Naturkatastrophen-Jahresbilanz

Hurrikan-Serie machte 2017 zu Jahr mit höchsten versicherten Schäden

Das Hurrikan-Triple mit den extremen Stürmen Harvey, Irma und Maria hat der Versicherungswirtschaft 2017 Rekordschäden eingebrockt: Voraussichtlich rund 135 Mrd. US$ müssen Versicherer für die Hurrikane und weitere Naturkatastrophen wie etwa ein schweres Erdbeben in Mexiko aufbringen, mehr als je zuvor. Laut Pressemitteilung der Munich Re vom 04.01.2018 betrugen die Gesamtschäden – also einschließlich der nicht versicherten Schäden – 330 Mrd. US$, die zweithöchste jemals registrierte Summe für Naturkatastrophen insgesamt. Schadenträchtiger war lediglich 2011 mit dem Tohoku-Erdbeben in Japan mit einem Gesamtschaden von 354 Mrd. US$ zu heutigen Werten.

Torsten Jeworrek, Vorstand von Munich Re für das weltweite Rückversicherungsgeschäft:

„Die extremen Naturkatastrophen des Jahres zeigen die wichtige Rolle von Versicherung, nach schweren Katastrophen die finanziellen Belastungen abzufedern. Munich Re ist bereit, dieses Geschäft weiter zu entwickeln; wir haben die dafür nötige Kapazität und Expertise. Bemerkenswert ist für mich: Einige der Katastrophen wie die Serie aus drei enorm schadenreichen Hurrikanen oder die sehr schweren Überschwemmungen in Südasien nach außerordentlich starken Monsun-Regenfällen haben einen Vorgeschmack auf die Zukunft gegeben. Denn auch wenn einzelne Ereignisse nicht direkt auf den Klimawandel zurückgeführt werden können, erwarten unsere Experten künftig häufiger solche extreme Ereignisse.“

Die Schadendaten des Jahres im Einzelnen:

Die Gesamtschäden von 330 Mrd. US$ aus Naturkatastrophen aller Kategorien betrugen beinahe das doppelte des 10-Jahresdurchschnitts (inflationsbereinigt 170 Mrd. US$). Die Schäden aus Wetterkatastrophen erreichten einen neuen Rekordwert. Die versicherten Schäden lagen fast dreimal so hoch wie der Durchschnittswert von 49 Mrd. US$. 710 relevante Naturkatastrophen wurden in unserer Statistik verzeichnet, ebenfalls deutlich mehr als im Schnitt (605). Rund 10.000 Menschen kamen bei den Naturkatastrophen des Jahres ums Leben, mehr als im Vorjahr, aber zumindest deutlich weniger als im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre (60.000). (Mehr Informationen)

Folgt: Schäden in den USA dominieren die Statistik