SOLARIFY

Archiv: Naturkatastrophen


Wenige schwere Naturkatastrophen im Halbjahr – Gesamtschäden unter dem Durchschnitt

Naturkatastrophen haben im 1. Halbjahr 2018 weltweit deutlich weniger Schäden verursacht als üblich . so der weltgrößte Rückversicherer Munich Re in einer Medienmitteilung. Die Gesamtschäden betrugen nach vorläufigen Zahlen rund 28,5 Mrd. Euro, der niedrigste Stand seit 2005 (inflationsbereinigt 25 Mrd. Euro). Einzelne Ereignisse haben aber für Betroffene hohe Schäden verursacht, etwa im Agrarsektor durch Ernteausfälle wegen Trockenheit in Europa.


Klimaschäden und Handelsketten

Weltweit könnten zunehmende Fluss-Überschwemmungen zu regionalen Produktionsausfällen führen, verursacht durch die globale Erwärmung. Das würde nicht nur lokale Volkswirtschaften in der ganzen Welt beeinträchtigen – die Auswirkungen würden sich weiter durch das globale Handels- und Liefernetzwerk ausbreiten, wie eine jetzt in Nature Climate Change veröffentlichte Studie zeigt. Es ist die erste Arbeit, die diesen Netzwerkeffekt im globalen Maßstab mit einem neuen, dynamisch-ökonomischen Modell abschätzt. Die Studie zeigt, dass Fluss-Überschwemmungen in China ohne weitere Anpassung innerhalb der nächsten 20 Jahre um 80 Prozent zunehmen könnten, und dies wiederum auch mit wirtschaftlichen Ausfällen für die EU- und US-Industrie einhergehen würde, wie das Potsdam-Institutfür Klimafolgenforschung am 28.05.2018 mitteilt.


Klimawandel lässt Flüsse über die Ufer treten: Anpassung nötig

Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) hat soeben eine umfangreiche Untersuchung vorgelegt, inwieweit Hochwasser durch den Klimawandel verstärkt werden – mit dem eindeutigen Ergebnis, dass „veränderte Regenfälle als Folge der globalen Erwärmung das Risiko von Überschwemmungen an Flüssen vielerorts stark erhöhen“, so das PIK unter Berufung auf eine aktuelle Veröffentlichung in der Zeitschrift Science Advances.


Hurrikan-Serie machte 2017 zu Jahr mit höchsten versicherten Schäden

Das Hurrikan-Triple mit den extremen Stürmen Harvey, Irma und Maria hat der Versicherungswirtschaft 2017 Rekordschäden eingebrockt: Voraussichtlich rund 135 Mrd. US$ müssen Versicherer für die Hurrikane und weitere Naturkatastrophen wie etwa ein schweres Erdbeben in Mexiko aufbringen, mehr als je zuvor. Laut Pressemitteilung der Munich Re vom 04.01.2018 betrugen die Gesamtschäden – also einschließlich der nicht versicherten Schäden – 330 Mrd. US$, die zweithöchste jemals registrierte Summe für Naturkatastrophen insgesamt.


Neuer Bericht: Ungebremster Klimawandel gefährdet Entwicklungsfortschritte in Asien

Ungebremster Klimawandel hätte für Länder in Asien und Ozeanien verheerende Folgen und würde sich stark auf ihr zukünftiges Wachstum auswirken. Außerdem würden sich aktuelle Entwicklungserfolge umgekehren und die Lebensqualität abnehmen. Das ergibt der Bericht A region at risk – The Human Dimensions of Climate Change in Asia and the Pacific (Eine Region in Gefahr: die menschliche Dimension des Klimawandels in Asien und Ozeanien), den die Asian Development Bank (ADB) und das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) erstellt und am 14.07.2017 in Manila, Philippinen, veröffentlicht haben.


5. Global Platform for Disaster Risk Reduction in Cancún

Naturkatastrophen und Klimarisiken kosten Menschenleben, setzen Entwicklungsfortschritte aufs Spiel, erhöhen Armuts- und Krankheitsrisiken. Diese Herausforderungen standen vom 22. bis 26.05.2017 im Zentrum der fünften Globalen Plattform für die Verringerung von Katastrophenrisiken (“Global Platform for Disaster Risk Reduction”) in Cancún unter Ägide der UNISDR (United Nations Office for Disaster Risk Reduction). Mehr als 5.000 Personen nahmen teil, darunter Staats- und Regierungschefs, internationale Organisationen sowie Vertreter von Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Privatwirtschaft.