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Archiv: Synthetische Kraftstoffe


Ammoniak könnte den Globus CO2-frei antreiben – wenn Effizienz erreicht wird

Die alten, trockenen Landschaften Australiens sind fruchtbarer Boden für neues Wachstum, für riesige Wälder von Windmühlen und Sonnenkollektoren – sagt Douglas MacFarlane, Chemiker an der Monash University am Stadtrand von Melbourne, in einem Artikel von Robert F. Service in Science über eine neue Art der Ammoniak-Synthese.


DLR-Forscher realisieren Hochtemperaturelektrolyse mit solarthermisch erzeugtem Dampf

Wasserstoff aus regenerativen Ressourcen spielt bei der nachhaltigen Umgestaltung des Energie- und Mobilitätssystems eine entscheidende Rolle. Denn als Energieträger ist er ein Allround-Talent: ob direkt genutzt für saubere Mobilität im Brennstoffzellenfahrzeug, als Speicher für fluktuierende erneuerbare Energien oder als Ausgangbasis, um synthetische Kraftstoffe herzustellen. Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) haben erstmals erfolgreich eine Hochtemperaturelektrolyse mit solarthermisch erzeugtem Wasserdampf betrieben – und so im Labormaßstab einen vielversprechenden Weg zur Herstellung von Wasserstoff auf regenerativer Basis realisiert.


Bosch präsentiert sauberen Diesel

Während viele den Dieselmotor bereits als Auslaufmodell sehen, sagt Bosch jetzt: Wir haben den Diesel sauber bekommen – zumindest, was die Stickoxide angeht. Was steckt dahinter? „Der Diesel hat Zukunft. Heute wollen wir die Debatte um das Ende des Diesels endgültig ad acta legen.“ Mit diesen markigen Worten verkündete Bosch-Chef Volkmar Denner am 25.04.2018 bei der Bilanzvorlage des Unternehmens einen entscheidenden Durchbruch in der Diesel-Technik. Die neuen Bosch-Entwicklungen können die Hersteller einer Medienmitteilung zufolge dabei unterstützen, die Stickoxid-Emissionen von Fahrzeugen so drastisch zu senken, dass sie schon heute künftige Grenzwerte einhalten.


Agora Thinktanks: Für Klimaschutz so viel wie nötig, aus Effizienzgründen so wenig wie möglich

Agora Verkehrswende und Agora Energiewende legten eine gemeinsame Untersuchung der Einsatzmöglichkeiten und Kosten von Kraftstoffen und Gasen aus Erneuerbarem Strom vor. Titel: Die zukünftigen Kosten strombasierter synthetischer Brennstoffe.


Abschied vom Verbrennungsmotor?

Roland Baar, Professor für Fahrzeugantriebe an der TU Berlin, nannte in mehreren Interviews die Diskussion über den Verbrennungsmotor “in großen Maßen absurd”. Denn er bleibe für den Schwerlastverkehr, für die Schifffahrt oder das Flugwesen auch zukünftig unverzichtbar, sagte er dem inforadio des RBB und dem Berliner Tagesspiegel. Es komme darauf an, fossile Brennstoffe durch synthetische und damit umweltneutrale Energieträger zu ersetzen.


Absatz um 53 Prozent gestiegen – Experten: China will unabhängiger von Erdöl-Import werden

China hängt bei Elektroautos die anderen Länder immer deutlicher ab. So vergrößerte sich der Abstand zu den USA laut einer Studie des Bergisch Gladbacher Brancheninstituts CAM deutlich – 2017 hat China insgesamt 777.000 E-Autos abgesetzt, 53 Prozent mehr als 2016. In den USA stieg die Zahl der Neuzulassungen von E-Autos lediglich um 24 Prozent auf rund 194.000 Stück.


Effiziente Umwandlung von Kohlendioxid und Wasser in Kraftstoffe

Jingdong Lin von der Xiamen University, China, und Kollegen haben laut der Fachzeitschrift ChemSusChem vom 14.11.2017 einen einfachen und hocheffizienten Weg zur Alkanherstellung unter Verwendung von CO2 und Solarenergie gefunden. Sie koppelten direkt photokatalytische Wasserspaltung und thermokatalytische Hydrierung von CO2 an einem bifunktionellen Au-Ru/TiO2-Katalysator mit aktiven Stellen für photokatalytische Wasserspaltung und thermokatalytische Hydrierung von CO2 zur Umwandlung von CO2-H2O in Kraftstoffe.


Carbon2Chem®-Konferenz in Düsseldorf – Vortrag Michael Bender, BASF

Im Verbundprojekt Carbon2Chem® (s. solarify.eu/co2-als-rohstoff-carbon2chem) werden auf der Basis katalytischer Verfahren Technologien für chemische Synthesen entwickelt, mit denen Hüttengase aus der Stahlproduktion gereinigt, konditioniert und in marktfähige Chemieprodukte oder Treibstoffe umgewandelt werden können. 18 Partner aus Politik, Industrie und Wissenschaft hatten am 27.06.2016 unter der Bezeichnung Carbon2Chem eine groß angelegte Klimaschutz-Initiative, darunter das Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion (MPI CEC) in Mühlheim, das BMBF, das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT und die thyssenkrupp AG, gestartet, die einen entscheidenden Schritt von der umstrittenen CCS (Carbon Capture and Storage) hin zur CCU (Carbon Capture and Utilization/Use) unternimmt.


Umfrage: Interesse an alternativen Antrieben steigt – dena-Leitstudie: E-Fuels notwendig

Das Interesse der Verbraucher an alternativen Antrieben steigt: 59 Prozent glauben dass elektrifizierte Antriebe 2030 eine marktbeherrschende Stellung einnehmen werden – das Ergebnis einer Umfrage der Deutschen Energie-Agentur dena. Der Blick auf Automobilbranche fällt nach wie vor kritisch aus; allerdings zeigen junge Menschen mehr Vertrauen. Insgesamt schätzt die große Mehrheit den eigenen Informationsstand über alternative Antriebe gering ein.

Kritik an Vision E-Fuels


Synthetische Kraftstoffe laut SPIEGEL nicht bezahlbar

Einen entscheidenden Haken an der Idee vom klimafreundlichen Sprit hat (der freie) SPIEGEL-Autor Ralph Diermann entdeckt – zuerst sind es die Kosten und der geringe Wirkungsgrad der Elektrolyseure. Dann im angeblich unerfüllbaren Wunsch, für die Herstellung synthetischer Treibstoffe ausschließlich Strom aus Erneuerbaren Energieträgern bereit zu stellen: schließlich entspreche die generell für die Wasserstoffherstellung nötige Strommenge mit etwa 500 TWh dem gesamten Jahresbedarf der Republik.

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