Desertec lebt

Lesehinweis: „Wo eine Kilowattstunde Grünstrom nur zwei Cent kostet“ (Wirtschaftswoche)

Seit sich allmählich die Erkenntnis durchsetzt, dass die fossilen Energieträger im Boden bleiben müssen, wollen Nordafrika und die Golfstaaten jetzt Lieferanten erneuerbarer Energieträger werden; der Ukrainekrieg beschleunigt den Trend. Exklusive Satellitenbilder zeigen den massiven Ausbau von Windkraft und Solaranlagen in der Region. Das Projekt „Wirtschaft von oben“ – schreibt Thomas Kuhn am 30.04.2022 in der Wirtschaftswoche – eine Kooperation seines Blatts mit LiveEO – das neue Unternehmen analysiert vollautomatisch Satelliten- und Drohnendaten und monitort global Infrastrukturnetzwerke. (Bild: Karte der möglichen Wüstenstromflüsse nach Europa – © dii (2010)) weiterlesen…

Schnelligkeit, vergessener Faktor zur Kostensenkung der Energiewende

Schneller, billiger und viel sauberer

Eine Untersuchung von von Frank Wouters, MSc, und Prof. Dr. Ad van Wijk, für Dii Desert Energy – die weltweit erste Organisation für Energie aus der Wüste. Um die globale Erwärmung auf unter 1,5 °C zu begrenzen, müssen unsere Energiesysteme bis spätestens 2050 kohlenstoffemissionsfrei sein, und viele Länder haben sich dazu verpflichtet. Für eine fiktive Wirtschaft namens Utopia wurde ein Modell auf hohem Niveau erstellt, um drei Wege zu einer kohlenstofffreien Wirtschaft bis 2050 zu bewerten: einen allmählichen (linearen) Ersatz fossiler Brennstoffe durch saubere Energie, einen beschleunigten Weg, der bis 2035 zu einem kohlenstofffreien System führt, und einen verzögerten Weg, bei dem der Ersatz erst ab 2035 erfolgt. Das Modell liefert sehr klare Ergebnisse. (Titel: Faster, cheaper and cleaner – Dii-Broschüre – Titelbild – © Wouters und van Wijk) weiterlesen…

Energieimporte aus Sonnenstaaten

Einfuhr grünen Wasserstoffs kein Selbstläufer

Viele Regierungen und auch die Europäische Kommission streben die Klimaneutralität für das Jahr 2050 oder früher an. Ein Baustein in vielen Plänen ist der Import von grünem Wasserstoff und Methan aus Nordafrika oder dem Mittleren Osten, wo der verlässliche Sonnenschein geringe Stromkosten für den Betrieb von Elektrolyseuren verspricht. Doch noch ist unklar, wie Regierungen den internationalen Handel mit grünen Kraftstoffen wirtschaftlich gestalten. Eine Studie unter Beteiligung der Fraunhofer-Einrichtung für Energieinfrastrukturen und Geothermie (IEG, Cottbus und Bochum) hat nun die wesentlichen Aspekte zusammengestellt. Sie bewertet das Potenzial von Energieimporten aus benachbarten Sonnenstaaten am 18.01.2022 im Fachjournal Computers & Industrial Engineering. (Foto: Gas-Tanker ARCTIC PRINCESS vor Hammerfest_(N) – © JoachimKohlerBremen – Eig. Werk, commons.wikimedia.orgCC BY-SA 4.0) weiterlesen…

1 kWh für weniger als 1 Eurocent

Dii mit Untersuchung „Potenzial grünen Wasserstoffs in Golfregion“

Die Dii Desert Energy und Roland Berger bündeln ihre Kräfte, um die Energiewende in den Golf-Kooperationsländern mit einer neuen Studie über das Potenzial der Lokalisierung der Wasserstoff-Wertschöpfungskette und die Möglichkeiten zur Schaffung von Arbeitsplätzen zu beschleunigen. Die 38seitige Untersuchung The Potential for Green Hydrogen in the GCC Region (Das Potenzial für grünen Wasserstoff in der Golf-Kooperations-Region) skizziert die massiven Chancen für die Schaffung von grünen Arbeitsplätzen und die Lokalisierung bestimmter Teile der Wertschöpfungskette für grünen Wasserstoff. weiterlesen…

Zweimal 40 Gigawatt

Grünes Wasserstoffsystem für Europa und Nordafrika

Die Europäische Union hat zusammen mit Nordafrika, der Ukraine und anderen Nachbarländern die einmalige Chance, ein grünes Wasserstoffsystem zu verwirklichen. Europa einschließlich der Ukraine verfügt über gute Erneuerbare Energieressourcen, während Nordafrika hervorragende und reichhaltige Vorräte besitzt. Europa kann seine Gasinfrastruktur mit Verbindungen nach Nordafrika und anderen Ländern für den Transport und die Speicherung von Wasserstoff wiederverwenden und verfügt über eine weltweit führende Industrie für saubere Wasserstoffproduktion, vor allem in punkto Produktion von Elektrolyseuren. So die Einschätzung von Hydrogen Europe und vier Konsorten der „2×40 GW Initiative“. weiterlesen…