Erstes globales Register für fossile Brennstoffe

Transparenz für politische Entscheidungsträger und Experten

Carbon Tracker und Global Energy Monitor (GEM) veröffentlichten im Rahmen der COP26 am 11.11.2021 den Prototyp des ersten globalen Registers für fossile Brennstoffe, um die Transparenz der Produktion fossiler Brennstoffe zu fördern und die Regierungen stärker in die Pflicht zu nehmen. Das Global Registry of Fossil Fuels wird als quelloffene, unabhängige und zugängliche Datenbank ein konkretes politisches Instrument sein, um zu messen, was aus dem Boden geholt wird, welche Emissionen damit verbunden sind und wie sich diese auf einen 1,5° C-kompatiblen Pfad beziehen. weiterlesen…

Integrierte Infrastrukturplanung zentral für ein klimaneutrales Energiesystem

Zwischenbericht zu Dena Netzstudie III zeigt Bedarf für politische Richtungsentscheidungen, um die Energietransportinfrastrukturen fit für die Zukunft zu machen.

Eine integrierte Planung der verschiedenen Energieinfrastrukturen ist unerlässlich für ein klimaneutrales Energiesystem. Deshalb schlägt die dena die Einführung eines Systementwicklungsplans vor, der den Netzentwicklungsplänen Strom und Gas vorangestellt ist. Die Methodik eines solchen Systementwicklungsplanes konnte in Zusammenarbeit mit dem BMWi-geförderten Forschungsprojekt der Langfristszenarien 3 und dem Stakholderdialog der dena-Netzstudie III nun erstmals getestet werden. weiterlesen…

Hohe Energiedichte, nachhaltige Produktion

Universität Bayreuth leitet neues BMBF-Projekt zu Festkörperbatterien

Ein neues, durch die Universität Bayreuth koordiniertes Forschungsprojekt verfolgt das Ziel, die Energiedichte von wiederaufladbaren Festkörperbatterien deutlich zu erhöhen und die Produktion dieser Batterien nachhaltiger zu gestalten – so eine Medienmitteilung vom 09.11.2021. Hierfür ist die sogenannte Pulver-Aerosol-Depositionsmethode (PAD) ein aussichtsreiches Verfahren, das künftig für die Beschichtung von Kathoden und Festelektrolyten eingesetzt werden soll. Forschungspartner sind die Universität des Saarlandes und das Karlsruher Institut für Technologie. Im Cluster-Netzwerk „Forschungsfabrik Batterie“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) ist die Uni Bayreuth jetzt auch am Kompetenzcluster „Festkörperbatterien – FestBatt“ beteiligt. (Bild: Mit PAD erzeugte Keramikschicht auf poröser gasdurchlässiger Elektrode – © Jörg Exner, UBT) weiterlesen…

Erneuerbare mit leichtem Minus

AGEB: Energieverbrauch wächst wieder – Kohle und Erdgas im Plus

Der Energieverbrauch in Deutschland wird in diesem Jahr voraussichtlich um knapp 3 Prozent ansteigen. Zu dieser Einschätzung kommt die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AG Energiebilanzen) auf Grundlage der aktuellen Berechnungen zum Verbrauch in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres. Neben der allgemeinen wirtschaftlichen Erholung ist für diese Entwicklung ein Mehrverbrauch infolge der gegenüber dem Vorjahr kühleren Witterung verantwortlich. Verbrauchsdämpfend wirken der deutliche Preisanstieg sowie höhere Preise für CO2-Emissionszertifikate. weiterlesen…

COP26: 24 Staaten und Firmen wollen bis 2040 Verbrenner-Aus

Aber viele weigern sich – und verweisen auf E-Fuels

24 Länder, etliche Städte, bisher sechs Autoschmieden, Ausstatter und Investoren wollen bis 2040 komplett auf Verbrenner-Motoren verzichten, erklärten sie am Rand der UN-Klimakonferenz COP26 in Glasgow der Berichterstattung zahlreicher Medien zufolge. Allerdings fehlen wichtige Akteure der Automärkte ebenso wie die Auto-Länder USA und China – sowie die beiden weltweit führenden Automobilhersteller Volkswagen und Toyota oder der viertgrößte Automobilhersteller der Welt, Stellantis, ebenso die Japaner Honda und Nissan, sowie das südkoreanische Unternehmen Hyundai. Auch der deutsche Autobauer BMW scheint sich der Selbstverpflichtung nicht anschließen zu wollen. weiterlesen…

COP26: Gespräche werden intensiviert, während sich draußen die Wut entlädt

von Rachel Kyte, The Conversation – 09.11.2021

Junge Menschen strömten am 05.11.2021 auf die Straßen von Glasgow, wütend und ungeduldig, als die erste Woche des UN-Klimagipfels zu Ende ging. Ihre Wut wurde von der Unruhe in den Konferenzsälen übertroffen, denn die enorme Menge dessen, was in so kurzer Zeit erreicht werden muss, schwebt über einem komplexen Prozess, der in die Sackgasse führen kann. weiterlesen…

Deutschland (wieder) kein Klimaschutzvorreiter

Dennoch im Klimaschutz-Index leicht verbessert

In dem von Germanwatch, dem NewClimate Institute und dem Climate Action Network im Rahmen der COP26 am 09.09.2021 veröffentlichten Climate Change Performance Index 2022 (Klimaschutz-Index) werden die Klimaschutzleistungen von Industrie- und Schwellenländern sowie der EU verglichen. Deutschland rückt darin um sechs Plätze auf Platz 13 vor und hat sich damit im internationalen Vergleich deutlich verbessert. Die drei ersten Ränge bleiben wie in den Vorjahren symbolisch unbesetzt, weil noch kein Land ausreichend Engagement zeige, um die Erderwärmung bei 1,5 Grad zu stoppen. Die drei skandinavischen Länder landen auf den Plätzen vier bis sechs. Die Untersuchung bewertet zum einen die sinkenden Treibhausgas-Emissionen hierzulande positiv, zum anderen die verschärften Klimaziele für 2030 und 2045. weiterlesen…

Klimainvestitionen: Wie die Finanzierung der 2030-Ziele gelingt

Neue Bundesregierung kann trotz Schuldenbremse nötige Klimaschutzmaßnahmen finanzieren

Die neue Bundesregierung steht vor der Herausforderung, ausreichend öffentliche Gelder für den Klimaschutz bereitzustellen und zugleich die gesetzlichen Vorschriften zur Neuverschuldung zu wahren. Eine Analyse von Agora Energiewende und Forum New Economy zeigt, mit welchen fiskalpolitischen Instrumenten die erforderlichen Klimaschutzinvestitionen – rund 46 Milliarden Euro jährlich bis 2030 – unter Einhaltung der Schuldenbremse und ohne Steuererhöhungen finanzierbar sind. Dazu gehören die Erhöhung öffentlicher Investitionen über (teil-)staatliche Gesellschaften, der Abbau klimaschädlicher Subventionen, der Ausgleich krisenbedingter Verluste im Bundeshaushalt 2022 sowie die Weiterentwicklung der Berechnungsmethode zur zulässigen Neuverschuldung. weiterlesen…

COP26: Mit Recht schwache Erwartungen

Klimakonferenz in Glasgow – Lars Jaeger über unzureichende Voraussetzungen und bescheidene Zwischenergebnisse

Noch ist die 26. UN-Klimakonferenz 2021 in Glasgow, international bekannt als COP26 (oder auch CMP16 = 16. Treffen zum Kyoto-Protokoll), nicht beendet (sie geht bis zum 12.11.), doch die Urteile über sie wurden längst gefasst. Die Regierungschefs haben sich getroffen, nun befinden sich die jeweiligen Experten aus allen Ländern in der Diskussion über Details – sowie Interpretationen der Aussagen ihrer Regierungschefs. weiterlesen…

Neue Einblicke in Struktur des Neutrons

Internationales Forschungsteam misst Formfaktoren des Neutrons bisher unerreicht präzise

Sämtliche bekannte Atomkerne und damit fast die gesamte sichtbare Materie bestehen aus Protonen und Neutronen – und doch sind viele Eigenschaften dieser allgegenwärtigen Bausteine der Natur noch nicht verstanden. Vor allem das Neutron als ungeladenes Teilchen verschließt sich vielen Messungen, und es gibt auch 90 Jahre nach seiner Entdeckung noch viele offene Fragen, beispielsweise in Bezug auf seine Größe und seine Lebensdauer. Nun es ist es gelungen, am BESIII-Experiment in China genau diese Daten für den Energiebereich von 2 bis 3,8 Gigaelektronenvolt zu messen und zwar im Vergleich zu vorherigen Messungen mit mehr als 60-mal größerer Genauigkeit, wie die Kollaboration am 08.11.2021 auf der JGU-Webseite und in der aktuellen Ausgabe von Nature Physics berichtet. (Grafik: Atommodell – © Memed_Nurrohmad, pixabay) weiterlesen…