Interaktive Seite zum CO2-Ausstoß in Europa

Utilitywise gibt mit interaktiver Europakarte Überblick über CO2-Bilanzen einzelner Staaten

Die Mannheimer Energieberatungsagentur Utilitywise Deutschland hat 19 europäische Städte auf ihren Energieverbrauch untersucht – der Pro-Kopf-Energieverbrauch zeigt, wie sehr sich die Städte in Hinsicht auf den Energieverbrauch unterscheiden. Und sie zeigt mit einer interaktiven Karte, welchen Einfluss ihre Energiepolitik jeweils auf die CO2-Emissionen der Ballungszentren hat. Darauf weist Nicole Weinhold in Erneuerbare Energien hin.

Der Pro-Kopf-Energieverbrauch in den großen europäischen Städten hänge aber auch vom Klima ab. Dabei schlage vor allem der Energieverbrauch für die Heizsysteme in skandinavischen Städten zu Buche. In Südeuropa trieben dagegen Klimaanlagen den Verbrauch in die Höhe. In Reykjavik, Stockholm und Helsinki liege der Energieverbrauch wegen der niedrigeren Temperaturen weit über dem europäischen Durchschnitt.

Auf der interaktiven Karte können Interessierte ablesen, in welchen Städten die umweltfreundlichsten und die CO2-bewusstesten Bürger leben, und dabei 19 europäische Städte sowie deren Pro-Kopf-Energieverbrauch vergleichen.

Abgesehen vom Klima sei ein zweiter maßgeblicher Faktor bezüglich des Energieverbrauchs in den Städten das jeweilige städtische Transportsystem. Einige Städte, wie London oder jetzt auch Paris, hätten trotz ihrer enormen Größe lange Zeit eine Anti-Auto-Politik unterstützt. Andere Städte, wie Kopenhagen und Amsterdam fürderten das Fahrradfahren als alternative Fortbewegungsart. Diese Bestrebungen und Maßnahmen hätten einen gravierenden Einfluss auf den Energieverbrauch der einzelnen Städte.

Utilitywise: “Letztendlich ist es wichtig, anzumerken, dass der Energieverbrauch und der CO2-Fußabruck nicht unbedingt miteinander zusammenhängen. Nordeuropäische Städte zum Beispiel verbrauchen enorm viel Energie, aber dennoch ist die Energie in diesen Ländern sehr oft erneuerbar, meistens geothermisch oder hydraulisch, oder wird sogar (wie in Oslo) aus Abfall gewonnen.

Auf der anderen Seite ist der Energieverbrauch in osteuropäischen Ländern wegen des langsameren wirtschaftlichen Fortschritts geringer. Dennoch ist die CO2-Bilanz in diesen Ländern höher, da die Energie meist aus überalterten Kohlekraftwerken gewonnen wird.”

In Deutschland (stellvertreten durch Berlin) werde für 2017 z.B. ein durch die gute Konjunktur bedingter erhöhter Stromverbrauch (+0,7 % gegenüber 2016) erwartet.  Neben der guten Konjunktur sei die verstärkte Zuwanderung seit 2015 ein weiterer Grund für den steigenden Energieverbrauch. Derzeit liege der Pro-Kopf-Energieverbrauch in Berlin bei 87,2 Gigajoule.

[note Nutzung der Karte: Man klickt auf eine Stadt seiner Wahl und erhält Infos zur Bevölkerung und zum durchschnittlichen Pro-Kopf-Energie-Verbrauch. Für die einzelnen Städte werden unterschiedliche Farben verwendet, um ihren unterschiedlichen Energieverbrauch hervorzuheben. Die Daten stammen aus vielen unterschiedlichen Quellen, einschließlich dem Konvent der Bürgermeister für Klima und Energie.]

->Quellen: