Lichtverschmutzung beeinflusst Pflanzenwachstum und Nahrungsketten

 Experten zeigen Wirkung von Straßenbeleuchtungen

Künstliches Licht zur Nachtzeit etwa von Straßenlaternen beeinflusst Wachstum und Blühen von Pflanzen und sogar die Anzahl der Insekten, deren Ernährung von den Pflanzen abhängt, zeigte eine am 16.03.2015 veröffentlichte Studie der Universität Exeter. Die Forschungsergebnisse belegen, dass sich Lichtverschmutzung in komplexer, allerdings schwer vorherzusagender Weise auf die natürliche Umwelt auswirken kann. Das globale Ausmaß von nächtlichem künstlichem Licht weckt die Besorgnis, dass diese ökologischen Auswirkungen weit verbreitet sein könnten. weiterlesen…

KIT: Lithium-Speichermaterialien verdichtet

Optimiertes Speicherprinzip und neues Material sorgen für höhere Speicherdichte von Lithium in Batterien

Eine interdisziplinäre Forschungsgruppe des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und des vom KIT gegründeten Helmholtz-Instituts Ulm (HIU) um Professor Maximilian Fichtner und Dr. Ruiyong Chen hat ein neues Speicherprinzip und ein darauf basierendes Material vorgestellt. Die Wissenschaftler forcieren die Weiterentwicklung von Lithium-Ionen-Batterien und haben dabei ein neues Kathodenmaterial entwickelt, das deutlich höhere Energiespeicherdichten als bisher bekannte Systeme bietet. In der Zeitschrift Advanced Energy Materials stellt die Forschungsgruppe das neue Materialsystem vor. weiterlesen…

Weltwassertag 2015

Weltwasserdekade endet – Probleme in der weltweiten Wasserversorgung bleiben

Mit dem Weltwassertag am 22.03.2015 endet offiziell die UN-Dekade „Water for Life“. Sie hatte zum Ziel, weltweit die Wasserversorgung zu verbessern. Doch der Zugang zu sauberem Trink- und ausreichendem Nutzwasser bleibt trotz aller Anstrengungen eine große Herausforderung – nicht nur in den trockenen ländlichen Regionen, sondern auch in den Städten. Insbesondere in denMegacities mit jährlich bis zu 300.000 neuen Einwohnern wächst der Druck auf die Ressource. Wasserexperten des ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung zeigen, wie Städte mit Wasserknappheit umgehen und Nutzungskonflikte reduzieren können. weiterlesen…

Klimawandel und Tiefsee-Kohlenstoff

Gelöster organischer Kohlenstoff der Tiefsee reaktiver als angenommen -Tiefsee-Mikroben verarbeiten gelöste organische Stoffe nur ineffizient, weil Moleküle verdünnt vorliegen

Die Tiefsee als gigantischer Kohlenstoffspeicher spielt eine entscheidende Rolle beim Klimawandel. Experimente zur Verfügbarkeit von gelöstem organischem Material im Tiefenwasser des Atlantiks haben jetzt gezeigt, dass Tiefwassermikroben durchaus in der Lage sind, dieses organische Material zu nutzen – allerdings aufgrund der großen Verdünnung nicht effizient. Ein internationales ForscherInnenteam unter Leitung von Gerhard Herndl von der Universität Wien publiziert dazu in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift „Science„. weiterlesen…

A+++ bis G: EU-Energie-Effizienz-Label kommt

ISE: Heizungsanlagen und thermische Speicher erhalten Label für Energieeffizienz

Ab dem 26.09.2015 müssen Heizungsanlagen mit dem Energy Label der Europäischen Union versehen sein. Was bislang für Kühlschränke oder Waschmaschinen galt, wird dann auch für Wärmepumpen oder Heizungsanlagen mit Solarkomponenten verpflichtend sein. Um deren Effizienzklasse zu ermitteln, müssen spezifische technische Informationen für die Produkte vorliegen. weiterlesen…

„El Niño“ korrekt vorhergesagt

Klimaphänomen „El Niño“ ein Jahr im Voraus angekündigt

Das aktuelle Wetterphänomen „El Niño“ ist einer gemeinsamen Pressemitteilung der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) und des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) zufolge von einem Team aus deutschen und israelischen Wissenschaftlern über ein Jahr im Voraus angekündigt worden – so früh wie nie zuvor – und zeitlich korrekt. Dieser Durchbruch in der Vorhersage des wichtigsten natürlichen Klimaphänomens gelang mit Hilfe eines neuen Algorithmus, der auf einer Netzwerk-Analyse der Lufttemperaturen im  Pazifikraum beruht. Solche langfristigen Vorhersagen können Bauern in Brasilien, Australien oder Indien helfen, sich vorzubereiten und die Aussaat entsprechend anzupassen. weiterlesen…

Photosynthese domestizieren

Halbkünstliche Chloroplasten sollen biotechnologisch relevante Produkte herstellen – 1,2 Millionen Euro für neues EU-Projekt „Sun2Chem“

Ein internationales Forscherteam möchte halbkünstliche Chloroplasten erzeugen, die biotechnologisch interessante Produkte herstellen. Dazu wollen sie den Photosynthese-Prozess von natürlichen Chloroplasten modifizieren. Die EU fördert das Vorhaben mit 1,2 Millionen Euro für drei Jahre im Rahmen von „ERASynBio“, einer Initiative, die die synthetische Biologie in Europa vorantreiben soll. Prof. Dr. Thomas Happe von der AG Photobiotechnologie der Ruhr-Universität Bochum leitet das Projekt „Sun2Chem“. weiterlesen…

Acatech: Akzeptanz von Technik fördern

Hüttl vor Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung

„Die Akzeptanz von Technologie und Infrastruktur in der Bevölkerung zu fördern, ist ein wichtiges Ziel“, hob Professor Reinhard Hüttl, Präsident der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) vor dem Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung am 18.03.2015 in Berlin hervor. weiterlesen…

BMBF: Hightech-Forum – neu

Hightech-Forum berät Bundesregierung

Die Experten des Hightech-Forums sind am 17.03.2015 im Bundesforschungsministerium in Berlin zur ersten Sitzung zusammengetroffen. Das neue Gremium wird die Bundesregierung zur Umsetzung der Hightech-Strategie beraten. „Gemeinsam wollen wir das Umfeld für kreative Lösungen verbessern“, sagte Bundesministerin Wanka. weiterlesen…

Hitze-Extreme der vergangenen Jahre erst der Anfang

PIK-Potsdam: Verringerte Sturmaktivität im Sommer verstärkt Hitzewellen

Stürmisches Wetter hat in großen Teilen Europas, der USA und Russlands in den vergangenen Jahrzehnten im Sommer abgenommen – aber das ist keine gute Nachricht. Denn die Abschwächung von starken Winden, die in Verbindung stehen mit dem Jetstream und mit bestimmten Wetterlagen, verlängert die Dauer von Hitzewellen und verstärkt sie damit auch. Dies kann zu Hitze-Extremen führen wie 2010 in Russland, wo Missernten auftraten und Waldbrände wüteten. Das zeigt eine jetzt in der hoch renommierten Fachzeitschrift Science erschienene Studie eines Team von Wissenschaftlern des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung. Sie bringen ihre Entdeckung mit Veränderungen in der Arktis in Verbindung, die von der mensch-gemachten globalen Erwärmung verursacht werden. weiterlesen…