Unionsfraktion entdeckt E-Fuels

Verbrenner-Verbot vom Tisch?

Der Autogipfel im Kanzleramt am 24.06.2019 ging außer der losen Verabredung zu verstärktem Ladesäulenbau ergebnislos zu Ende – übrigens ohne Natur- oder Klimaschützer. Wenn es nach der Unionsfraktion im Bundestag geht, bekommt der Verbrennungsmotor dennoch eine neue Zukunft – mit synthetischen Kraftstoffen, auch E-Fuels oder Designer-Kraftstoffe genannt (siehe: solarify.eu/alternative-kraftstoffe-synthetische-treibstoffe-desinger-fuels-e-fuels); die wollen die Autoren eines Papiers, aus dem der SPIEGEL zitiert, jetzt auch fördern und nicht ausschließlich Elektroautos. Die synthetischen Kraftstoffe – werden aus Grünstrom, Wasserstoff und Kohlendioxid erzeugt. weiterlesen…

Wie das BMU E-Fuels sieht

Einsatz synthetischer Kraftstoffe birgt Vor- und Nachteile

Der Einsatz von synthetischen Kraftstoffen zur CO2-Reduzierung kann nach Auffassung der Bundesregierung etwa im Luft- und Seeverkehr zwar ein geeignetes Mittel sein, auf starke Gegenliebe stoßen E-Fuels bei der Bundesregierung aber nicht, schreibt sie (das BMU) in einer Antwort (19/6575) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (19/5822). Synthetische Kraftstoffe könnten zwar ökologische Vorteile bieten, “wenn sie aus nachhaltigen erneuerbaren Energiequellen hergestellt werden und in Einsatzbereichen zur Anwendung kommen, in denen ökologisch günstiger zu bewertende Optionen zum Schutz von Umwelt, Gesundheit und Klima nicht zur Verfügung stehen”. Ökologisch nachteilig sei aber “der hohe Energie- und Ressourcenbedarf zur Herstellung synthetischer Kraftstoffe, die in der Regel ebenfalls hohen Verluste bei der Nutzung und die mit der Nutzung einhergehenden Emissionen, unter anderem an Luftschadstoffen”. Ökonomisch seien sie (noch) zu teuer. Die Bundesregierung plane jedenfalls nicht, “sogenannte E-Fuels von der Energiesteuer zu befreien”. weiterlesen…

CCS für Klimaschutz unnötig und chancenlos


Fell bei Sustainable Energy Week (EUSEW) 2018

In der Brüsseler der EU-Kommission fand am 07.06.2018 im Rahmen der Sustainable Energy Week (EUSEW) 2018 eine Podiumsdiskussion zum Thema negative CO2-Emissionen mit Hilfe von CCS (Abscheidung und Deponierung von CO2 aus Rauchgasen von Kohle- oder Erdgaskraftwerken) und CCU (Kohlenstoffspeicherung und -nutzung) statt. Neben Vertretern von Firmen und Institutionen, die an CCS arbeiten, war auch Hans-Josef Fell, Präsident der Energy Watch Group (EWG) geladen. Die Befürworter von CCS stellten weitreichende Pläne vor. So forderte z.B. Lamberto Eldering von Equinor den Aufbau großer Infrastrukturprojekte wie riesige Containerschiffe, die CO2 aus den Kraftwerken von Großbritannien, Niederlanden und Deutschland über die Nordsee transportieren sollten, um es dann in leeren Gasfeldern vor der norwegischen Küste zu verpressen. weiterlesen…

Was kosten Designer Fuels?


Studie: Künftige Kosten strombasierter synthetischer Kraftstoffe

Im defossilisierten Energiesystem der Zukunft werden synthetische Kraftstoffe aus Erneuerbaren Energien (E-Fuels oder Designer-Fuels) – eine wichtige Ergänzung zur direkten Nutzung regenerativer Energien oder von Strom aus Erneuerbaren Energien sein. Inzwischen wecken Szenarien Interesse, die auf den breiten Einsatz synthetischer Kraftstoffe bei stark reduzierten Kosten setzen. Welche Annahmen sprechen für diese geplanten Kostensenkungen? Um für Aufklärung zu sorgen, haben Agora Verkehrswende und Agora Energiewende Frontier Economics beauftragt, Kostensenkungspfade für synthetische Kraftstoffe zu analysieren und günstige Standorte im In- und Ausland für die Erzeugung von Erneuerbarem Strom zu untersuchen. Im Rahmen eines Webinars stellten Urs Maier (Agora Verkehrswende) und Matthias Deutsch (Agora Energiewende) die wichtigsten Ergebnisse der kürzlich veröffentlichten Analyse am 16.05.2018 vor. weiterlesen…

Versuchsanlage für „grüne“ Chemie


Evonik und Siemens erzeugen mit Ökostrom aus CO2 Spezialchemikalien

Evonik und Siemens wollen gemeinsam im Forschungsprojekt Rheticus mithilfe von Strom aus erneuerbaren Quellen und Bakterien CO2 durch Elektrolyse- und Fermentationsprozesse in Spezialchemikalien umwandeln. Das Projekt wurde am 18.01.2018 gestartet und hat eine Laufzeit von zwei Jahren. Bis 2021 soll eine erste Versuchsanlage am Evonik-Standort im nordrhein-westfälischen Marl in Betrieb gehen, die Chemikalien wie Butanol oder Hexanol erzeugt – beides Ausgangsstoffe beispielsweise für Spezialkunststoffe oder Nahrungsergänzungsmittel. Im nächsten Schritt könnte eine Anlage mit einer Produktionskapazität bis 20.000 Tonnen pro Jahr entstehen. Denkbar ist auch die Herstellung anderer Spezialchemikalien oder Treibstoffe (siehe: solarify.eu/synthetische-treibstoffe). Wie die Presseabteilung von Evonik am 18.01.2018 mitteilte, sind rund 20 Wissenschaftler beider Unternehmen an dem Projekt beteiligt. weiterlesen…