Studentin erforscht Energieversorgung auf dem Dach der Welt

Lesehinweis auf die Niederösterreichischen Nachrichten: PV in 5.000 m Höhe

Das Sankt Pöltener Regionalblatt war auf dem Dach der Welt: Dort untersucht Claudia Lausegger, Studentin im Master-Studiengang „Regenerative Energiesysteme/technisches Energiemanagement“ Energieversorgungsmöglichkeiten am Mount Everest. Die 26-jährige Kärntnerin vom Wieselburger FH-Campus Wiener Neustadt erforscht, wie sich Bergsteiger und Unterkünfte auf dem acht Kilometer langen Mount Everest Trek von Lukla bis ins 5.200 Meter hoch gelegene Basislager und noch weiter oben mit Energie fürs Heizen, Kochen und für die Aufbereitung von Warmwasser versorgen.

Claudia Lauseggers Forschungsobjekt: Mount Everest Trek etwa drei Kilometer nordöstlich Namche Bazar, im Hintergrund v. li.: Nuptse, hinter der Nuptse-Südschulter Spitze des Mount Everest, Lhotse und rechts der Ama Dablam. Am Trek ein Chörten – Foto © Superikonoskop – Eig.Werk, CC BY-SA 3.0, commons.wikimedia.org

Untersucht werden Anlagen, Netze und Transportwege. Ab 4.000 m Höhe wird traditionell mit getrocknetem Yak-Kot geheizt. Zum Kochen werden allerdings ausschließlich Gas und Benzin genutzt. Der Bedarf muss aus aus Indien importiert und zum Taksindu-Pass transportiert werden. Von da ab müssen Esel, Yaks oder einheimische Träger das Brennmaterial über hunderte Kilometer durch unwegsames Gelände bis in die Lodges und zum Base Camp schleppen. Das brachte Lausegger,  auf die Idee, wie eine nachhaltige Energieversorgung für Trekker und Hüttenbesitzer aussehen könnte: Photovoltaik etwa, und Wasserkraft seien auch in großen Höhenlagen möglich. Auch kleine Biogas- und Windkraftanlagen.

Das Italian Research Center (mit PV-Modulen auf dem Dach) widmet sich unter anderem der Beobachtung des Klimawandels (mit Messungen vor allem am direkt vor der Station liegenden Lobuche Gletscher) sowie der Erforschung der Höhenkrankheit – – Foto © Superikonoskop – Eig.Werk, CC BY-SA 3.0, commons.wikimedia.org

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