Balfar Solar will Solarzellen in Brasilien produzieren

Produktion könne im zweiten Halbjahr 2019 starten

Nachdem in den vergangenen Jahren immer wieder Ankündigungen gemacht wurden, Solarzellen zukünftig auch in Lateinamerika zu produzieren, ist bislang noch keine der versprochenen Fabriken auch tatsächlich Wirklichkeit geworden. Diesmal ist es der brasilianische Modulhersteller Grupo Balfar Indústria Fotoelétrica/AS – mit Sitz in Paranavaí, im Bundesstaat Paraná – , der einen Plan vorgestellt hat, 2 Milliarden Brasilianische Real (etwa 470 Millionen Euro) in die Produktion von Solarzellen im Bundesstaat Tocantins, im Zentrum des Landes, zu investieren. Das berichtete pv magazine International.

In einer Pressemitteilung wird die Regierung von Tocantins dahingehend zitiert, dass das Projekt die Unterstützung des lokalen Umweltministeriums, der Secretaría de Meio Ambiente y Recursos Hídricos, erhalte. “Die Produktion kann im zweiten Halbjahr 2019 an einem noch zu identifizierenden Standort installiert werden, mit der Erwartung, fast tausend Arbeitsplätze zu schaffen”, hieß es laut einer Regierungserklärung, die allerdings auch mit Vorbehalten, die wahrscheinlich früheren Fehltritten geschuldet ein dürften, nicht hinterm Berg hält.

Balfar Solar erhält Steuervergünstigungen

Der Präsident von Balfar Solar, Antonio de Paula Barbara, habe mit dem Umweltminister von Tocantins, Leonardo Cintra, eine Absichtserklärung für das Projekt unterzeichnet, in der das Unternehmen auch sagte, dass es die von der lokalen Regierung angebotenen Anreize durch seine “staatliche Politik der Anreize für die Erzeugung und Nutzung von Solarenergie” analysiere. Im Rahmen der Richtlinie gewähre Tocantins Steuervorteile für den Aufbau einer PV-Lieferkette, einschließlich der Befreiung von der brasilianischen ICMS-Verkaufs- und Dienstleistungssteuer von 18% bis 2021 für den Kauf von Ausrüstungen, Komponenten und Materialien für die Installation von Solarstromerzeugern.

Ein weiteres Projekt zur Einführung der Solarzellenproduktion in Brasilien sei die vertikal integrierte 1,7 GW PV-Modulfabrik Green Silicon Plant. In diesem Fall würde die Produktion die gesamte Wertschöpfungskette abdecken – von der Herstellung von Silizium bis hin zu Modulen – und neben einem Wasserkraftwerk mit der höchsten jährlichen Energieproduktion der Welt, dem Staudamm Itaipú in Paraná, nahe der Grenze zu Paraguay liegen.

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