Windenergie zuverlässige Leittechnologie der Energiewende

BWE: “Sicherheitsstandards werden kontinuierlich weiterentwickelt”

Die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP zum Thema Anlagensicherheit zeige, dass die Windenergie die zuverlässige Leittechnologie der Energiewende ist. Wenn die Standards für Errichtung und Betrieb geordnet und mit dem Blick auf Nachhaltigkeit weiterentwickelt würden, werde der Ausstieg aus der fossilen und atomaren Energie zu einem Gewinn für die ganze Gesellschaft, heißt es in der Pressemitteilung des Bundesverbandes WindEnergie (BWE) am 20.08.2018.

„Eingebettet in ein umfassendes Korsett aus Prüfung und Überwachung sind sowohl der Bau als auch der Betrieb von Windenergieanlagen grundsolide organisiert. Gerade die Vielzahl von Prüfungen, die von einem Netz hochspezialisierter Sachverständiger vorgenommen werden und die sich über den gesamten mindestens 20-jährigen Lebenszyklus der Anlagen erstrecken, machen Windenergieanlagen zu den sichersten Bauwerken in der vom Menschen geprägten Landschaft. Kommt es in wenigen Einzelfällen trotzdem zu Havarien, sind verlässliche Regelwerke für Feuerwehren und Einsatzkräfte vorhanden“, machte BWE-Geschäftsführer Wolfram Axthelm deutlich.

Windkraftanlagen würden in Deutschland auf Basis der Richtlinie des Deutschen Instituts für Bautechnik (DIBt) typengeprüft und genehmigt. Neben der Bauüberwachung und der Sicherheitsüberprüfung zur Inbetriebnahme müssten sich die Anlagen halbjährlichen Wartungen anhand der Wartungspflichtenhefte der Hersteller unterziehen. Hinzu kämen alle zwei bis vier Jahre wiederkehrende Prüfungen durch anerkannte Sachverständige. „Der BWE hält nichts davon, die gut etablieren Prüfungen auf sehr wenige Unternehmen zu konzentrieren. Stattdessen halten wir die Systematik nach welcher spezialisierte Sachverständige die Einzelkomponenten prüfen für sachgerecht und richtig“, so Wolfram Axthelm.

„Der hohe Standard der Anlagentechnologie sowie professionalisierte Service- und Wartungsunternehmen sichern für die fast 30.000 in Deutschland installierten Windenergieanlagen eine technische Verfügbarkeit von 98 Prozent. Im internationalen Vergleich setzt Deutschland mit seinen Anforderungen an die präventive Instandhaltung höchste Maßstäbe. Die Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion macht dies nun noch einmal als offizielle Drucksache des Deutschen Bundestages sichtbar, “ so Axthelm.

Auch bei der Entsorgung und Wiederverwertung von Windenergieanlagen sehe der BWE die Branche auf einem guten Weg. Einerseits ließen sich bereits 80-90 Prozent der Komponenten einer Windenergieanlage problemlos in bestehende Recyclingzyklen integrieren und wiederverwenden. Gleichzeitig arbeite die Branche intensiv daran, die Nachhaltigkeit auch am Lebensende einer Windenergieanlage weiter zu verbessern.

Wenn mit dem Ende der EEG-Förderzeiträume ab 2021 schrittweise wachsende Volumen recyclingfähiger Materialien zur Verfügung stünden, gebe dies auch Impulse für die Entsorgungsbranche. Insbesondere für Faserverbundstoffe, die auch im Automobilbau oder der Freizeitindustrie immer weitere Verbreitung fänden, deuteten Forschungsergebnisse künftig verbesserte Wiederverwertungsmöglichkeiten an. Bis diese großtechnisch wirtschaftlich seien, gebe es in spezialisierten Entsorgungsunternehmen heute schon umweltgerechte Wege.

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