Energiewende mehr als Preisdebatte – Gemeinschaftswerk sozial gestalten

  • Aktionsbündnis unter Töpfers Schirmherrschaft will Dialog mit Spitzenkandidaten über soziale Dimension der Energiewende 
  • Gemeinsames Positionspapier von Sozial- und Verbraucherschutzverbänden, Umweltorganisationen, Kirchen und Gewerkschaften
  • Nicht begründete Privilegien für Industrie abschaffen

Auf Initiative der Klima-Allianz Deutschland und unter der Schirmherrschaft des früheren Umweltministers und UNEP-Exekutivdirektors Prof. Klaus Töpfer fordert ein breites Bündnis aus Sozial- und Verbraucherschutzverbänden, Umweltorganisationen, Kirchen und Gewerkschaften die Spitzenkandidaten der Parteien zu einem ernsthaften Dialog über die soziale Ausgestaltung des „Gemeinschaftswerks Energiewende“ auf. Als Grundlage für die Gespräche, die unter der Moderation von Prof. Töpfer stattfinden sollen, dient ein gemeinsames Positionspapier der beteiligten Organisationen mit einem 8-Punkte-Forderungskatalog. weiterlesen…

Erneuerbare ersetzen immer mehr Atomstrom

AEE: Zwei Jahre nach Fukushima untermauern Wind, Sonne, Biomasse und Co. Leistungsfähigkeit

Zwei Jahre nach der Reaktorkatastrophe in Fukushima zeigen die Erneuerbaren Energien in Deutschland, dass die Stromerzeugung aus fossilen und atomaren Quellen ein Auslaufmodell ist. “Wind, Sonne und Bioenergie setzen sich im deutschen Energiemix zunehmend durch. Damit wächst zugleich ihr volkswirtschaftlicher Nutzen, da die Erneuerbaren Energien keine unkalkulierbaren Risiken und versteckten Folgekosten mit sich bringen, wie die fossil-atomare Stromproduktion“, betont Philipp Vohrer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE). weiterlesen…

VKU für E-Wende-Konklave

Weils Vorschlag fällt auf fruchtbaren Boden

Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) begrüßt den Vorschlag von Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil, dass Bund, Länder und Energiewirtschaft nach der Bundestagswahl wie bei einem Konklave zusammenkommen und erst nach einem gemeinsam erarbeiteten Vorschlag wieder auseinandergehen sollen, heißt es in einer Erklärung von VKU-Hauptgeschäftsführer Hans-Joachim Reck: „Die Bundesregierung hat die Komplexität der Energiewende unterschätzt. Zudem bekommt die im Konsens getroffene Entscheidung, die Energielandschaft umzubauen, immer mehr Risse, weil die unterschiedlichen Akteure unterschiedliche Interessen haben und es keinen einheitlichen Ordnungsrahmen gibt.“ weiterlesen…

EU: Deutschland bei Energiewende auf Kurs

Zwischenbilanz der EU-Kommission

Deutschland ist auf gutem Weg, die Ausbauziele der Erneuerbaren Energien zu erreichen, so eine Zwischenbilanz der EU-Kommission. Bis 2020 sollen 18 % aus regenerativen Quellen stammen. Das von der EU vorgegebene Zwischenziel für 2011/2012 von 8,2 Prozent wurde (mit 11 %) schon 2010 übertroffen. Ökostrom hatte laut Angaben des Statistischen Bundesamts 2012 bereits einen Anteil von rund 22 % (bis 2020 35 % ) an der verbrauchten Energie. weiterlesen…

Versicherer wollen verstärkt in Energiewende investieren

Positionspapier fordert bessere Investitions-Bedingungen

Die deutsche Versicherungswirtschaft will unter geeigneten Rahmenbedingungen ihr finanzielles Engagement in Erneuerbare Energien und Infrastrukturprojekte deutlich ausweiten: „Langfristiges Versicherungsgeschäft und Investitionen in ökologisch und ökonomisch nachhaltige Energie- und Infrastrukturprojekte passen gut zusammen. Damit wir verstärkt in diesem Bereich investieren können, brauchen wir ein langfristig stabiles und rechtssicheres Investitionsumfeld“, so Jörg von Fürstenwerth, Vorsitzender der Hauptgeschäftsführung des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). „Dafür sind regulatorische Anpassungen notwendig. Diese können realisiert werden, ohne die öffentlichen Haushalte zu belasten.“ weiterlesen…

Kemfert: Strompreisbremse „kein großer Wurf“

Wirtschaftsprofessorin hält Pläne wirkungslos

Die Reform des EEG ist auf irgendwann nach der Bundestagswahl vertagt. Energie für normale Haushalte dürfte mit den diskutierten Maßnahmen ohnehin kaum billiger werden, saget Energieexpertin Claudia Kemfert am 22.03.2013 der „Passauer Neuen Presse“. Die geplanten Maßnahmen der Bundesregierung gegen steigende Strompreise seien unzureichend. weiterlesen…

Strompreisbremse ausgebremst

Neuer Energiegipfel mit Teil-Einigung bei Netzausbau und Altanlagen-Vergütung

Der erneute Energiegipfel im Kanzleramt mit Bundeskanzlerin und Länderchefs bescherte dem Umweltminister eine Enttäuschung: Altmaiers Strompreisbremse wurde -vorerst- von der Mehrheit der Ministerpräsidenten blockiert. Im Netzausbau und dem Streitthema Einspeisevergütung für Altanlagen kam man allerdings voran. Die Länder übertragen einige Kompetenzen beim Netzausbau auf die B undesnetzagentur. Bundeskanzlerin Merkel sagte nach dem Treffen, das Erneuerbare-Energien-Gesetz müsse einer grundlegend überarbeitet und mit einem neuen Marktdesign verbunden werden. Obwohl das dauere, will die Kanzlerin weiter über Sofortmaßnahmen verhandeln. Der nächste Energiegipfel ist für Mai angesetzt. Bis dahin soll Kanzleramtschef Ronald Pofalla mit den Ländern weiterverhandeln. Solarify dokumentiert den Ablauf der auf den Gipfel folgenden Pressekonferenz in Auszügen: weiterlesen…

Der Umbau des Systems ist machbar

Interview mit Ferdi Schüth vom Max-Planck-Institut

Die Energiewende droht ins Stocken geraten. Bürger gehen gegen geplante Stromtrassen und Pumpwasserspeicher auf die Barrikaden. Die Bundesregierung scheint sich über steigende Kosten und Industrie-Rabatte mehr Gedanken zu machen, als über die sichere Energieversorgung. Die Herausforderung der Energiewende ist offenkundig unterschätzt worden. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung führte ein Gespräch mit dem Chemiker und Energieexperten Ferdi Schüth vom Max-Planck-Institut für Kohlenforschung in Mülheim/Ruhr. weiterlesen…

B.A.U.M.-Jahrbuch 2013 – Energiewende

Das Jahrbuch des Bundesdeutschen Arbeitskreises für umweltbewusstes Management (B.A.U.M.) e.V.

Wie alle großen Strukturreformen fordert auch die Energiewende ein Umdenken auf allen Ebenen. Offene Fragen betreffen die Energieversorgung, die Wettbewerbsfähigkeit, die Stromspeicherung oder die Verteilung der Kosten. Das Jahrbuch des Bundesdeutschen Arbeitskreises für umweltbewusstes Management (B.A.U.M.) e. V. bietet in diesem Kräftefeld widerstreitender Interessen und Meinungen Orientierung. Es gibt einen Überblick über die wichtigsten Themenfelder und lässt Entscheider aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft pointiert zu Wort kommen. „Ich bin davon überzeugt, dass die Energiewende unser Land zum Rollenmodell für den Klimaschutz machen kann“, schreibt Bundesumweltminister Altmaier im B.A.U.M.-Jahrbuch. weiterlesen…