Saarbrücker Biotechnologen erforschen Herstellung nachhaltiger Recycling-Kunststoffe

Mikrobielle Syntheserouten

Fast 380 Millionen Tonnen Kunststoffe werden derzeit pro Jahr produziert – mit stark steigender Tendenz und den bekannten negativen Folgen für unseren Planeten. Das EU-Projekt „REPurpose“ will daher neue Wege für die effiziente Nutzung von Ressourcen bei der Kunststoff-Herstellung erforschen. Prof. Christoph Wittmann und sein Team am Institut für Systembiotechnologie der Universität des Saarlandes (iSBio) forschen im EU-Projekt „REPurpose“ daran, mithilfe von Mikroorganismen Bausteine für nachhaltige Kunststoffe aus Abfällen herzustellen. weiterlesen…

Reifen-zu-Reifen-Recycling in zwei Minuten

Devulkanisierung als Gummi-Keislaufwirtschaft

In weniger als zwei Minuten stellt der Reifenrecycler Tyromer, 2009 von der University of Waterloo in Ontario, Kanada, gegründet, aus altem Gummi hochwertige Polymere für neue Reifen her. Chemikalien seien dazu nicht nötig, heißt es in einer Medienmitteilung. Continental will laut einer Tyromer-Medienmitteilung vom 14.11.2022 das neue Material einsetzen – und ergänzt damit seine eigenen Recyclingaktivitäten. weiterlesen…

Carbon2Chem® soll NRW zu klimaneutral werden lassen

5. C2C-Konferenz beleuchtete Technologien zur Realisierung einer Circular Economy

Ergebnisse der Carbon2Chem®-Forschenden im vergangenen Jahr und deren Umsetzung in die industriellen Anwendung sollte die 5. Konferenz zur nachhaltigen chemischen Konversion in der Industrie am 03.11.2022 in Düsseldorf bringen. Eingeladen hatten die Koordinatoren des vom BMBF geförderten Projektes: das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT, die thyssenkrupp AG und das Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion (MPI CEC). weiterlesen…

Ökosystemleistungen in der räumlichen Planung einsetzen

Chancen und Handlungsoptionen

Das Konzept der Ökosystemleistungen bietet eine Möglichkeit, um Natur und Landschaft zu schützen und nachhaltig zu nutzen. In Planungsprozessen kann es genutzt werden, um die Leistungen des Naturhaushaltes sichtbar zu machen, zu bewerten und gegenüber anderen Interessen abzuwägen, um so transparentere Grundlagen für Entscheidungen bereitzustellen. Ein Positionspapier der ARL – Akademie für Raumentwicklung in der Leibniz-Gemeinschaft (ARL 141) verdeutlicht anhand von zehn Thesen, wie das Konzept der Ökosystemleistungen in der räumlichen Planung genutzt werden kann, um die Umsetzung und Wirkung der Planungen im Sinne des Ressourcenschutzes zu verbessern. (Titel: Ökosystemleitungen inder räumlichen Planung einsetzen – © ARL) weiterlesen…

Effizienz und Nachhaltigkeit wichtigste Trends

Studie zum Batteriemarkt

Der globale Batteriemarkt wird in den nächsten Jahren in erster Linie von den Faktoren Nachhaltigkeit, der Verfügbarkeit von Rohstoffen, der wachsenden Zahl von Elektroautos sowie dem Wunsch nach immer leistungsfähigeren Batterien geprägt. Weil die Nachfrage ungebrochen ist, weiten die Hersteller ihre Kapazitäten ständig aus. Bis 2030 könnte die weltweite Produktion bei 6 bis 9 TWh liegen. Das sind einige der Ergebnisse des „Battery Monitor 2022“, den der Lehrstuhl „Production Engineering of E-Mobility Components“ (PEM) der RWTH Aachen gemeinsam mit der Unternehmensberatung Roland Berger in zweiter Auflage veröffentlicht hat. weiterlesen…

Neues Konzept für Solarzellen

Entwickelt an TU Dresden

Die Gruppe um Prof.Yana Vaynzof am Integrated Center for Applied Physics and Photonic Materials (IAPP) und dem Center for Advancing Electronics Dresden (cfaed) der Technischen Universität Dresden hat ein völlig neues Konzept für Solarzellen entwickelt. Dieses macht sich die Tatsache zunutze, dass Materialien in unterschiedlichen Kristallmodifikationen vorliegen können. Dieses Phänomen der Polymorphie bedeutet, dass ein Material unterschiedliche Eigenschaften aufweisen kann, je nachdem wie seine Atome und Moleküle im Kristallgitter angeordnet sind. Die entsprechende Untersuchung wurde nun open access in Nature Energy veröffentlicht. weiterlesen…

LNG-Terminals mit klimaneutraler Zukunft?

Übergang des Energiesystems zu erneuerbaren Energieträgern und damit die Energiewende könnten behindert werden

Neue LNG-Terminals sollen die Energieabhängigkeit von russischem Erdgas verringern helfen. Die damit einhergehende fossile Infrastruktur könnte allerdings den Übergang des Energiesystems zu erneuerbaren Energieträgern und damit die Energiewende behindern. Daher ist die Frage der Umrüstbarkeit dieser LNG-Terminals für eine spätere Nutzung mit erneuerbaren Energieträgern wie flüssigem Wasserstoff oder Ammoniak von besonderer Bedeutung. Eine Untersuchung des Fraunhofer ISI im Auftrag der European Climate Foundation (ECF) befasst sich hiermit und kommt zu dem Ergebnis, dass eine spätere Umrüstung von LNG-Terminals zum Import von Flüssigwasserstoff oder Ammoniak mit großen Unsicherheiten behaftet ist. weiterlesen…

Schlechte Noten für Deutschland

Globaler Klima-Risiko-Index: drei Plätze schlechter

Im jährlichen weltweiten Klimaschutzranking ist Deutschland (vonPlatz 13) auf Platz 16 abgerutscht, so tagesschau.de und Germanwatch am 14.11.2022. Der Grund: die hohen Verkehrsemissionen, so die Autoren der Untersuchung, Jan Burck, von German Watch und Niklas Höhne vom NewClimate Institute.  Die ersten drei Plätze wurden, wie schon in früheren Jahren, nicht besetzt, sie blieben weiß. Burck: „Die ersten drei Plätze konnten wir nicht vergeben, weil kein Land genug unternimmt, um gefährlichen Klimawandel zu vermeiden“. Als bestes Land in Sachen Klimaschutz landet Dänemark auf Platz vier, gefolgt von Schweden und Chile. weiterlesen…

Baerbock zu COP27 vor Bundestag

Aufbruch zum Klimaschutz: Aus „Wandel“ wurde „Krise“

Am 11.11.2022 hielt die Bundesministerin des Auswärtigen, Annalena Baerbock, vor dem Deutschen Bundestag eine Rede aus Anlass der COP27 in Scharm-el-Scheich. Hauptthema war die 1,5-Grad-Grenze. Solarify dokumentiert. (Foto: Bundestagsplenum – Screenshot © parlamentsfernsehen) weiterlesen…

EU-Bedenken wg. „diskriminierender“ Produktionsanforderungen im US-Anti-Inflationsgesetz

Produktionsanforderungen im US Inflation Reduction Act umstritten

Die Europäische Union und die USA bemühen sich um eine Lösung für zentrale Aspekte der „diskriminierenden“ Produktionsanforderungen im US-Inflationsbekämpfungsgesetz (Inflation Reduction Act – IRA). Die EU erklärte bereits, dass sie den Fall vor die Welthandelsorganisation bringen könnte, falls kein Kompromiss erzielt werden kann, schreibt pv magazine Global. weiterlesen…