Pflanzen können wohl mehr CO2 speichern als gedacht

Bisherige Modellrechnungen zu simpel

Pflanzen können einer Untersuchung zufolge mehr CO2 speichern als angenommen. ForscherInnen aus Australien glauben, dass bisherige Modellrechnungen zu simpel sind und wichtige biologische Prozesse außer Acht lassen. In Science Advances hat das Team seine Berechnungen open access veröffentlicht. Sie berücksichtigten, wie sich das CO2 durch das Innere der Blätter bewegt, wie sich Pflanzen an verschiedene Temperaturen anpassen und Nährstoffe in den Blättern verteilt werden. weiterlesen…

Katalysatoren aus dem Labor gegen Treibhausgase

Internationales Team mit Mülheimer Beteiligung publiziert Erkentnisse in Science

Erdgas, das viele von uns zum Heizen, Kochen oder Betanken des eigenen PKW nutzen, besteht aus leichten Kohlenwasserstoffen wie Methan und Ethan, starke, schwierig zu lagernde Treibhausgase. WissenschaftlerInnen der beiden Mülheimer Max-Planck-Institute (MPI für Kohlenforschung und MPI für Chemische Energiekonversion) ist es nun gelungen, die Gase mit einem neuen Katalysator in den Griff zu bekommen. Die Ergebnisse hat das Forscherteam am 07.11.2023 in Science veröffentlicht. weiterlesen…

Wuppertal-Institut: Hürden für nachhaltiges Leben in Deutschland?

Zwischen Wunsch und Realität – Circular-Economy-Studie zu Umweltbewusstsein und Verhalten?

Was steckt hinter dem viel genutzten Schlagwort Nachhaltigkeit: Wie umweltschonend lebt Deutschland – und warum? Diese und weitere Fragen hat das Portal Kleinanzeigen (früher „Ebay“) mit wissenschaftlicher Begleitung des Wuppertal Instituts untersucht. Quer durch alle Bundesländer und Altersschichten zeigt sich: Oft ist der Wunsch, nachhaltig zu leben, größer als die Wirklichkeit. weiterlesen…

300 Mal zum Mond und zurück

Oceana fordert Getränke- und Abfüllunternehmen zur Rettung der Ozeane auf

Ein Bericht, der am 14.11.2023 veröffentlicht wurde, unterstreicht den dringenden Bedarf an wiederverwendbaren Getränkeverpackungen als Lösung für die globale Plastikkrise. Bereits ein Anstieg von 10 Prozentpunkten bei wiederverwendbaren Getränkeverpackungen bis zum Jahr 2030 könnte mehr als eine Billion Einwegplastikflaschen und -becher überflüssig machen, so der Bericht, der von der Meeresschutzorganisation Oceana erstellt wurde. So könnte verhindert werden, dass bis zu 153 Milliarden dieser Behälter in die Gewässer und Ozeane gelangen. weiterlesen…

Klarstellung: „Grenze“ statt „Ziel“!

„Werden 1,5-Grad-Ziel nicht einhalten können“, überschrieb der Deutschlandfunk am 18.11.2023 die Ankündigung eines Interviews mit dem Klimaökonomen Ottmar Edenhofer vom Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung (PIK), und auch die Wirtschaftswoche sagte bereits tags zuvor: „1,5-Grad-Ziel„. Ursache ist eine Meldung der Deutschen Presseagentur, zu der sich der Unterschied zwischen „Ziel“ und „Grenze“ noch nicht herumgesprochen hat. Dabei hat nicht nur Edenhofers Co-Direktor am PIK erst vor kurzem eindeutig klargestellt: „Ich werde einfach müde… Ich habe es satt zu hören, dass die 1,5° C ein  „Ziel“ oder „Richtwert“  sind. Das sind sie nicht. Sie sind eine Grenze. Das einzige wirkliche Ziel sind 0° C. Und keine schlechten 1,5° C.“ Also null Grad Erderwärmung, nichts sonst. Denn ein Ziel strebe ich an, wenn ich es erreicht habe, verzeichne ich einen Erfolg, bekomme eine Gehaltserhöhung oder eine Medaille. Anders bei der Grenze: die darf ich nicht überschreiten, sonst drohen Sanktionen, welcher Art immer. Wenn die Menschheit die 1,5-Grad-Grenze überschreitet, drohen schwere Konsequenzen: Australien hat eben der Bevölkerung von Tuvalu die Aufnahme zugesichert, wenn der Pazifik seinen Namen vergessend ihre Heimat versinken lässt – und das wird innerhalb der nächsten hundert Jahre sein. Wetterkatastrophen, Waldbrände und Überschwemmungen sind bereits finstere Realität bei uns. Edenhofers Vorgänger Schellnhuber nannte einmal die drohende Klimakatatrophe einen „Meteoriteneinschlag in Zeitlupe“. Lieber „Grenze“ statt „Ziel“! Gerhard Hofmann weiterlesen…

In zehn Minuten Batterie aufladen

Was steckt in der Batterie der Zukunft?

Die Empa-Forschungsgruppe von Maksym Kovalenko an der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt in Sankt Gallen/Dübendorf entwickelt innovative Materialien für die Akkus von morgen. Ob schnell aufladbare Elektroautos oder günstige Stromspeicher: Für jede Anwendung finden sie ein vielversprechendes Material oder ein neuartiges Herstellungsverfahren. weiterlesen…

Halbzeitbilanz der Agenda 2030 „Grund zur Sorge“

Umsetzung der SDGs stockt

Die Halbzeitbilanz der Agenda 2030, die beim UN-Nachhaltigkeitsforum vom 10. bis 19. Juli 2023 sowie zum SDG-Summit am 18. und 19. September 2023 gezogen wurde, gibt Anlass zur Sorge. Das machte Bettina Hoffmann (Bündnis 90/Die Grünen), Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz, laut dem parlamentseigenen Pressedienst heute im bundestag am 16.11.2023 vor dem Parlamentarischen Beirat für nachhaltige Entwicklung deutlich. Die Umsetzung der Agenda 2030 sei ins Stocken geraten. weiterlesen…

Gesunde, vielfältige Wälder könnten viel mehr Kohlenstoff speichern

Internationale Großuntersuchung kombiniert Satelliten- und Bodendaten

Natürliche Kohlenstoffspeicher werden bei der Weltklimakonferenz COP28 in den Vereinigten Arabischen Emiraten eine große Rolle spielen. Nach Ozeanen und Böden sind Wälder die größten Senken für Kohlendioxid aus der Atmosphäre. Wie viel mehr es bei besserem Waldmanagement sein könnte, ist eine schwierige Frage. In einer aktuellen Untersuchung stellt ein Team von mehr als zweihundert Forschenden weltweit in Nature neue Abschätzungen des Speicherpotenzials vor. Die Koordination lag bei der ETH Eidgenössische Technische Hochschule Zürich, wichtige methodische Beiträge steuerte das Deutsche GeoForschungsZentrumGFZ bei. (Karte: Verteilung des oberirdischen Baumkohlenstoffs auf Datengrundlage der GFBI Global Forest Biodiversity Initiative © GFZ, CCBY 4.0 – Mo et al.; Nature (2023). [creativecommons.org/licenses/by/4.0] ) weiterlesen…

„Circular Valley Forum“ zeigt Chancen der Kreislaufwirtschaft

Zweites Forum von Lemke und Lindner unterstützt

Mehr als 1.000 EntscheiderInnen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft kamen am 16.11.2023 zum (zweiten) „Circular Valley Forum“ in die Historische Stadthalle in Wuppertal – und – so die Wuppertaler Rundschau (WR) – „wissen zwei Mitglieder der Bundesregierung inhaltlich an ihrer Seite: Bundesumweltministerin Steffi Lemke und Bundesfinanzminister Christian Lindner unterstützen das Gipfeltreffen der Kreislaufwirtschaft.“ (Foto: Circular Valley Forum 2023 – Stadthalle Wuppertal – © Jan Turek, CIrcular Valley) weiterlesen…

Gift behindert Kunststoff-Kreislaufwirtschaft bis 2040?

Mehr als 13.000 Chemikalien in Plastik verwendet, 25 % als gefährlich eingestuft

Wissenschaftliche Untersuchungen von Pellets aus recyceltem Kunststoff, die in 13 Ländern gesammelt worden waren, ergaben Hunderte giftiger Chemikalien, darunter Pestizide und Arzneimittel. Die Ergebnisse wurden in einer Untersuchung unter der Leitung von WissenschaftlerInnen der Universität Göteborg in Science veröffentlicht. Deshalb halten die WissenschaftlerInnen recycelte Kunststoffe für die meisten Zwecke für ungeeignet und ein Hindernis für die Bemühungen, eine Kreislaufwirtschaft zu erreichen. weiterlesen…