Beim CO2-Ausstoß ganz vorne

Vorläufige Daten der Europäischen Umweltagentur (EEA) zeigen, dass die in der EU 2017 neu zugelassenen Pkw mit 118,5 Gramm CO2/km durchschnittlich 0,4 Gramm des klimaschädigenden CO2 pro Kilometer mehr ausstoßen als die im Jahr davor zugelassenen. Laut Umweltbundesamt wird das EU-Klimaschutzziel für 2021 von 95 g CO2/km für die Pkw-Neuwagenflotte wird bei dieser Entwicklung deutlich verfehlt. Hieran ist Deutschland maßgeblich beteiligt: Der durchschnittliche CO2-Ausstoß der 2017 in Deutschland neu verkauften Pkw liegt mit 127,1 g/km mit am höchsten in Europa.

Die Anstrengungen zur Verbesserung der Energieeffizienz bei Pkw sind offensichtlich durch größere Autos mit höherem Kraftstoffverbrauch im Jahr 2017 zunichte gemacht worden. Während in den vergangenen Jahren stetige Rückgänge zu verzeichnen waren, emittieren neue Pkw im Jahr 2017 europaweit 118,5 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer (CO2/km); 0,4 Gramm mehr als im Vorjahr und deutlich mehr als 20 Gramm Differenz zum Flottenziel des Jahres 2021 von 95 Gramm CO2/km.

Seit 2010 werden nach EU-Recht die CO2-Emissionen von Pkw überwacht und sind seitdem um 22 Gramm CO2/km (16 Prozent) zurückgegangen. Die Hersteller müssen jedoch weitere Effizienzverbesserungen bewirken, um das 2021-Ziel von 95 g CO2/km im Flottendurchschnitt zu erreichen. Der Trend zu durchschnittlich mehr CO2-Emissionen ist mit Blick auf den Umweltschutz jedenfalls sehr kritisch zu bewerten, denn er konterkariert maßgeblich die Klimaschutzziele des Verkehrssektors der Europäischen Union.

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