Tesla mit neuem Antrag für Giga-Factory in Grünheide

Neues Design, weniger Wasserverbrauch

Die Trinkwasserversorgung ist nach Ansicht von Kritikern in Gefahr, wenn Tesla seine E-Auto-Fabrik in Grünheide in Brandenburg wie genehmigt baut. Das US-Unternehmen will deshalb nun laut Landesregierung die Pläne für einen niedrigeren Verbrauch vorlegen und einen neuen Antrag einreichen – so der rbb. Im geänderten Design soll die Fabrik deutlich weniger Wasser verbrauchen.

Der US-Elektroautobauer Tesla wird nach Angaben der Brandenburger Landesregierung einen neuen, geänderten Antrag für die Genehmigung seiner geplanten ersten Fabrik in Europa vorlegen. Darin seien wesentliche Dinge im Design der Anlage geändert, so dass damit auch ein deutlich reduzierter Wasserbedarf dargestellt werde, so Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) am 15.04.2020 im Wirtschaftsausschuss des brandenburgischen Landtags in Potsdam. “Damit wird es sogar zu einer erneuten Offenlegung der Unterlagen kommen.” Die abschließende Genehmigung erwartet Steinbach erst ab Oktober. Weil die Anträge so weitreichend verändert werden, müssten sie neu ausgelegt werden. Das bestätigte eine Sprecherin des Wirtschaftsministerium in Potsdam. Im laufenden Verfahren zur Genehmigung könnten noch Änderungen eingebracht werden.

Genehmigt werde der Bau laut Steinbach frühestens im Oktober. Der Fraktionsvorsitzende und wirtschaftspolitische Sprecher der Linken, Sebastian Walter, sagte dem rbb, die Nachricht sei durchaus überraschend gekommen. “Ich habe jetzt berechtigte Zweifel am Zeitplan”, sagte Walter mit Blick auf den geplanten Produktionsstart 2021. Tesla will in Grünheide (Oder-Spree) ab kommendem Jahr E-Autos bauen.

Auf der Baustelle selbst wird zunächst nicht weiter gearbeitet: Nachdem Tesla in den vergangenen Wochen bereits 90 Hektar Kiefernforst auf eigenes Risiko roden, den Mutterboden abbaggern und das Areal planieren ließ, wird die nächste vorzeitige Baumaßnahme warten müssen. Zwar hatte Tesla auch für das Anlegen des Fundaments schon einen “vorzeitigen Maßnahmenbeginn” beantragt. Dieser Antrag ist aber auf Wunsch des Autobauers selbst zunächst auf Eis gelegt, erklärte das Landesumweltministerium dem rbb. Ein Grund dafür: Die Pfahlgründungen für das Fundament finden sich nicht in der ursprünglichen Planung, die jetzt überarbeitet wird, wieder.

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