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Archiv: Kernfusion


Erste Plasmen in aufgerüsteter Anlage – „Jetzt wird es spannend“

Die Plasmaexperimente an der Fusionsanlage Wendelstein 7-X im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Greifswald haben einer Medienmitteilung zufolge nach 15 Monaten Umbaupause jetzt wieder begonnen. Die zusätzliche Ausrüstung hat die Anlage fit für höhere Heizleistung und längere Pulse gemacht. Damit werden nun Experimente möglich, in denen das Wendelstein 7-X zugrundeliegende optimierte Konzept geprüft werden kann.


Kernfusionsexperiment beginnt ernsthaft

Noch in diesem Jahr will das Max-Planck-Institut für Plasma-Physik in Greifswald in der Kernfusionsanlage „Wendelstein 7-X“ erstes Plasma erzeugen: Der Wendelstein-Reaktor geht in die entscheidende Phase. Anfang September soll das erste, fusionsrelevante Plasma gezündet werden. Bis die Technologie marktreif ist, wird es aber noch lange dauern (so die Zeit, das greenpeace-magazin und der Berliner Tagesspiegel).

Tokamak vs Stellarator


Kernfusion – Der Spätstarter

Wendelstein 7-X ist die weltweit größte und modernste Kernfusionsanlage vom Typ Stellarator. Mit ihr soll getestet werden, ob aus der Verschmelzung leichter Atomkerne eine neue Energiequelle für die Menschheit entstehen kann. Mit freundlicher Genehmigung – von Rainer Klüting auf helmholtz.de.


Rekord: 1’42“ lang Plasma auf 50 Mio. Grad gehalten

Kurz nach dem Erfolg deutscher Forscher am 03.02.2016 im Greifswalder Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) – sie erzeugten in der weltgrößten Fusionsanlage vom Typ Stellarator Wasserstoff-Plasma von mehr als 100 Millionen Grad (siehe solarify.eu/wendelstein-7-x-erzeugt-erstes-wasserstoff-plasma) – meldeten am 05.02.2016 Wissenschaftler aus China, dass sie in einem Tokamak-Reaktor die bisher längste Reaktionsdauer aufrechterhalten konnten, allerdings bei der Hälfte der „deutschen“ Temperatur.


Bundeskanzlerin schaltet Plasma ein – Beginn des wissenschaftlichen Experimentierbetriebs

Am 03.02.2016 wurde in der Fusionsanlage Wendelstein 7-X des Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik (IPP) in Greifswald zum ersten Mal Wasserstoff-Plasma erzeugt. Damit hat – nach dem Start der Anlage mit einem Helium-Plasma Anfang Dezember 2015 – der wissenschaftliche Experimentierbetrieb begonnen. Wendelstein 7-X soll untersuchen, ob die weltweit größte Fusionsanlage vom Typ Stellarator zum Kraftwerk geeignet ist.


Kernfusion kann unter Auflagen beginnen

Das Landesamt für Gesundheit und Soziales Mecklenburg-Vorpommern (LAGuS), die Genehmigungs- und Aufsichtsbehörde für den Strahlenschutz, wird voraussichtlich in der kommenden Woche die Betriebsgenehmigung für das Forschungsexperiment Wendelstein 7-X erteilen. Das kündigte Heiko Will, Erster Direktor des LAGuS, am 30.11.2015 an.

Kooperationsvertrag über Software für internationalen Fusionstestreaktor ITER geschlossen

Die komplexe Software, mit deren Hilfe der internationale Fusionstestreaktor ITER betrieben und die Plasma-Experimente in Echtzeit gesteuert werden sollen, wird das Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Garching bei München gemeinsam mit der ITER-Organisation in Cadarache/Südfrankreich entwickeln. Anschließend soll die Software an der Garchinger Fusionsanlage ASDEX Upgrade getestet werden, die schließlich ganz auf das neue Steuersystem umschalten wird. Die auf rund sechs Jahre veranschlagte Zusammenarbeit wurde kürzlich vertraglich besiegelt.

Die Erzeugung des ersten Fusionsplasmas im Greifswalder Kernfusionsexperiment „Wendelstein 7-X“ rückt näher, schreibt die Schweriner Volkszeitung. Die Tests der 70 Magnete, einer Schlüsselkomponente in der Fusionsanlage, seien erfolgreich abgeschlossen, teilte das Max-Planck-Institut für Plasmaphysik am 07.07.2015 in Greifswald mit. Noch in diesem Jahr soll in der Anlage das erste Plasma erzeugt werden.

Weltrekord im IPP-Teststand ELISE

Nach zwei Jahren Forschungsarbeit wurden im Teststand ELISE des Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik (IPP) in Garching bei München jetzt Weltrekord-Werte erreicht: Im erstmals gelungenen Ein-Stunden-Betrieb wurde ein gepulster Teilchenstrahl bislang unerreichter Qualität erzeugt: baumstammdick, homogen, zeitlich stabil und dabei neun Ampere stark. Mit ELISE, der weltweit größten Testanlage ihrer Art, wird die Heizung entwickelt, die das Plasma des internationalen Fusionstestreaktors ITER auf viele Millionen Grad bringen soll. Kernstück ist eine im IPP entwickelte neuartige Hochfrequenz-Ionenquelle, die den energiereichen Teilchenstrahl erzeugt.

Die Großforschungsanlage Wendelstein 7-X ist sicher. Der sogenannte Quench, der Verlust der Supraleitung, zerstört weder die Anlage noch gefährde er Menschen, schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort (18/3509) auf die Kleine Anfrage der Grünen (18/3030), die Sicherheitsbedenken geäußert hatten.

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