VDE-Studie: Energiespeicher erst später relevant

Energiespeicher: für Energiewende kurzfristig nicht von hoher Bedeutung

  • Schwankungen der Einspeisung erneuerbarer Energien sind kurz- bis mittelfristig durch thermische Kraftwerke und Drosselung flexibel und wirtschaftlich auszugleichen
  • VDE empfiehlt intensivere Speicherforschung für die langfristige Zukunftssicherung des Stromversorgungssystems
  • Speichereinsatz ändert nichts an Dringlichkeit des Übertragungsnetzausbaus

Der Speicherbedarf in der Energiewende wird erst ab Anteilen erneuerbarer Energien (EE) von mehr als 40 Prozent signifikant. Die durch den EE-Ausbau hervorgerufenen Schwankungen können kurz- und mittelfristig größtenteils von einem flexiblen thermischen Kraftwerkspark und flexiblen Biomassenanlagen abgefangen werden. Auch auf den erforderlichen Übertragungsnetzausbau hat der Einsatz von Speichern kaum Auswirkungen. Das ist das Ergebnis einer Studie des VDE.
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Von Äpfeln und Birnen

Das Märchen vom teuren Ökostrom
Man kann entgegen dem Sprichwort Äpfel und Birnen sehr wohl miteinander vergleichen, solange man dabei nicht Entscheidendes verschweigt. Genau das tun aber die Ewig-Energie-Gestrigen bei ihren unverantwortlichen Preisvergleichen von herkömmlichen mit erneuerbaren Energien: „Milliardensubventionen“, „der Strompreis schnellt nach oben“, also: „Weg mit dem EEG!“ Greenpeace rechnet dagegen mit mehr als 300 Mrd. Förderung für Atom und fast 450 Mrd. Kohlesubventionen seit 1950. Wären die AKWs risikodeckend versichert (was keiner macht), würde eine Kilowattstunde 2,36 Euro kosten. Rechnete man die voraussichtlichen Kosten für Rückbau und Atommüll-Endlagerung in den Strompreis hinein, stiege eine einzige Kilowattstunde gar auf mehr als 60 Euro. weiterlesen…

Club of Rome: Thesen zum Thema Wachstum

Die Deutsche Gesellschaft Club of Rome hat (neue) Thesen zum Thema Wachstum veröffentlicht

Mit seinem ersten Bericht über die „Grenzen des Wachstums“ stieß der CLUB OF ROME 1972 eine Debatte an, die heute aktueller ist denn je. Auch der gerade erschienene jüngste Bericht an den CLUB OF ROME „2052 – A Global Forecast for the Next Forty Years“ leistet dazu einen Beitrag. Wir belasten das Ökosystem Erde erheblich stärker als dauerhaft möglich ist – mit irreversiblen und dramatischen Folgen. weiterlesen…

Tellerrand und Horizont verwechselt

Grundgesetz Artikel 5 garantiert jedem großen Geist und jedem Dummkopf im Lande gleichermaßen das Recht, seine Meinung frei herausposaunen zu dürfen, und jedem Blatt, sie zu drucken – sei sie noch so bekloppt. Und dieses Grundrecht muss mit Zähnen und Klauen verteidigt werden. Zum gleichen Grundrecht gehört die Gegenrede und sei sie so polemisch wie diese. Dem nicht näher genannten Schreiber einer Hauptstadt-Zeitung, auf der in diesem Fall zu Unrecht der Globus prangt, der die Zeilen ersann „Sonnenstrom-Weltrekord hat einen hohen Preis“ – „Summa summarum könnte ein satter Preisauftrieb zur Gefahr für Wirtschaft und Konsum werden“ wünschen Agentur Zukunft/Solarify einen der 370.000 im Bereich der Erneuerbaren Energien entstandenen Arbeitsplätze, gut dotiert und interessant. Vom verdienten Solargeld soll er sich ein Häuschen im Grünen angezahlt haben, davor der auf Raten gekaufte, halb abbezahlte Öko-Hybrid-Mittelklassewagen.
Nun trägt es sich zu, dass besagter Schreiber in unserer Versuchsanordnung mit seiner wohlfeil nachgeplapperten Lüge, es summierten sich „alle gezahlten und noch zu zahlenden Förderkosten für installierte Solaranlagen nach Schätzungen auf bis zu 100 Milliarden Euro“ Recht bekommt, und die Solarförderung (pro Durchschnitts-Stromkunde zwei Bier im Monat) wegfällt. In der Folge geht die Firma unseres Mannes in Insolvenz, er verliert den Job, sein Haus wird versteigert, weil er die Hypothek nicht mehr bedienen kann, das schöne Auto ist weg.
Das – wird unser Schreiber einwenden – sei ein an den Haaren herbeigezogenes Beispiel fern der Realität. So? Jedenfalls sei ihm ein leichtes Anheben des Kopfes empfohlen: Das mindert die Gefahr, den eigenen Tellerrand mit dem Horizont zu verwechseln, wie das ein gewisser Verbraucher-„Schützer“ ständig vorführt. In Wahrheit drückte die Photovoltaik den Tagesdurchschnittspreis an der Strombörse Epexspot auf  3,537 Cent pro Kilowattstunde; damit war in Deutschland der Strom für große Stromverbraucher, die weder Netzentgelte noch EEG-Umlage zahlen, günstiger als im Nachbarland Frankreich. Ausdrücklich wird hier mit Ekel, Abscheu und Empörung die auf dem Markt befindliche Unterstellung zurück gewiesen, Solar-Kritiker und Klimaleugner hierzulande stünden, wie vielfach in den USA, im Sold großer Energiekonzerne. Ausdrücklich. Mit Ekel. – Gerhard Hofmann weiterlesen…

Kohlendioxidfresser kryptogame Schichten

Mauerblümchen des Erdsystems
Algen, Flechten und Moose binden riesige Mengen Kohlendioxid und Stickstoff aus der Atmosphäre und beeinflussen so auch das Klima

In Städten sind Algen, Flechten und Moose meist nicht beliebt und werden oft von Dächern und Mauern entfernt. Sie nur als störend wahrzunehmen, tut den kryptogamen Schichten, wie der flächige Bewuchs wissenschaftlich bezeichnet wird, aber völlig Unrecht. Wie Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Chemie in Mainz jetzt herausgefunden haben, nimmt der meist unauffällig aussehende Bewuchs riesige Mengen Kohlendioxid und Stickstoff aus der Luft auf und fixiert diese an der Erdoberfläche. Er macht etwa die Hälfte der natürlichen Stickstofffixierung an Land aus und nimmt so viel Kohlendioxid auf, wie jährlich durch Waldbrände und Biomasseverbrennung entsteht. Die neuen Ergebnisse helfen dabei, globale Stoffkreislauf- und Klimamodelle zu verbessern, in denen die Kohlenstoff- und Stickstoffbilanz der kryptogamen Schichten bisher vernachlässigt wurde. weiterlesen…

Primärenergie

Primärenergie ist die Energie, die in der Natur vorkommt und noch keiner Umwandlung unterworfen ist. Hierzu zählen fossile Energieträger wie Stein- und Braunkohle, Erdöl und Erdgas oder Erneuerbare Energien (Sonnenenergie, Windkraft, Wasserkraft, Erdwärme, Gezeitenenergie). In Deutschland ist Mineralöl mit rund 40 % der wichtigste Energieträger, gefolgt von Gas mit rund 20 % und Steinkohle mit etwa 12 %. weiterlesen…

Transformator

Transformatoren werden zur Änderung der Stromspannung eingesetzt. Die Stromspannung muss zwischen Höchst-, Hoch-, Mittel und Niederspannungsnetzen auf das jeweils nachgeschaltete Netz geregelt werden. Der Transformator besteht vereinfacht aus einem geschlossenen Eisenkern mit einer Primärspule und einer Sekundärspule. Wird die Primärspule von › Wechselstrom durchflossen, entsteht im Eisenkern ein wechselndes Magnetfeld, das in der Sekundärspule eine Induktionsspannung erzeugt. weiterlesen…