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Archiv: Synthetische Kraftstoffe


Effiziente Umwandlung von Kohlendioxid und Wasser in Kraftstoffe

Jingdong Lin von der Xiamen University, China, und Kollegen haben laut der Fachzeitschrift ChemSusChem vom 14.11.2017 einen einfachen und hocheffizienten Weg zur Alkanherstellung unter Verwendung von CO2 und Solarenergie gefunden. Sie koppelten direkt photokatalytische Wasserspaltung und thermokatalytische Hydrierung von CO2 an einem bifunktionellen Au-Ru/TiO2-Katalysator mit aktiven Stellen für photokatalytische Wasserspaltung und thermokatalytische Hydrierung von CO2 zur Umwandlung von CO2-H2O in Kraftstoffe.


Carbon2Chem®-Konferenz in Düsseldorf – Vortrag Michael Bender, BASF

Im Verbundprojekt Carbon2Chem® (s. solarify.eu/co2-als-rohstoff-carbon2chem) werden auf der Basis katalytischer Verfahren Technologien für chemische Synthesen entwickelt, mit denen Hüttengase aus der Stahlproduktion gereinigt, konditioniert und in marktfähige Chemieprodukte oder Treibstoffe umgewandelt werden können. 18 Partner aus Politik, Industrie und Wissenschaft hatten am 27.06.2016 unter der Bezeichnung Carbon2Chem eine groß angelegte Klimaschutz-Initiative, darunter das Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion (MPI CEC) in Mühlheim, das BMBF, das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT und die thyssenkrupp AG, gestartet, die einen entscheidenden Schritt von der umstrittenen CCS (Carbon Capture and Storage) hin zur CCU (Carbon Capture and Utilization/Use) unternimmt.


Umfrage: Interesse an alternativen Antrieben steigt – dena-Leitstudie: E-Fuels notwendig

Das Interesse der Verbraucher an alternativen Antrieben steigt: 59 Prozent glauben dass elektrifizierte Antriebe 2030 eine marktbeherrschende Stellung einnehmen werden – das Ergebnis einer Umfrage der Deutschen Energie-Agentur dena. Der Blick auf Automobilbranche fällt nach wie vor kritisch aus; allerdings zeigen junge Menschen mehr Vertrauen. Insgesamt schätzt die große Mehrheit den eigenen Informationsstand über alternative Antriebe gering ein.

Kritik an Vision E-Fuels


Synthetische Kraftstoffe laut SPIEGEL nicht bezahlbar

Einen entscheidenden Haken an der Idee vom klimafreundlichen Sprit hat (der freie) SPIEGEL-Autor Ralph Diermann entdeckt – zuerst sind es die Kosten und der geringe Wirkungsgrad der Elektrolyseure. Dann im angeblich unerfüllbaren Wunsch, für die Herstellung synthetischer Treibstoffe ausschließlich Strom aus Erneuerbaren Energieträgern bereit zu stellen: schließlich entspreche die generell für die Wasserstoffherstellung nötige Strommenge mit etwa 500 TWh dem gesamten Jahresbedarf der Republik.


Prognos-Studie: Designer-Fuels dringend notwendig

Das Klimaschutzziel ist nur mit CO2-neutralen flüssigen Kraft- und Brennstoffen (E- oder Designer Fuels) zu erreichen. Diese können künftig zu bezahlbaren Kosten produziert werden. Das geht aus der noch unveröffentlichten Prognos-Studie „Status und Perspektiven flüssiger Energieträger in der Energiewende“ hervor, von der eben erste Ergebnisse bekannt wurden.

Wettlauf um Klima-Sprit


Rohstoff Kohlendioxid

Der Wettlauf um die Herstellung klimafreundlicher Treibstoffe aus Luftkohlendioxid ist voll entbrannt, Experten sehen bereits alternative Ersatzstoffe für Elektromobilität, Diesel und Benzin. Zwei Beispiele: Methanol aus CO2 und synthetische Kraftstoffe.


FOCUS: „Tankstellen verschwinden, weil sie kaum noch einer mehr braucht“

1917 hat Rockefellers Standard Oil of Indiana (heute Amoco Corporation) die erste Zapfsäule vorgestellt, einen Prototypen, der – inzwischen natürlich mehrfach abgewandelt – bis heute in Gebrauch ist. Ziemlich genau ein Jahrhundert danach droht den klassischen Tankstellen jetzt das Ende. FOCUS-Online-Autor Christoph Sackmann läutet gleich einer ganzen Branche das Totenglöcklein.


„Den sauberen Diesel könnte es geben“ – eine etwas einseitige Betrachtung

Wie Georg Kacher vor kurzem in der Süddeutschen Zeitung schrieb, könnten „schon heute etwa 80 Prozent aller zugelassenen Dieselautos die Grenzwerte für Abgase einhalten“. Dafür müssten jedoch die Anlagentechnik für synthetische Kraftstoffe verbessert und die Kosten reduziert werden. Dabei richtet sich der Blick des Autors offenbar ausschließlich auf Biokraftstoffe.


Robert Schlögl gibt reinen Elektroautos keine Zukunft – statt dessen: synthetisches Benzin

„In Mülheim haben sie den grünen Sprit längst erfunden, in China wird er bereits im täglichen Leben eingesetzt“, schreibt Frank Meßing in der WAZ vom 19.09.2017. Es gehe um die so genannten Designer Fuels, die bei der Verbrennung kaum Abgase erzeugen. „In zwei bis drei Jahren“ sage Robert Schlögl, Direktor am Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion in Mülheim, laut WAZ, wolle er die neuartigen Treibstoffe zur Marktreife führen. Doch dazu brauche er eine Förderzusage der Bundesregierung in der Größenordnung von 100 Millionen Euro.


„Autoindustrie in starkem Umbruch – warten auf synthetische Kraftstoffe“

Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht die Internationale Automobilausstellung in Frankfurt/Main (IAA) in diesem Jahr als „eine sehr besondere Ausstellung“. In ihrem neuen Video-Podcast sagte sie: „Wir haben erlebt, dass ein großer Vertrauensverlust im Blick auf die Automobilindustrie eingetreten ist. Gleichzeitig wissen wir natürlich, dass die Automobilindustrie eine wichtige Säule unseres wirtschaftlichen Erfolgs ist, auch unseres Rufs als Exportnation und des Qualitätssiegels ‚Made in Germany‘.“