Für solare Prozesswärme begeistern

Erste internationale Technologiebroschüre für solarthermische Prozesswärme veröffentlicht

Solare Prozesswärmetechnologien bieten großes Potenzial, die Abhängigkeit produzierender Unternehmen von konventionellen Energieträgern zu verringern und den CO2-Fußabdruck der Unternehmen etwa in der Textil-, Nahrungsmittel-, Getränke-, Papier- oder chemischen Industrie zu verbessern. Bereits mehr als 500 Investoren aus der Industrie vertrauen weltweit auf Prozesswärme aus Solarthermie, so eine Pressemitteilung des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar) vom 09.05.2017.

„Unternehmen, die etwas herstellen wissen oft nicht, dass sie die Sonnenwärme, die auf ihr Gebäude fällt unmittelbar für ihre Produktionsprozesse nutzen können“, sagt BSW-Solar-Geschäftsführer Jörg Mayer. „Wird ihnen bewusst, wie viel Energie und damit Geld sie sparen können, sind sie von der Technologie begeistert – aber dafür müssen sie diese meist erst kennenlernen.“ Genau darauf zielt das Projekt „Solar Payback“, in dem es Anwendungsfelder von Solartechnologien und Potenziale von solarer Prozesswärme in den Zielländern Brasilien, Indien, Mexiko und Südafrika zeigt.

Ein erster Schritt ist die jetzt veröffentlichte Broschüre „Solar Heat for Industry“, die auf Englisch und auf Spanisch wichtige Fakten, Daten und Zahlen zur solaren Prozesswärme in Bildern und Grafiken darstellt. Zufriedene Investoren kommen zu Wort, die Weltkarte der solaren Prozesswärme-Anbieter 2017 präsentiert die wachsende Anzahl von spezialisierten Systemlieferanten, und einfache Integrationsschemen erklären die grundsätzliche Nutzungsmöglichkeit der Sonnenwärme für Produktionsprozesse.

Neues BSW-Projekt „Solar Payback“ zeigt Anwendungsfelder von Solartechnologie bei industrieller Anwendung

Solar Payback wird vom BSW-Solar mit den deutschen Auslandshandelskammern, den lokalen Solarverbänden vor Ort sowie mit Unterstützung durch die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG), dem  Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) und Solrico, Agentur für Solarmarktforschung und internationale Kommunikation, durchgeführt. Solar Payback wird im Rahmen der Internationalen Klimaschutzinitiative vom BMUB gefördert. Es soll die Aufmerksamkeit der industriellen Anwender auf die Technologien erhöhen, den Markt für zukünftige Investitionen ebnen, sowie Geschäfts- und Finanzierungsmodelle für Projektentwickler, Energiedienstleister (ESCOs) und Finanzinstitutionen aufzeigen. Zu diesem Zweck werden zahlreiche Maßnahmen wie Trainings, Politikberatung und die Installation von Demonstrationsanlagen umgesetzt. Eine Potenzialstudie sowie ein Finanzierungstool soll das Interesse der Industriekunden in den Zielländern für Investitionen in solarthermische Prozesswärme wecken. Unternehmen können sich auf der zukünftigen Projekt-Website präsentieren.

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