E-Auto-Prämie kein Kaufanreiz

Ergebnisse des GfK Global Green Index

E-Mobil - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft Jeder siebte Verbraucher in Deutschland zieht zwar beim nächsten Autokauf ein Elektrofahrzeug in Betracht. Für 54 Prozent dieser Interessenten sind Kaufprämien und steuerliche Vergünstigungen jedoch nicht ausschlaggebend. Entscheidend sind vielmehr Umweltaspekte und geringere Unterhaltskosten im Vergleich zu PKW mit Benzin- oder Dieselmotoren. DGfK Logoas sind die aktuellen Ergebnisse des GfK Global Green Index, die auf einer Befragung von Anfang April 2016 basieren.

Für drei von vier der befragten Verbraucher, die den Kauf eines Elektroautos in Erwägung ziehen, ist der positive Beitrag zum Umweltschutz ausschlaggebend. Das geräuscharme Fahren und der damit verbundene Komfort sind weitere Gründe. Wichtig sind zudem geringe Verbrauchskosten durch die Einsparung von Benzin (72 Prozent). Emotionale Aspekte wie hoher Fahrspaß wurden hingegen nur von 6 Prozent der Befragten als Grund für ein Elektroauto genannt. „Emotionale Aspekte von Elektroautos sind offensichtlich noch nicht im Bewusstsein der Verbraucher angekommen“, kommentiert Bettina Saffer, Automobilexpertin bei GfK die Ergebnisse. „Diese sind jedoch entscheidend wenn es um den Kauf eines Autos geht.“

Gegengründe: Hohe Anschaffungskosten, geringe Reichweite, lange Batterieladezeiten und fehlende Infrastruktur

Deutsche E-Mobility-Flotte vor Berliner bcc - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur ZukunftAus Sicht der Verbraucher sprechen derzeit mehr Gründe gegen ein Elektroauto als dafür. Zwei Drittel der Befragten empfinden die hohen Anschaffungskosten als wesentliches Hemmnis. Selbst eine Kaufprämie stellt keinen zusätzlichen Anreiz dar. Wesentliche Gründe gegen die Akzeptanz von Elektroautos sind zudem technische Hürden wie die geringe Reichweite (56 Prozent) und lange Batterieladezeiten (49 Prozent). Zudem spielt die vorhandene Infrastruktur eine wichtige Rolle, wenn es um die Wahl des Antriebs geht. Rund die Hälfte der Verbraucher ist der Meinung, dass das unzureichende Netz an Ladestationen gegen die Anschaffung eines Elektroautos spricht.E-Mobility - Steckdose am Laternenmast - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft

Eine Ladestation zu Hause wird mit 76 Prozent vom Großteil der Verbraucher präferiert. Hier werden von einem Drittel auch Ladezeiten von drei bis 12 Stunden akzeptiert. Längere Ladezeiten werden auch an der Arbeitsstelle in Kauf genommen, an der 37 Prozent der Verbraucher ihr Elektroauto laden möchten. Für 46 Prozent der Befragten ist es allerdings wichtig, das Elektroauto auch für kurze Zeiträume an der Tankstelle laden zu können.

„Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass das Laden zu Hause die Grundvoraussetzung für eine weitere Verbreitung der Elektromobilität ist“, kommentiert Philipp Schmidt, Energie- und Umweltexperte bei der GfK die Stimmung der Verbraucher. „Ergänzend ist es aber wichtig, ein möglichst breites Netz auch für kurze Ladezeiten zur Verfügung zu stellen.“

->Quelle: gfk.com