100 MW PV für Ägypten

Italienischer Stromversorger Building Energy baut zwei PV-Kraftwerke mit je 50 MW

Building Energy, unabhängiger Ökostromversorger mit Sitz in Mailand und “Erneuerbare-Energien-Unternehmen des Jahres 2015”, meldete am 29.06.2015 die Unterzeichnung einer Absichtserklärung (MoU) zum Bau zweier PV-Kraftwerke mit 50 MW Leistung im oberägyptischen Benban. Ägyptens Ministerium für Elektrizität und Erneuerbare Energien hat die Absichtserklärung für das PVk-Projekt mit einem Gesamtvolumen von 180 Millionen Euro durch seine staatliche Agentur für neue und erneuerbare Energien (NREA) unterschreiben lassen.

Jedes der beiden PV-Kraftwerke soll jährlich 143 GWh Solarstrom erzeugen und 143.000 t [[CO2]] vermeiden helfen. Der Baubeginn soll im Sommer 2016 sein, geschätzte Bauzeit: ein Jahr. Vor Ort arbeitet Building Energy mit dem lokalen Projektentwickler SolarShams zusammen.

[note “Solar-Energie-Schwester der PV: CPV-Versuchsanlage “Nacir” in Wadi Al-Natrum, 2010 finanziert durch die EU.  Die Tracker werden automatisch der Sonne nachgeführt, damit der konzentrierte Sonnenstrahl immer genau auf den Chip fällt. Sie erzeugen 40 kWp Strom. Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft]

Stromabnahmevereinbarung über 25 Jahre

Auf Grundlage eines Stromabnahmevertrages mit 25 Jahren Laufzeit sollen die PV-Kraftwerke an die Hochspannungsleitung angeschlossen werden, die Assuan mit Kairo verbindet und so den Strombedarf von rund 50.000 Familien decken.

BE-MENA-Geschäftsführer Cornelius Matthes (li., im Gespräch mit Prof. Robert Schlögl, FHI, CEC) zeigt sich hochzufrieden mit dem MoU: “Ägypten verfügt über hervorragende Sonnen- und Wind-Verhältnisse und hat ein gut organisiertes Programm ausgelegt, mit dem bis 2020 mindestens 20 Prozent der Energie aus erneuerbaren Quellen produziert werden soll.” Daher habe die ägyptische Regierung eine Reihe konkreter Schritte zur Erleichterung ausländischer Investitionen unternommen, um so den wachsenden Energiehunger zu stillen und das Wirtschaftswachstum anzukurbeln.” Besonders stolz ist Matthes auf mehr als 1.000 neue Arbeitsplätze, die durch die neuen Groß-PV-Anlagen entstehen werden, aber auch auf die [[CO2]]-Verringerung. Er hofft, “dass andere MENA-Länder bald dem Beispiel Ägyptens folgen  und im großen Stil Erneuerbare Energien einsetzen werden”.

Denn neben dem Projekt Benban führt Building Energy auch ein Konsortium auf der Short List für die Entwicklung eines 200-MW-Kraftwerks in KomOmbo an – BE ist laut Matthes in der Pipeline für weitere Großprojekte in Jordanien. Building Energy habe beträchtliche Auftragspläne in Ländern wie Saudi Arabien, Katar, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Kasachstan, so das Unternehmen.

Folgt: Ägypten in MENA vorn bei Wind und Sonne