EWI und Agora Energiewende: EEG-Umlage steigt auf Rekordniveau

8,44 Cent pro Kilowattstunde möglich

Wissenschaftler befürchten, dass neben der bereits im Klimaschutzpaket beschlossenen Reduzierung der EEG-Umlage auch alle Einnahmen aus der CO2-Bepreisung von 25 Euro pro Tonne zur Senkung genutzt werden, schreibt Petra Hannen auf pv magazine. Ohne diese beiden Entlastungsmaßnahmen würde die EEG-Umlage 2021 in ihrem Szenario sogar auf 9,99 Cent pro Kilowattstunde steigen. Laut der Politikberatung Agora Energiewende (solarify.eu/nur-mit-gezieltem-zuschuss-aus-dem-bundeshaushalt) könnte die EEG-Umlage ohne politisches Eingreifen gar auf 8,6 Ct/kWh steigen. Die Experten schlagen der Regierung eine staatlich finanzierte Halbierung der Umlage vor.

EEG-Kosten machen fast ein Viertel des Strompreises aus

Das Portal Verivox: “Mit der EEG-Umlage wird der Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland finanziert. Aktuell liegt sie bei 6,76 Cent/kWh und macht damit fast ein Viertel des gesamten Strompreises für private Verbraucher aus. Die Bundesregierung plant, die EEG-Umlage mit den Einnahmen aus dem kommenden CO2-Preis auf Diesel, Benzin, Heizöl und Erdgas um rund 1,5 Cent abzusenken. Doch laut Berechnungen von Agora Energiewende wird diese Senkung nicht für eine Entlastung der Stromkunden ausreichen. Denn ohne politisches Eingreifen könnte die EEG-Umlage im kommenden Jahr auf 8,6 Ct/kWh ansteigen.”

Hannen/pv magazine: “Gründe für den Anstieg sind dem EWI zufolge ein Rückgang bei der Stromnachfrage und bei den Großhandelsstrompreisen. Bei ihrer Analyse sind die Wissenschaftler davon ausgegangen, dass neben der bereits im Klimaschutzpaket beschlossenen Senkung der EEG-Umlage auch zusätzliche Entlastungen aus dem geplanten nationalen Emissionshandelssystem greifen, also dass alle Zusatzeinnahmen durch die beschlossene Anhebung des Startpreises auf 25 Euro pro Tonne CO2 ab 2021 zur Kompensation der EEG-Umlage genutzt werden. ‘Ohne diese beiden Entlastungsmaßnahmen würde die EEG-Umlage sogar auf 9,99 Ct/kWh in 2021 und 8,36 Ct/kWh in 2022 ansteigen’, so das EWI.”

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