Öl- und Gasunternehmen wieder optimistisch

PWC-Umfrage: 60% erwarten Wachstum

Einer Umfrage von Price Waterhouse Coopers zufolge erwarten Öl- und Gaskonzerne zum ersten Mal seit 2014 wieder Wachstum. Rund 60 % der CEOs von Öl- und Gasunternehmen rechneten damit, dass die Weltwirtschaft in den kommenden zwölf Monaten wieder wachsen werde. 83 % der Befragten zeigten sich “recht oder sehr zuversichtlich”, dass ihr Unternehmen im kommenden Jahr mehr umsetzen werde.

Zum ersten Mal seit dem Einbruch der Rohölpreise im Jahr 2014 schauen die Öl- und Gas-Vorstandsvorsitzenden sehr positiv in die Zukunft. 60 Prozent von ihnen erwarten in den kommenden zwölf Monaten ein Wachstum der Weltwirtschaft. Das ist eines der Ergebnisse der 21. Umfrage „Annual Global CEO Survey“ der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC). (Wohlgemerkt vor dem befürchteten Handelskrieg USA-China-EU.)

Von den befragten CEOs geben 83 Prozent an, sie seien “recht oder sehr zuversichtlich”, dass ihr eigenes Unternehmen in den kommenden zwölf Monaten ein Umsatzwachstum verzeichnen wird. Bei der Frage, wie sich die Situation in den nächsten drei Jahren darstellt, zeigen sich noch mehr Führungskräfte optimistisch. 91 Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass ihr Konzern in den kommenden 36 Monaten reüssieren werde.

Norbert Schwieters, Leiter Energiewirtschaft bei PwC: „Die meisten Vorstände haben ihre Hausaufgaben gemacht, indem sie die Kosten deutlich reduziert haben. Da außerdem die größten Volkswirtschaften der Welt wieder auf den Wachstumspfad zurückkehren, gehen die CEOs davon aus, dass in der nahen Zukunft die Nachfrage nach Energieprodukten steigt.

Allianzen geben Unternehmen Tech-Schub

Zwar sind die meisten Vorstandsvorsitzenden der Ansicht, dass ihre Unternehmen organisch wachsen werden, doch setzen sie auch auf anorganisches Wachstum. 60 Prozent der CEOs gaben an, dass strategische Allianzen ihnen diesbezüglich weiterhelfen werden. Immerhin noch 39 Prozent der Befragten befürworten Fusionen und Übernahmen. Schon in der jüngeren Vergangenheit schmiedeten viele Unternehmen Allianzen, um das Risiko, aber auch das Wissen zu teilen, die Investitionskapazität in der gesamten Wertschöpfungskette zu erhöhen und die Unternehmensführung zu stärken. „Manche Firma aus der Branche hat sich aber auch mit Technologieunternehmen verbündet, um bei der Umsetzung digitaler Technologien wie zum Beispiel dem Internet of Things schneller voranzukommen“, sagt Nobert Schwieters.

Führungskräfte: Digitalprofis machen sich rar

Der technologische Wandel macht aber nicht am Bohrturm Halt, sondern betrifft auch das Back-Office, die Lieferkette, Strategie, Prozesse und die Unternehmenskultur. Ein Wandel letzterer ist von immanenter Bedeutung, um die Vorteile der digitalen Transformation wie zum Beispiel Kostenreduzierung und schnellere Entscheidungsprozesse vollauf nutzen zu können, aber auch um Digitaltalente anzulocken. Das ist den Vorstandsvorsitzenden durchaus bewusst: 85 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass in ihren Unternehmen neben den IT-Fähigkeiten auch die so genannten Soft Skills gestärkt werden müssen. Zwar sind die CEOs mit Blick auf die wirtschaftliche Lage insgesamt positiv gestimmt, doch ein Punkt bereitet ihnen Kopfzerbrechen: der Kampf um die klugen Köpfe. 67 Prozent sorgen sich darum, dass nicht genügend junge Digitalprofis auf dem Arbeitsmarkt zu finden sein werden.

->Quelle: pwc.de/oel-und-gasunternehmen-blicken-optimistisch-in-die-zukunft