Was im kommenden Jahr alles nachhaltiger wird

“Grüne Änderungen” – eine Liste auf T-Online

Das Portal T-Online hat eine verdienstvolle Liste zusammengestellt, was alles – vom CO2-Preis über Plastikverbot und EEG – 2021 nachhaltiger wird. Beispiele: Neue Vorgaben für Investmentfonds, EEG-Umlage, Kfz-Steuer, neue Energieeffizienzklassen, Nachhaltigkeitsstrategie. Bis zur Überschreitung der 1,5-Grad-Grenze des Pariser Klimaabkommens sind es nur sieben Jahre – wenn wir so weitermachen wie bisher.

CO2 und Wasserdampf – Foto © Gerhard Hofmann für Solarify

Neue Vorgaben für Investmentfonds – Die EU will die Finanzwirtschaft stärker in die Pflicht nehmen, am Übergang ins nachhaltige Zeitalter mitzuwirken – etwa indem sie mehr Geld in Nachhaltigkeitsprojekte lenkt oder nachhaltigere Kredite bereitstellt. So sollen AnlageberaterInnen auf nachhaltige Geldanlagen hinweisen. Außerdem sollen Informationen zur Nachhaltigkeit in Verkaufsprospekten von Investmentfonds verpflichtend werden – aber wahrscheinlich erst bis Anfang 2022.

CO2-Preis für Energie und Verkehr – Jede Tonne CO2 wird ab Januar 2021mit einer Abgabe belegt, die soll bis 2025 sowohl Benzin und Diesel als auch Heizöl und Erdgas wachsend verteuern. Fossile Brenn- und Kraftstoffe sollen weniger attraktiv werden.

Die neue Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierungsoll in der ersten Jahreshälfte 2021 beschlossen werden und umfasst folgende Themenfelder:

  • Energiewende und Klimaschutz
  • Kreislaufwirtschaft
  • Nachhaltiges Bauen und Verkehrswende
  • Nachhaltige Agrar- und Ernährungssysteme
  • Schadstoffärmere Umwelt
  • Menschliches Wohlbefinden und soziale Gerechtigkeit

Verbot von Einwegplastik – Nach drei Jahren (vom Beschluss bis zur Umsetzung) kommt endlich das EU-weite Verbot von Einwegplastik ab dem 03.07.2021: Wattestäbchen, Besteck, Teller, Strohhalme, Rührstäbchen oder Stäbchen für Ballons. Ebenso verboten sind dann Getränkebecher und Lebensmittelbehälter aus Styropor. Verbraucher sollen stärker auf wiederverwendbare Verpackungen oder andere umweltfreundlichere Alternativen zurückgreifen.

EEG-Umlage – Die Umlage zur Förderung der Ökoenergien wäre 2021 von knapp 6,8 Cent auf fast 9,7 Cent gestiegen, hätte sie nicht der Staat auf 6,5 ct (2022 auf 6,0 ct) gedeckelt. Vorerst offen bleibt, ob durch den Deckel der Strompreis generell sinken wird: Vergleichsportalen zufolge werden die Preise wohl teils gesenkt (im Schnitt 1,8 bis 2,4%), teils erhöht (durchschnittlich 2,4 bis 4,6%).

Kfz-Steuer – Ab 2021 wird die Kfz-Steuer an Spritverbrauch und CO2-Ausstoß gekoppelt, aber nur für neue Autos. Die Steuer wird künftig stärker daran ausgerichtet, wie viel CO2 ein Fahrzeug ausstößt.

Neue Energieeffizienzklassen – Sie werden ab März 2021 für Elektrogeräte wie Kühlschränke, Geschirrspüler, Waschmaschinen und Fernseher A, B, C, D, E, F und G heißen (anstelle von A+++, A++, A+, A, B, C und D). Dafür werden andere Kriterien gelten – neben dem Stromverbrauch Reparaturfreundlichkeit und Umweltverträglichkeit.

Telekom, Vodafone und Telefónica grüner – Die Telekommunikationsunternehmen wollen Kohlestrom zunächst über den Kauf von Erneuerbaren-Zertifikaten ausgleichen – teils schon seit 2020. Allerdings wird kritisiert, dass weiterhin CO2 verursacht wird und sich insgesamt nur wenig ändert. Dezentraler Grünstrom wäre besser.