„Deutschland braucht sofortige Antwort auf US-Inflation-Reduction-Act“

DWV-Appell an Bundesminister Habeck – Jetz handeln und Voraussetzungen für „Grüne Wasserstoff-Marktwirtschaft“ schaffen

Zahlreiche Verbände und Unternehmen an Bundeswirtschaftsminister Habeck mit der Aufforderung appelliert, jetzt zu handeln und die Voraussetzungen für eine „Grüne Wasserstoff-Marktwirtschaft“ zu schaffen. Konkret geht es darum, eine sofortige Antwort auf den Inflation Reduction Act der USA zu geben, um die Verlagerung der Wasserstoffindustrie in die USA zu verhindern. Der Wasserstoffverband DWV hat das Schreiben formuliert: „Sehr geehrter Minister Habeck, der DWV und die Unterstützer dieses offenen Appels appellieren an Sie, sich für den Hochlauf einer grünen Wasserstoff-Marktwirtschaft und die dafür erforderlichen investitionssicheren Rahmenbedingungen in Deutschland und der EU einzusetzen.“ – weiterlesen…

Max-Planck-Startup entwickelt effizientere Batterien

Batene startet mit einer Finanzierung von zehn Millionen Euro

Eine Erfindung von Forschenden des Max-Planck-Instituts für medizinische Forschung könnte Batterien deutlich leichter, effizienter und sicherer machen. Das Team hat laut einer Medienmitteilung vom 09.11.2022 einen Weg gefunden, sehr feine Metallvliese zu erzeugen, die als Stromkollektoren in Batterien dienen und diese leistungsfähiger machen können. Die Batene GmbH, eine Ausgründung des Instituts, hat die Technik über die Technologietransfer-Organisation Max-Planck-Innovation lizenziert und vermarktet sie nun. Dafür erhält das Start-Up eine erste Finanzierung von zehn Millionen Euro. weiterlesen…

Abgeordnete streiten über Hochrisikotechnologie Atomkraft

Streckbetrieb laut Regierung vertretbar

Aus Sicht des Parlamentarischen Staatssekretärs im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMU), Christian Kühn (Bündnis 90/Die Grünen), ist der 2011 beschlossene Ausstieg aus der „Hochrisikotechnologie“ Atomkraft „auch in diesen Zeiten multipler Krisen richtig“- so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag über eine öffentlichen Sitzung des Petitionsausschusses am 09.11.2022. Den Streckbetrieb der drei noch laufenden Atomkraftwerke bis zum 15.04.2023 halte er aus Sicherheitsperspektive für vertretbar. Eine Laufzeitverlängerung indes bräuchte „erhebliche Investitionen in den Kraftwerken, um die Sicherheit auf dem gleichen Niveau zu gewährleisten“, sagte der BMU-Staatssekretär. weiterlesen…

Projekt MiningImpact erforscht Tiefsee-Manganknollenabbau

Mit „Expedition SO295“ Umweltschäden am Meeresgrund untersuchen

Wie stark zerstört der Manganknollenabbau den Lebensraum in der Tiefsee? Das untersucht laut einer Medienmitteilung des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel vom 11.10.2022 in den nächsten zwei Monaten die MiningImpact-Expedition SO295 mit dem Forschungsschiff SONNE in den Explorationslizenzgebieten der Clarion-Clipperton Zone im Nordpazifik. Beim Einsammeln von Manganknollen wird die belebte Zone des Meeresbodens abgetragen; zusätzlich bedecken die beim Abbau aufgewirbelten Sedimente große Flächen in der Umgebung. Ziel der Fahrt ist es, das komplette Ausmaß der Umweltauswirkungen anderthalb Jahre nach einem industriellen Gerätetest zu erfassen. (Abbildung: Manganknolle – 1982 aus dem Pazifik © Koelle, eig. Foto, CC BY-SA 3.0, commons.wikimedia.org) weiterlesen…

Bioabbaubares Mikroplastik in Böden lässt CO2-Emissionen ansteigen

Studie der Universität Bayreuth: Je kleiner biologisch abbaubare Mikroplastik-Partikel und je höher ihre Konzentration, umso mehr CO2 entweicht

Biologisch abbaubare Mikroplastik-Partikel in Böden können zu einem verstärkten Anstieg von CO2-Emissionen in die Erdatmosphäre führen. Dies zeigt eine interdisziplinäre, in „Applied Soil Ecology“ veröffentlichte Studie des Sonderforschungsbereichs 1357 „Mikroplastik“ an der Universität Bayreuth. Experten für Bodenökologie und ökologische Mikrobiologie vergleichen darin erstmals in systematischer Form die Auswirkungen eines herkömmlichen und eines bioabbaubaren Kunststoffs in unterschiedlichen Böden. Auch die Folgen für die mikrobielle Biomasse in den Böden, insbesondere für Bakterien und Pilze, werden analysiert. (Foto: Freigesetztes CO2 wird in einer Respicond-Anlage gemessen – © UBT Christian Wißler) weiterlesen…

In kommerzielle Batterien „hineinschauen“

Kontrolle und Untersuchung der Chemie einer Batterie entscheidend für Verbesserungen des Aufbaus

Ein multidisziplinäres Forschungsteam, an dem Wissenschaftler des Collège de France, des CNRS, der Université Rennes 1 und der Université de Montpellier beteiligt waren, hat eine Methode entwickelt, mit der die Entwicklung der Chemie im Inneren einer Batterie live und während ihrer zahlreichen Lade- und Entladevorgänge verfolgt werden kann. Diese am 07.11.2022 in Nature Energy vorgestellte Technologie ebnet den Weg für die Verbesserung der Leistung und des Designs zukünftiger Batterien. – weiterlesen…

Deutschland steigt aus Energiecharta-Vertrag aus

„Großer Erfolg für Klima   u n d   Demokratie“

Nach jahrelangen Protesten von Klimaschützern gegen den Energiecharta-Vertrag (ECT) und zwei Jahren erfolgloser Verhandlungen über seine Reform kündigt die Bundesregierung nun den Ausstieg Deutschlands aus dem Anti-Klima-Abkommen ECT an – so eine Medienmitteilung des Umweltinstituts München. Konzerne haben den ECT in den vergangenen Jahren für teilweise milliardenschwere Klagen gegen Staaten genutzt, die aus fossilen Energien aussteigen oder höhere Umweltschutzstandards einführen wollten. (Foto: Anti-ECT-Demonstration vor dem EU-Rats-Gebäude in Brüssel – © CAN Europe.org) weiterlesen…

Keine Anzeichen für Rückgang der weltweiten CO2-Emissionen

Carbon Project: Bis Ende 2022 weltweit 36,6 Milliarden Tonnen CO2

Im Jahr 2022 erreichen die fossilen CO2-Emissionen weltweit 36,6 Milliarden Tonnen CO2 und werden somit leicht höher liegen als vor der Corona-Pandemie. Zusammen mit Landnutzungsemissionen von 3,9 Milliarden Tonnen belaufen sich die Gesamtemissionen auf 40,6 Milliarden Tonnen und damit leicht unter den bislang höchsten Werten von 2019 (40,9 Milliarden Tonnen). Dies zeigt der aktuelle Bericht des Global Carbon Projects. weiterlesen…

Gestärkt aus der fossilen Energiekrise

Mit Inflationsbekämpfungspaket für Klimaschutz und gegen Energiedilemma

Mit einer Investitionsoffensive in Erneuerbare Energien, Energieeffizienz und strombasierte Technologien in Industrie und Gebäuden kann Deutschland die fossile Energiekrise strukturell überwinden und zugleich seine Ausgaben für Gas- und Öl-Importe massiv senken. Agora Energiewende legte am 02.11.2022 einen Vorschlag für ein Inflationsbekämpfungspaket vor, mit dem Deutschland die Energiekrise überwinden und zugleich den Klimaschutz stärken kann. Die hierfür nötigen Bundesmittel lassen sich vollständig durch Einsparungen bei Importen von Öl und Gas gegenfinanzieren. weiterlesen…

BMWK beantragt Bundestagszustimmung zu Kohleausstieg in NRW – Lützerath wird abgebaggert

Antrag auf frühere Beendigung der Kohleverstromung im Revier

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz beantragte am 08.11.2022 die gemäß § 49 des Kohleverstromungsbeendigungsgesetzes erforderliche Zustimmung des Deutschen Bundestages zum Änderungsvertrag zum öffentlichrechtlichen Vertrag zur Reduzierung und Beendigung der Braunkohleverstromung in Deutschland (20/4299). Die Bundesregierung soll damit ermächtigt werden, diesen Vertrag mit den Betreibern von Braunkohleanlagen und weiteren, von der Reduzierung und Beendigung der Braunkohleverstromung unmittelbar betroffenen Braunkohletagebauunternehmen zu schließen. weiterlesen…