Der Zug der Zukunft: sicher, leicht, schnell und ohne Oberleitung

Energie aus dem Gleisbett

Gemeinsam mit der Universität Stuttgart hat das DLR untersucht, ob ein moderner Hochgeschwindigkeitszug mit einer berührungslosen Energieübertragung über Induktionsschleifen betrieben werden kann. Die Primärspule befindet sich dabei im Gleisbett, die Sekundärspule im Zug. Die Energieübertragung erfolgt durch ein elektromagnetisches Feld. Technisch, so das Ergebnis der Machbarkeitsstudie, ist ein fahrdrahtloser Bahnverkehr möglich. Bahnstrecken würden dadurch weniger anfällig für Witterungseinflüsse und müssten seltener gewartet werden. Das DLR stellt das Konzept des induktiven Antriebs für Vollzüge an einem Modell im Maßstab 1:10 am Messestand vor.

Rollprüfstand für ein mechatronisches Einzelrad-Fahrwerk

Im NGT werden Einzelrad-Fahrwerke eingesetzt, um für die Fahrgäste auch in der unteren Ebene des Doppelstockfahrzeuges einen komfortablen ebenen Durchgang ohne Stufen zu ermöglichen. Jedes Rad dieser Fahrwerke wird einzeln angetrieben und so geregelt, dass das Radpaar radial im Gleisbogen ausgerichtet werden kann. Dabei muss sich das Rad auf der Außenschiene in einer Kurve etwas schneller drehen als sein Gegenüber auf der Innenschiene. Die Vorteile dieser mechatronischen Spurführung zeigen sich in erhöhtem Komfort, in einem geringeren Verschleiß von Rad und Gleis sowie im leiseren Lauf des Rads auf der Schiene. Auf der InnoTrans stellt das DLR ein Experimental-Fahrwerk auf einem Schienen-Rollprüfstand im Maßstab 1:5 vor, das die mechatronische Spurführung der Einzelrad-Fahrwerke im Next Generation Train demonstriert.
Folgt: 50 Prozent Energie einsparen