SOLARIFY

Archiv: Designer Fuels


KIT-Ausgründung Ineratec bestes Start-up Deutschlands

Synthetische Kraftstoffe aus Erneuerbaren Energiequellen (siehe solarify.eu/alternative-kraftstoffe) preiswert herzustellen, ist ein wichtiger Baustein der Energiewende. Aber zur Produktion synthetischen Benzins, Kerosins, Diesels oder Erdgases sind riesige Anlagen nötig. Die Firma Ineratec, ein Spin-Off des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), baut chemische Reaktoren, die so kompakt sind, dass die fertig montierte Anlage in einen Schiffscontainer passt und überall eingesetzt werden kann. Am 12.09.2018 wurde das junge Unternehmen in Berlin mit dem Deutschen Gründerpreis ausgezeichnet.

Was tanken wir morgen?


Max-Planck-Tag 2018: Vortrag von Prof. Robert Schlögl

Am 14.09.2018, dem bundesweiten Max-Planck-Tag, hielt Prof. Robert Schlögl, Gründungsdirektor des Mülheimer Max-Planck-Instituts für Chemische Energieumwandlung einen Vortrag zur Beantwortung der Frage “was tanken wir morgen?” über die Treibstoffe der Zukunft – die Antwort: synthetische Kraftstoffe (siehe: solarify.eu/alternative-kraftstoffe) kombiniert mit Strom werden die sinnvollste Antriebsart für die Zukunft sein. Jedenfalls helfe die Verteufelung des Verbrennungsmotors nicht weiter.


Erforschung Synthetischer Kraftstoffe kommt voran

“OME” steht für Oxymethylenether, eine neue Art synthetischer Treibstoffe (Designer Fuels – siehe solarify.eu/alternative-kraftstoffe-synthetische-treibstoffe-desinger-fuels-e-fuels) aus CO2 und grünem Wasserstoff (Windwasserstoff), die anstelle von Diesel oder Benzin rückstandsfrei, also klimaverträglich, in herkömmlichen Verbrennungsmotoren eingesetzt werden können. Solarify weist auf zwei (selbst übersetzte Abstracts von einschlägigen) Veröffentlichungen hin. Die Autoren kommen vom Fraunhofer ISE, vom KIT Karlsruhe und der Münchner TU.


Landesregierung, KIT und Industrie vereinbaren Projekt „reFuels – Kraftstoffe neu denken“

Eine Medienmitteilung des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT): Synthetische Kraftstoffe – sogenannte reFuels (auch Alternative Kraftstoffe, synthetische Treibstoffe, Desinger Fuels, E-Fuels – siehe: solarify.eu/synthetische-treibstoffe) – lassen sich aus biogenen Reststoffen in Kombination mit der direkten Umwandlung von CO2 und erneuerbarem Wasserstoff herstellen und können so helfen, das Weltklima zu schützen. Mit Partnern aus der Automobil-, Automobilzuliefer- und Mineralölindustrie und mit Unterstützung der Landesregierung Baden-Württembergs soll das im breit angelegten Projekt „reFuels – Kraftstoffe neu Denken“ erforscht werden. Eine entsprechende Absichtserklärung wurde am 20.07.2018 in Stuttgart unterzeichnet.


Studie: Künftige Kosten strombasierter synthetischer Kraftstoffe

Im defossilisierten Energiesystem der Zukunft werden synthetische Kraftstoffe aus Erneuerbaren Energien (E-Fuels oder Designer-Fuels) – eine wichtige Ergänzung zur direkten Nutzung regenerativer Energien oder von Strom aus Erneuerbaren Energien sein. Inzwischen wecken Szenarien Interesse, die auf den breiten Einsatz synthetischer Kraftstoffe bei stark reduzierten Kosten setzen. Welche Annahmen sprechen für diese geplanten Kostensenkungen? Um für Aufklärung zu sorgen, haben Agora Verkehrswende und Agora Energiewende Frontier Economics beauftragt, Kostensenkungspfade für synthetische Kraftstoffe zu analysieren und günstige Standorte im In- und Ausland für die Erzeugung von Erneuerbarem Strom zu untersuchen. Im Rahmen eines Webinars stellten Urs Maier (Agora Verkehrswende) und Matthias Deutsch (Agora Energiewende) die wichtigsten Ergebnisse der kürzlich veröffentlichten Analyse am 16.05.2018 vor.


DLR-Querschnittsprojekt “Future Fuels” erforscht synthetische Kraftstoffe

Synthetische Kraftstoffe sind ein entscheidender Baustein für die erfolgreiche Umsetzung der Energiewende. Sie machen es möglich, Energie einfach, flexibel, effizient und nachhaltig zu speichern. Gleichzeitig sind sie leistungsfähige Garanten zukünftiger Mobilität: als Kraftstoffe für Fahrzeuge, Züge und Schiffe sowie als Treibstoff für Flugzeuge und Raketen. Die Herausforderung besteht darin, sie klimaneutral herzustellen und ihre chemischen Eigenschaften so zu gestalten, dass keine oder zumindest wesentlich weniger Schadstoffe wie Rußpartikel und Stickoxide entstehen. Elf Institute des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) erforschen im nun startenden interdisziplinären DLR-Querschnittsprojekt “Future Fuels” die Entwicklung und Anwendung synthetischer Kraftstoffe.


Ein Artikel von 2011 (!): “Mit CO2 zum Treibstoff: Ein langer Prozess für grüne Energie”

“Was wäre, wenn die immer größer werdenden Mengen an Kohlendioxid, welche die Atmosphäre aufheizen, dazu genutzt werden könnten, ein reichhaltiges Angebot an flüssigen Brennstoffen zu produzieren? Die US-Regierung und private Laboratorien verfolgen diesen Heiligen Gral der erneuerbaren Energien – aber die Kosten der Großproduktion sind derzeit unerschwinglich.” Das schrieb David Biallo am 07.05.2011 im Hochschul-Journal Yale Environment 360 – also bereits vor ziemlich genau sieben Jahren. Synthetische Kraftstoffe sind also ein alter Hut? Jedenfalls so alt, dass sich umso mehr die Frage stellt, warum in Deutschland, angeblich das Mutterland des Autos, noch keiner “angebissen” hat? Hohe Anfangs-Kosten waren bekanntlich noch nie ein Hindernis…

Debattenbeitrag: Für technologieoffenen Dialog
von Henrik Erämetsä (Head of Aviation Regulation, Neste Corporation)

Wir sehen eine zunehmende Bedeutung der Bioenergie für die Emissionssenkung in zahlreichen Bereichen – sei es für die Wärmeerzeugung oder als emissionsarmer Kraftstoff in der Luftfahrt. Doch die zahlreichen nationalen und internationalen Strategien und politischen Willensbekundungen für Klimaschutz und erneuerbare Energien stehen dabei immer wieder im Kontrast zu einer emotional aufgeladenen öffentlichen Debatte.


…mit synthetischem Kraftstoff

“Bei Sunfire in Dresden retten sie dem Verbrennungsmotor vielleicht das Überleben”, schreibt Ralf Geißler auf mdr-AKTUELL. Denn die Firma produziert einen synthetischen Kraftstoff aus Luft und Wasser. Ihre Blue Crude-Anlage spaltet Wasser in Sauerstoff und Wasserstoff auf, und verbindet letzteren dann mit CO2 zu dem neuartigen klimaneutralen Treibstoff Blue Crude.


Robert Schlögl: Emissionsfrei fahren mit synthetischen Kraftstoffen aus Carbon2Chem und CCU

Dass die E-Autos nicht die einfache und schnelle Lösung der Verkehrswende darstellen, spricht sich allmählich herum: Sie sind für ihre geringen Reichweiten zu teuer, brauchen zu lange zum Laden, die Batterien sind zu schwer, enthalten zu viele seltene Elemente und sind nicht recyclebar. Nachdem Verbrennungsmotoren wegen Klimaschutz, NOx und Feinstaub schon als Auslaufmodelle gelten, erhebt sich die Frage, wie wir uns denn dann fortbewegen sollen? Oder wie sollen schwere Lkw oder große Baumaschinen denn dann angetrieben werden? Darüber sprach die Agentur Zukunft mit Prof. Robert Schlögl, Direktor an zwei Max-Planck-Instituten – dem Berliner Fritz-Haber-Institut und dem für Chemische Energiekonversion in Mülheim an der Ruhr.

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