Transparenz für EE-Finanzierung

Neue IoT-Plattform “Aristoteles”

Mit der Internet-of-Things-(IoT)-Plattform „Aristoteles“ hat das auf Investments in Erneuerbare Energien spezialisierte Hamburger Asset-Management-Unternehmen Kaiserwetter laut Computerwoche “die erforderliche Transparenz für mehr Investments in erneuerbare Energien – und gleichzeitig die Grundlage für ein innovatives Geschäftsmodell” geschaffen.

Wenn das Ziel der COP21 (Erderwärmung unter 2 Grad) erreicht werden soll, sind nach Expertenmeinung im Bereich der Erneuerbaren Energien bis 2030 Investitionen von rund 1,3 Billionen Euro notwendig. Hanno Schoklitsch, Geschäftsführer der Kaiserwetter Energy Asset Management GmbH, hält das nur dann für möglich, „wenn Investoren für die Assets Investitionssicherheit, professionelles Risiko-Management, Renditegewähr sowie ein länderübergreifendes, einheitliches Portfolio-Management sicherstellen können“.

Computerwoche: “Basierend auf dieser Überlegung entstanden im Jahr 2015 bei Kaiserwetter die ersten Ideen zur Plattform Aristoteles. Auf der Plattform sollten die technischen, kaufmännischen und meteorologischen Daten einer Anlage – egal, ob Windpark in der Mongolei, Solarpark in Afrika oder Offshore-Windpark in der Nordsee – aggregiert, korreliert und analysiert werden. Mit Hilfe von Smart Data Analytics könnte man dann Abweichungen zwischen Soll- und Ist-Standard hervorheben, um anzuzeigen, ob ein Asset ‘performt’ oder Geld verliert. Außerdem würde eine Predictive Data Simulation unter Anwendung eigens erstellter Algorithmen die Möglichkeit bieten, Szenarien für zukünftige Ereignisse zu simulieren und auf sich abzeichnende Problemfelder hinzuweisen.”

Kaiserwetter sei aber kein Softwarehaus, sondern ein technisches und kaufmännisches Management von Wind- und Solarparks betreuendes Unternehmen – also hätten sich die Hamburger für die Umsetzung der cloudbasierten IoT-Plattform an SAP als Technologiepartner gewandt.

[note Transparenz von Klimarisiken in Portfolios (institutional-money.com, “Fachmagazin für institutionelle Investoren”) – Klimabezogene Risikoanalysen tragen dazu bei, Risiken der Erderwärmung für Unternehmen, Lieferanten, Produktionsstätten und Wettbewerber gering zu halten. Diese Risiken müssen in die Anlageentscheidung einbezogen werden – also müssen Investoren informiert werden, wo die CO2-Risiken ihrer Anlage liegen. Die standardisierte Erfassung von Klimarisiken steht zwar noch am Anfang, aber es würden eben neue Konzepte zur transparenten Darstellung von Klimarisiken in einem Portfolio für Investoren vorgestellt. Beispielsweise können die indirekten CO2-Emissionen von Aktienanlagen gemessen werden. Der “normierte CO2-Fußabdruck“ als wichtige Vergleichsgröße ermöglicht zudem den Vergleich mit einer Benchmark, zwischen mehreren Portfolios sowie im Zeitablauf. Damit können Investoren sicherstellen, dass ihre Investition nicht das langfristige Klimarisiko erhöht. Beispiel: die MSCI Low Carbon Indexes. Der „normierte CO2-Abdruck“ des ESG-Index ist seit 2010 von 106,0 auf 62,4 Tonnen deutlich gesunken, der MSCI Europe zeigte hingegen einen eher verhaltenen Rückgang von 181,7 auf 164,4 Tonnen. Eine weitere wichtige Kennzahl ist die CO2-Intensität; sie setzt die gesamten CO2-Emissionen eines Portfolio-Unternehmens ins Verhältnis zu dessen Gesamtumsatz. Unternehmen mit einer hohen CO2-Intensität werden im ESG-Index niedriger geratet. Institutional Money (Wien) wörtlich: “Bis eine breitere Übereinstimmung und Verfügbarkeit standardisierter Methoden zur Bewertung des Klimarisikos in Investmentportfolios besteht, dürfte es noch eine gewisse Zeit dauern. Investoren, die sich schon jetzt vor Klimarisiken schützen und einen positiven Einfluss ausüben wollen, konzentrieren sich zum Beispiel auf entsprechende ETFs (Exchange-Traded Funds). Die ESG Xtrackers-ETFs der DWS bevorzugen hoch bewertete Unternehmen in Bezug auf ESG (Environmental, Social, und Corporate Governance) und schließen Unternehmen mit hohen CO2-Emissionen oder fossiler Brennstoffproduktion aus. (kb)]

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