Radikaler Klimaschutz in Dänemark

70 Prozent weniger CO2 bis 2030

Wenn Klimaaktivisten einstimmig die Politiker ihres Landes – von der sozialdemokratischen Regierung mitsamt linken Stützparteien bis zur Bürgeropposition – über den grünen Klee loben, lohnt ein genauerer Blick. Zumal Dänemarks auf breiter Front im Parlament ausgehandeltes Klimagesetz mit dem Ziel von 70 Prozent weniger CO2-Emissionen bis 2030 für Optimismus genau in den Wochen sorgte, als die Madrider UN-Klimakonferenz kläglich scheiterte und in Berlin die Große Koalition ihr verzagtes Klimapaket vorlegte, wie Thomas Borchert am 01.01.2020 in der Frankfurter Rundschau schrieb.

„Wir hätten noch vor einem Jahr in unseren wildesten Fantasien nicht von so einem ehrgeizigen Gesetz zu träumen gewagt“, sagt Birgitte Qvist-Sørensen von der Entwicklungsorganisation Dan Church Aid.

Jørgen Steen Nielsen, seit Jahrzehnten unangefochtener Leitstern für den dänischen Umweltdiskurs, kommentierte in „Information“: „Ein Triumph für die grünen Organisationen, die die Politiker mittels eines Bürgervorschlags und gekonnter Lobbyarbeit zu sehr hohen Klimazielen getrieben haben. Und ein Triumph für die zigtausend jungen Leute der neuen Klimabewegung mit ihren Schulstreiks und Klimamärschen.“ …

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