Bundesregierung startet “Wasserstoff-Kompass”

Projekt H2-Kompass soll Fortschritte und Handlungsbedarf bei H2-Innovationen anzeigen

Das und das haben den Startschuss für das Projekt „H2-Kompass“ als Grundstein für die Erarbeitung einer Wasserstoff-Roadmap gegeben. Ziel ist es, in einem breit angelegten Dialogprozess Daten und Fakten zu strukturieren und zu bündeln, um so Fortschritte bei Wasserstoffinnovationen aufzuzeigen. Der H2-Kompass soll transparent darstellen, wo es Innovationsfortschritte gibt, aber auch wo noch Handlungsbedarf besteht, um Hürden abzubauen und Innovationen schneller voranzutreiben. Das Projekt wird gemeinsam vom BMWi und BMBF mit 4,2 Millionen Euro gefördert und hat eine Laufzeit von zwei Jahren.

Wasserstoffbrennstoffzellen-Auto, Berlin – Foto © Gerhard Hofmann für Solarify

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek: „Unser Ziel ist es, ab 2045 klimaneutral zu wirtschaften. Dafür brauchen wir morgen und übermorgen neue Technologien, mit denen wir dieses ehrgeizige Ziel erreichen. Für mich ist klar: Das darf nicht auf Kosten unserer Wettbewerbsfähigkeit gehen – es muss stattdessen die Grundlage unseres künftigen Wohlstands sein. Deshalb setze ich mich mit ganzer Kraft dafür ein, dass wir wegweisende, innovative Wasserstofftechnologien entwickeln. Mit der Wasserstoff-Roadmap wollen wir herausarbeiten, wie wir den langfristigen Prozess bestmöglich gestalten können. Welche technologischen Hindernisse müssen wir überwinden? Welche ökologischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Effekte müssen wir beachten? Auf diese und weitere Fragen wird das Projekt H2-Kompass fundierte Antworten geben.“

Bundeswirtschaftsminister Altmaier: „Unser Ziel ist es, die Führungsrolle Deutschlands im Bereich Wasserstoff nachhaltig zu sichern und auszubauen. Forschung und Innovationen sind dabei die Basis für einen wettbewerbsstarken und klimaneutralen Technologiestandort Deutschland. Dafür werden wir eine langfristig ausgerichtete Wasserstoff-Roadmap vorlegen. Wir brauchen Innovationen und wir müssen dafür sorgen, dass Innovationen es vom Labor in die Anwendung schaffen. Hierzu kann das Projekte H2-Kompass einen wichtigen Beitrag liefern.“

Bis 2045 soll Deutschland klimaneutral werden. Grüner Wasserstoff, der mit erneuerbarer Energie hergestellt wird, ist hierfür ein Schlüsselelement. Mit seiner Hilfe lassen sich Industrie, Flug- und Schwerlastverkehr klimafreundlich gestalten. Wasserstoff als Energieträger zu etablieren und damit ein klimaneutrales Wirtschaften zu ermöglichen, ist eine der zentralen Aufgaben. Die Erzeugung von grünem Wasserstoff, aber auch die Wasserstoffverteilung und -speicherung sowie der Einsatz in Industrieprozessen und weiteren Anwendungsbereichen müssen aufgebaut werden und durch Innovation vorangetrieben werden. Hier setzt das zweijährige Projekt „H2-Kompass“, das BMBF und BMWi gemeinsam fördern, an. In einem breit angelegten und partizipativen Prozess werden alle Dimensionen einer künftigen Wasserstoffwirtschaft adressiert und ein daten- und faktenbasiertes Werkzeug zur Erstellung der Wasserstoff-Roadmap entwickelt. Sie wird die Innovationsschritte und Handlungsbedarfe transparent machen und zeigen, mit welchen Wasserstoff-Innovationen Deutschland zum Vorreiter einer wettbewerbsstarken und klimaneutralen Industrie wird. Das Projekt H2-Kompass ist Teil der Umsetzung der Nationalen Wasserstoffstrategie. Es wird vom BMBF und BMWi im Rahmen des 7. Energieforschungsprogramms gefördert.

Das Projekt „H2-Kompass“ wird durchgeführt von acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und von DECHEMA – Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V. Eng eingebunden ist dabei auch der Nationale Wasserstoffrat, den die Bundesregierung als Beratungsgremium zur Nationalen Wasserstoffstrategie eingesetzt hat sowie das Forschungsnetzwerk Wasserstoff mit rd. 1000 Mitgliedern aus Wirtschaft und Wissenschaft.

->Quelle: bmwi.de/Bundesregierung-startet-Wasserstoff-Kompass