Reallabor SINTEG als Transformationsmodell für Energiewende

Bareiß und Projektleiter wagen Rückblick zur Halbzeit

Während andernorts noch darüber diskutiert wird, wie Atom- und Kohleausstieg am besten zu bewerkstelligen seien, entwickeln die Projektpartner im Reallabor SINTEG konkrete Lösungen für eine nachhaltige, sichere und bezahlbare Stromversorgung. Das teilte das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie am 05.02.2019 mit. Im Rahmen einer Pressekonferenz aus Anlass der beginnenden Essener E-world energy & water nahmen Staatssekretär Thomas Bareiß und die Projektleiter der fünf „Schaufenster“ Lothar Ahle (DESIGNETZ), Prof. Werner Beba (NEW 4.0), Ulf Brommelmeier (enera), Markus Graebig (WindNODE) und Albrecht Reuter (C/sells) die Halbzeit des Reallabors zum Anlass für einen Rückblick auf die vergangenen zwei Jahre und einen Ausblick auf die anstehende Demonstrationsphase. Denn die entwickelten innovativen Lösungen der einzelnen Schaufenster werden nun vor Ort einem großflächigen Praxistest unterworfen.

In der Pressekonferenz zeigte Thomas Bareiß Verständnis dafür, dass die Energiewende für viele Menschen noch sehr abstrakt sei. Thomas Bareiß: „Deswegen ist es so wichtig, dass wir nicht nur mit Energieunternehmen, sondern auch mit Bürgern und Kommunen sowie mit gewerblichen und industriellen Großverbrauchern ins Gespräch kommen. Die Energiewende ist ein Transformationsprozess und ein spannendes Innovationsprojekt. Die Innovationen kommen dem Industriestandort Deutschland zugute.“

Hintergrund:
Im Förderprogramm „SINTEG: Schaufenster intelligente Energie – Digitale Agenda für die Energiewende“ fließen insgesamt rund 500 Millionen Euro in die Digitalisierung des Energiesystems. Mit mehr als 200 Millionen Euro fördert das BMWi diesen Transformationsprozess. Innerhalb der fünf Jahre Gesamtlaufzeit bis Ende 2021 läuft das vierjährige Reallabor in den fünf Schaufenstern lediglich bis Ende 2020.

Austausch hilft über Schaufenstergrenzen hinweg

SINTEG liefere hierfür anschauliche, weil konkrete Musterlösungen für das Energiesystem der Zukunft, so das BMWi. Denn diese produzierten die Experten in den fünf SINTEG-Modellregionen („Schaufenstern“) in ganz Deutschland. Seit Anfang 2017 arbeiten Partner aus mehr als 300 Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Kommunen an „Blaupausen“ für den großen Transformationsprozess Energiewende.

Die Projektleiter der fünf Schaufenster betonten, dass es einerseits wichtig sei, die Schaufenster in unterschiedlichen Regionen anzusiedeln, weil nur so die regional unterschiedlichen Fragen beantwortet werden könnten. Andererseits helfe der fachliche Austausch über die Schaufenstergrenzen hinweg, die Energiewende stets als integralen Transformationsprozess zu betrachten.

->Quellen: