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Archiv: Mieterstrom


Attraktive Anreize zur Erschließung des neuen Marktsegments

Der BSW Solar hat am 07.07.2017 ein Merkblatt zur neuen Bundesförderung für solare Mieterstromangebote herausgegeben. Das mit Unterstützung der Intersolar Europe erstellte Papier erscheint nur wenige Tage nach der Verabschiedung des Mieterstromgesetzes im Bundestag und erklärt ausführlich wichtige Neuerungen, die das Gesetz mit sich bringt.


GasNZV, Mieterstrom und NEMOG

Mit 120 Tagesordnungspunkten hat der Bundesrat am 05.07.2017 ein Mammutprogramm bewältigt. In ihrer letzten Sitzung vor der Sommerpause gab die Länderkammer für eine Reihe von wegweisenden Gesetzen im Bereich Energie grünes Licht. So hat der Bundesrat praktisch ohne Änderungen dem Mieterstromgesetz, dem Gesetz zur Modernisierung der Netzentgelte, dem Energie- und Stromsteuergesetz sowie der Gasnetzzugangsverordnung zugestimmt.


Neues Förderangebot erleichtert Mieterstrom

Der Bundesverband Solarwirtschaft begrüßte das am 29.06.2017 vom Bundestag verabschiedete Mieterstromgesetz. Dieses bleibe hinter zwar den Erwartungen zurück, werde es Mietern künftig aber etwas leichter machen, in den Genuss preiswerten Solarstroms vom Dach des Vermieters zu kommen. Der federführende Wirtschaftsausschuss im Bundestag hatte am 28.06.2017 den Weg für die geplante Förderung solaren Mieterstroms frei gemacht, der vor Ort erzeugt und direkt vom Vermieter, Stadtwerk oder Energiedienstleister angeboten werden kann.


VKU und BDEW befürchten Dreiklassen-Gesellschaft

Zahlreiche Experten äußerten sich kritisch über das Mieterstromgesetz in der öffentlichen Anhörung vor dem Bundestags-Ausschuss für Wirtschaft und Energie des Deutschen Bundestags am 15.06.2017. Der Entwurf für ein „Gesetz zur Förderung von Mieterstrom und zur Änderung weiterer Vorschriften des Erneuerbare-Energien-Gesetzes“ und ein textgleicher Entwurf von CDU/CSU und SPD wurden als Vorstoß der Regierung, Solarstrom-Förderung nicht nur Eigenheimbesitzern, sondern auch Mietern zugute kommen zu lassen, zwar im Prinzip einhellig, dennoch monierten die Fachleute die geplante Ausgestaltung des Vorhabens.

Mieterstromgesetz


Gesetzentwurf für Mieterstrom

Bewohner von Mietshäusern sollen künftig unmittelbar auf dem eigenen Hausdach erzeugten Strom nutzen können. Dazu hat die Bundesregierung am 16.06.2017 einen Gesetzentwurf vorgelegt (18/12728). Mit der Gesetzesnovelle will die Regierung grundsätzlich dem Ausbau regenerativer Energien zu neuem Schwung verhelfen. „Mieterstrom kann Impulse für einen weiteren Zubau von Solaranlagen setzen und Mieter und Vermieter konkret an der Energiewende beteiligen“, begründet die Regierung die Initiative, wie die Redaktion der Parlamentsnachrichten (hib 372/2017) am selben Tag mitteilte.


Naturstrom AG realisiert Mieterstromprojekt

Solarstrom direkt vom Dach war lange ein Privileg von Hausbesitzern. Nun haben auch immer mehr Mieter diese Möglichkeit – wie bald in Berlin-Lichtenberg. In der Giselastraße setzt die Ökostromanbieterin Naturstrom AG ihr neuestes Mieterstromprojekt um. Noch im Mai 2017 wird der Neubau bezugsfertig.


Falsches Spiel“ – „Etikettenschwindel“

Die Mieter von 3,8 Millionen Wohnungen sollen nun auch von der Ökostromförderung profitieren, verheißt die Bundesregierung. Doch die meisten gehen leer aus – für viele wird es sogar teurer, schreiben sowohl Welt als auch Wirtschaftswoche Green Economy – letztere fragt: „Profitieren Mieterhaushalte wirklich? Wird mit dem neuen Fördertopf tatsächlich die Ungerechtigkeit aus der Welt geschafft, dass Mieter über die Umlage für Erneuerbare Energien (EEG), die sie mit ihrer Stromrechnung überweisen, Immobilienbesitzer subventionieren, die sich eine Solarstromanlage anschaffen?“


Korrekturbedarf am Entwurf

Kritik, Unzufriedenheit und Nachbesserungsverlangen in Bezug auf den Entwurf des Mieterstromgesetzes aus dem Bundeswirtschaftsministerium überwiegen in den Stellungnahmen von Verbänden und Vereinigungen, auch wenn sie das Vorhaben generell begrüßen – schreibt Sandra Enkhardt auf pv magazine.


Fell: „Entwurf zum Mieterstromgesetz verschlechtert Ökostromzugang für Mieter, statt ihn zu verbessern“

Die von CDU/CSU/SPD getragene Bundesregierung missachte den erklärten Willen der eigenen Bundestagsmehrheit immer mehr, schreibt der EE-Experte Hans-Josef Fell: Die vom Bundestag in der EEG-Novelle geforderte Stärkung der Regionalstromvermarktung durch eine Verordnung der Bundesregierung sei so hintergangen worden, dass daraus lediglich ein Kennzeichnungsinstrument gworden sei; nicht aber eine Stütze für die geforderte Stärkung der regionalen Vermarktung von Ökostrom. „Genauso werden nun die Bundestagsforderungen nach einem Mieterstromgesetz von der Bundesregierung hintergangen.“


Urbane Energiewende: Intersolar Europe beleuchtet das Potenzial von Mieterstrommodellen

Von der Errichtung einer PV-Anlage auf dem Dach profitieren derzeit hauptsächlich Hauseigentümer. Neue Modelle sehen jedoch vor, dass auch Mieter großflächig am Direktstromkonzept und somit an der urbanen Energiewende beteiligt werden. Deshalb will die Intersolar Europe, die weltweit führende Fachmesse für die Solarwirtschaft und ihre Partner vom 31.05. bis 02.06.2017 in München das Thema gezielt ansprechen.

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