worden. Doch es werde immer deutlicher, dass auch viele andere Bereiche von ihr profitieren könnten: Die Blockchain ist im Kern eine Alternative zu Zertifikaten, staatlichen Registern und öffentlichen Beglaubigungen. Sie basiert auf dem Gedanken, dass die Wahrheit und Richtigkeit ihrer Informationen durch die Vielzahl der öffentlichen Kopien ihrer selbst innerhalb der Online-Community sichergestellt ist.

Sie ist also vor allem dort stark, wo vorhandene Strukturen das Vertrauen in die Richtigkeit von Transaktionen und Informationen nicht gewährleisten können. Dies dürfte ein Grund dafür sein, dass die Blockchain beispielsweise als Alternative zu Grundbüchern vor allem in Ländern, deren Verwaltung vor besonderen Herausforderungen steht, von besonderem Interesse ist. Aber sie kann auch, und das macht sie im wirtschaftlichen Kontext so attraktiv und disruptiv, als kostengünstigere Alternative zu komplexen Verfahren und Verträgen dabei helfen, Transaktionskosten erheblich zu senken.

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