Kämpferisches Schlusswort: “Wie sapiens ist der Homo?”

Robert Schlögl mahnt zum Ende der Leopoldina-Jahresversammlung

Ein “kämpferisches Schlusswort” (so Petra Ahne in der FAZ) hielt der Vizepräsident der Leopoldina und Chemiker Robert Schlögl bei der Jahresversammlung 2021, die am 24. und 25.09.2021 unter dem Thema „Biodiversität und die Zukunft der Vielfalt“ in Halle stand. Schlögl kritisierte, dass einige glaubten, der Homo sapiens stehe über der Biodiversität und könne sie manipulieren, aber “wir sind Teil des Systems, das wir untersuchen” – die Schöpfung schlage ja “brutal zurück”. Schlögl fragte schließlich, ob der Homo wohl so sapiens sei, wie er heiße: „Wir wissen, dass das gefährlich ist, was wir tun, und doch passiert nichts.“ Das bedeute auch: „Die Stimme der Wissenschaft ist zu leise.“ Das zu ändern sei nun Aufgabe aller Teilnehmer der Leopoldina-Jahresversammlung. Solarify dokumentiert das Schlusswort. weiterlesen…

Mit Net-Zero-Technologien CO2-Ausstoß reduzieren…

…und Effizienz verbessern

Die EU soll bis 2050 klimaneutral werden – über den European Green Deal und eine Abgabe auf CO2-Emissionen. Fraunhofer-Forschende unterstützen einer Medienmitteilung zufolge Unternehmen dabei, dafür auf Net-Zero-Technologien zu setzen. Diese führen zu einer deutlichen Verbesserung der Energieeffizienz und reduzieren den Ausstoß von CO2. weiterlesen…

KI-Tool beschleunigt Entdeckung neuer Materialien

Kombination aus künstlicher Intelligenz und menschlichem Wissen

Forscher der Universität Liverpool haben ein kollaboratives Werkzeug der künstlichen Intelligenz entwickelt, das den Zeit- und Arbeitsaufwand für die Entdeckung wirklich neuer Materialien verringert. Wie in Nature Communications berichtet wird, hat das neue Tool bereits zur Entdeckung von vier neuen Materialien geführt, darunter eine neue Familie von Festkörpermaterialien, die Lithium leiten. Solche Festkörperelektrolyte werden Schlüssel zur Entwicklung von Festkörperbatterien sein, die eine größere Reichweite und mehr Sicherheit für Elektrofahrzeuge bieten. Weitere vielversprechende Materialien befinden sich in der Entwicklung. weiterlesen…

Forschung für sichere Feststoffbatterien

Lithiummetall-Anode als zentrale Komponente und fester Elektrolyt

Feststoffbatterien können die Elektromobilität voranbringen. In einem neuen anwendungsorientierten Projekt namens ALANO (Alternative Anodenkonzepte für sichere Feststoffbatterien) befassen sich Partner aus Industrie und Forschung unter der Koordination der BMW AG mit Lithium-Batterien der nächsten Generation: Lithiummetall als Anodenmaterial und ein fester Elektrolyt ermöglichen, bei hoher Sicherheit die Energiedichte auf Zellebene zu erhöhen und damit die Reichweite von Elektroautos zu verlängern. weiterlesen…

21 Oberbürgermeister fordern Mobilitätswende als Priorität

Appell an kommende Bundesregierung

„Der Mobilitätswende Flügel verleihen!“, unter diesem Motto hat am 22.09.2021 der Dialog “Nachhaltige Stadt” des Rates für Nachhaltige Entwicklung unter Beteiligung von 21 Stadtoberhäuptern einen Appell an die kommende Bundesregierung veröffentlicht. Der Dialog “Nachhaltige Stadt” ist ein Projekt des Rates für Nachhaltige Entwicklung, das 2010 ins Leben gerufen wurde und in dem sich kommunale Entscheidungsträger parteiübergreifend austauschen. weiterlesen…

Biokraftstoff für Reisen zum Mond

Spanische Biofabrik verwandelt Bioabfälle in Energie, Biokraftstoffe, Biokunststoffe und Biodünger

Der spainsche Wasserversorger Aqualia stellte am 16.09.2021 das Projekt der Biofabrik in der Kläranlage von Guijuelo (Salamanca) vor, in der die Abfälle der Agrar- und Ernährungsindustrie zusammen mit dem Klärschlamm der Anlage in Energie, Biokraftstoffe, Biokunststoffe und Biodünger umgewandelt werden. Die 3.000 Tonnen Bioabfälle aus der lokalen Industrie, die in der Biofabrik behandelt werden, werden in genügend Biokraftstoff umgewandelt, um 50 Fahrzeuge anzutreiben, die bereits mit dem in der Kläranlage gewonnenen Biomethan in der Gemeinde unterwegs sind. Das gesamte Biokraftstoffproduktionspotenzial entspräche einer wöchentlichen Reise zum Mond. weiterlesen…

Forschungspolitische Empfehlungen zum chemischen Kunststoffrecycling

DECHEMA mit neuem Papier

Chemisches Recycling ist ein wichtiger Baustein beim Aufbau der Kreislaufwirtschaft und zur Erreichung von Treibhausgasneutralität. Doch damit die Verfahren industriell eingesetzt werden können, bleibt noch einiges zu tun. Der Verband der Chemischen Industrie (VCI), DECHEMA und PlasticsEurope Deutschland (PED) skizzieren in einem gemeinsamen Papier Wege zur Umsetzung und sprechen sich für eine gezielte Forschungsförderung im Zusammenhang mit Wasserstofftechnologien aus. weiterlesen…

Zukunft des chemischen Recyclings von Kunststoffabfällen

Zerlegung von Plastik in kleinere Moleküle als die ursprünglichen

Neue Forschungsarbeiten des College of Engineering der Cornell-Universität wollen laut einem Artikel von Syl Kacapyr auf der Webseite der Universität den Prozess des chemischen Recyclings vereinfachen – eine aufstrebende Industrie, die Abfallprodukte in natürliche Ressourcen zurückverwandeln könnte, indem sie Kunststoff in kleinere Moleküle zerlegt, als die, aus denen er ursprünglich hergestellt wurde. Die Cornell-University in in Ithaca, New York, ist eine von acht Universitäten der Ivy Leage und eine der renommiertesten der Welt. weiterlesen…

Europäische Glas-Glas-PV-Module besonders klimafreundlich

40 Prozent weniger CO2

In einer am publizierten Untersuchung haben Forscher des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE errechnet, dass in der Europäische Union hergestellte Silicium-PV-Module 40 Prozent weniger CO2 erzeugen als Module chinesischer Produktion. Mithilfe einer Lebenszyklusanalyse verglich das Forschungsteam die CO2-Fußabdrücke monokristalliner Solarmodule deutscher, europäischer und chinesischer Herstellung. Dabei fanden sie auch heraus, dass Glas-Glas-Module im Vergleich zu PV-Modulen mit Rückseitenfolien unabhängig von ihrem Produktionsstandort eine zusätzliche Emissionsreduktion von 7,5 bis 12,5 Prozent ermöglichen. weiterlesen…

Aus für Palmöl

Bundesregierung beschließt Ende ab 2023

Ab 2023 werden in Deutschland Biokraftstoffe aus Palmöl nicht mehr gefördert. Das Bundeskabinett hat laut einer Medienmitteilung aus dem BMU am 22.09.2021 die entsprechende Änderung der Bundesimmissionsschutzverordnung beschlossen. Anstelle des Palmöls fördert der Bund künftig fortschrittliche Biokraftstoffe aus Abfall- und Reststoffen über eine Mindestquote. Diese Quote steigt bis 2030 stufenweise auf 2,6 Prozent an. Der Anteil von Biokraftstoffen aus Nahrungs- und Futtermitteln an der Treibhausgasminderungs-Quote hingegen darf die Obergrenze von 4,4 Prozent nicht überschreiten. (Foto: Ölpalme – © beyza poyraz, unsplash) weiterlesen…