Vom Dach ins Auto: Solarenergie fürs E-Mobil spart Geld und schont das Klima

Für 1 € zur Arbeit und zurück nach Hause – ein Modell mit vielen Vorzügen für alle

75 Prozent können Pendler an Fahrtkosten sparen, wenn Sie mit einem solargeladenen Elektroauto zur Arbeit pendeln statt mit einem Benziner oder Diesel. Mehr als 4,5 Millionen Erwerbstätige pendeln täglich in NRW, davon 70 Prozent mit dem Auto: Die finanziellen und ökologischen Einsparpotenziale sind enorm. Denn Elektroautos, die mit erneuerbarer Energie angetrieben werden, fahren emissionsfrei. Das schone das Klima und führe unmittelbar zu einer besseren Luftqualität und reduziert die Lärmbelastung in den Innenstädten, empfiehlt der Landesverband Erneuerbare Energien NRW e.V. (LEE NRW) in seiner Pressemitteilung vom 09.08.2018.

Jan Dobertin, Geschäftsführer des LEE NRW, sieht für die Kombination aus Solarstrom und Elektromobilität den richtigen Zeitpunkt gekommen: „Gerade NRWs Städte können erheblich von der E-Mobilität profitieren. Mit dem landeseigenen Programm für Ladesäulen hat die Landesregierung erste positive Anreize gesetzt. Diese sollten von Privatverbrauchern und insbesondere von Unternehmen jetzt intensiv genutzt werden.“

Vor allem auf Betriebsparkplätzen gebe es ein hohes Potential zum sogenannten „Laden am Arbeitsplatz“, da die Pendlerfahrzeuge hier einen großen Teil des Tages parken und die Sonneneinstrahlung nutzen könnten, argumentiert Dobertin. Unternehmen sollten daher die Mobilitätswende mit betriebseigenen PV-Anlagen und Ladesäulen für die Beschäftigten unterstützen. Einige Firmen in NRW seien hier bereits vorbildlich.

[note Solar-Ladestation der Bäckerei Schüren in Hilden mit E-Autos – Foto © LEE NRW, Mario Burda]

Zugleich fordert der LEE-Geschäftsführer die Landesregierung auf, ihren bisherigen Anstrengungen im Bereich der E-Mobilität weitere Taten folgen zu lassen. Dobertin zufolge reiche es nicht, allein den Antrieb zu wechseln: „Klima- und umweltfreundlich ist die Elektromobilität nur dann, wenn der Strom im E-Fahrzeug aus Erneuerbaren Energien kommt. Hier sollte auch die Landesregierung mit gutem Beispiel vorangehen und die landeseigenen Gebäude weitestmöglich mit Solaranlagen und Ladesäulen ausrüsten sowie bei öffentlichen Fahrzeugflotten auf E-Fahrzeuge setzen.“ Damit würde eine wichtige Vorbildfunktion für Unternehmen und Verbraucher geschaffen.

Der Preis für PV-Anlagen auf Eigenheimen hat sich in den letzten 10 Jahren rasant um rund 75 Prozent reduziert. Die rund 255.000 PV-Anlagen in NRW mit gut 4.600 MW Leistung produzieren im Jahr rund vier Milliarden Kilowattstunden Strom – das reicht für den Jahresstrombedarf von rund einer Million Vier-Personenhaushalten. Damit liegt NRW auf Platz drei der Länder hinter Bayern und Baden-Württemberg. Zuletzt zeichnete sich ein leichter Aufwärtstrend beim Ausbau ab, der aber weiterhin hinter den Ausbauanforderungen zurückbleibt.

[note Beispielrechnung:

  • Angenommene Pendlerstrecke von 50 Kilometern. Bei einem Benziner mit einem Durchschnittsverbrauch von 5,5 Liter je 100 Kilometer und einem aktuellen Preis von 1,48 Euro je Liter Super ergibt das Kosten von vier Euro für die Hin- und Rückfahrt.
  • Solarstrom hingegen kann mit einer gut geplanten Photovoltaik-Anlage für zehn Cent je Kilowattstunde (kWh) erzeugt werden. Ein Elektroauto mit einem – hoch angesetzten – Durchschnittsverbrauch von 20 kWh/100 km kommt bei der gleichen Pendlerstrecke auf Kosten von einem Euro: 75 Prozent Ersparnis gegenüber dem Verbrenner.]

->Quelle:  LEE-NRW.de/vom-dach-ins-auto-solarenergie-fuers-e-mobil-spart-geld-und-schont-das-klima  -vn-