Dekarbonisierung und Arbeitsmarkt

Weltweit jeder vierte Arbeitsplatz vom Klimawandel betroffen, Wachstumspotenzial für neue Jobs überwiegt

Mehr als 800 Millionen Arbeitsplätze weltweit – etwa ein Viertel der heutigen Erwerbsbevölkerung – sind durch die Auswirkungen des Klimawandels und der wirtschaftlichen Transformation zu Netto-Null-Emissionen betroffen. Das ist eines der Ergebnisse der Deloitte-Studie „Work toward net zero“, die am 08.11.2022 im Rahmen der Weltklimakonferenz COP27 in Scharm El-Scheich vorgestellt wurde. Diese zeigt auf, wie eine aktive Transformationspolitik den Weg für eine emissionsarme Wirtschaft mit mehr Arbeitsplätzen sowie neuen Tätigkeiten und Kompetenzen bereiten kann, während gleichzeitig die Folgen des Klimawandels abgemildert werden. weiterlesen…

Biokraftstoffe übererfüllen THG-Quote 2021 deutlich

15 Millionen Tonnen CO2

Die Mineralölindustrie hat die Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote) 2021 deutlich übererfüllt, so eine Medienmitteilung des Biokraftstoffverbandes vom 10.11.2022. Insgesamt wurden dadurch nach aktuellen Angaben der Generalzolldirektion (GZD) über 15 Millionen Tonnen CO2-Reduzierung angerechnet. Dies entspricht einer Minderung in Höhe von 7,26 Prozent; gesetzlich vorgeschrieben waren lediglich sechs Prozent. weiterlesen…

Korrosionsschutz auf hoher See

Offshore-Windenergie: BAM und EnBW testen

Beim beschleunigten Ausbau der Windenergie kommt dem Offshore-Bereich eine besondere Bedeutung zu. Auf hoher See gefährdet jedoch insbesondere Korrosion die Sicherheit und Langlebigkeit der Anlagen. Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) hat jetzt laut einer Medienmitteilung vom 08.11.2022 zusammen mit der Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) eine einzigartige Versuchskampagne gestartet, um die Entwicklung von Schutzsystemen voranzutreiben. weiterlesen…

Heizungsindustrie treibt Wärmepumpenhochlauf voran

Hersteller investieren massiv und fordern Beseitigung von Markthemmnissen

In Berlin trafen sich am Vertreter von Unternehmen, Verbänden und Politik zum zweiten Wärmepumpengipfel. Im Kern ging es wie schon beim ersten Gipfel vor rund einem halben Jahr um die Frage, wie der Hochlauf der Wärmepumpentechnologie organisiert werden kann. Bundesregierung und Branche wollen ab 2024 jährlich 500.000 Geräte installieren. Dazu bekannten sich vor einem halben Jahr alle Beteiligten im Rahmen einer Absichtserklärung. (Foto: Wärmepumpe – © HarmvdB auf Pixabay) weiterlesen…

Dieses Jahr 2,7 Prozent weniger Stromverbrauch

Witterung und Preisanstieg

Der Energieverbrauch in Deutschland wird 2022 voraussichtlich um 2,7 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres liegen. Zu dieser Einschätzung kommt die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AG Energiebilanzen) auf Grundlage der aktuellen Daten zum Energieverbrauch der ersten neun Monate des laufenden Jahres. Die AG Energiebilanzen rechnet für 2022 mit einem Gesamtverbrauch von 12.040 Petajoule (PJ) oder 410,9 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten (Mio. t SKE). weiterlesen…

COP27: Klimarettung nur mit Ressourcenwende

UN-Wissenschaftler machen auf Bedeutung einer nachhaltigen Ressourcennutzung für Lösung der planetaren Dreifachkrise aufmerksam

Ohne Ressourcenschonung und Kreislaufwirtschaft sind die Klimaziele nicht zu erreichen. Erstmalig kamen bei einem von Bundesumweltministerium und Weltressourcenrat (International Resource Panel, IRP) organisierten COP27-Side-Event Wissenschaftler von Weltklimarat (IPCC), Weltbiodiversitätsrat (IPBES) und Weltressourcenrat (IRP) zusammen, um über Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft zu sprechen. Die Veranstaltung fand laut einer BMUV-Medienmitteilung vom 17.11.2022 am „Tag der Lösungen“ im Rahmen der Weltklimakonferenz (COP27) im ägyptischen Sharm El-Sheikh statt. (Foto: COP27 Plenum – © UNFCCC 6 Nov 22 Simon Stiel, Kiara Worth 3CC BY-NC-SA 2.0) weiterlesen…

Deutschland braucht ambitionierte Cybersicherheitsstrategie

BSI: Hohe Gefährdung

Die Deutschen sind im Cyberraum so gefährdet wie nie zuvor, zeigt der aktuelle Lagebericht des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik. Es existieren aber zahlreiche Hürden auf dem Weg zu einem höheren Sicherheitsniveau. Die erste Publikation des acatech-Projekts „Cybersicherheit“ gibt am 17.11.2022 Denkanstöße, um die Sicherheit in Deutschland zu verbessern. weiterlesen…

Lesehinweis: „Wo ein Wille ist, ist was im Weg“

Genehmigung von Windgeneratoren dauert sieben Jahre

Vom Ausbau der Windkraft hängt unter anderem der Erfolg der Energiewende ab. Eine Auswertung der Planungsdaten zeigt: Wenn alles gebaut würde, was beantragt wird, wäre die grüne Energiewirtschaft bald Realität, schreibt Konrad Fischer am 03.11.2022 in der Wirtschaftswoche. An der mangelnden Bereitschaft also liegt es nicht: Seit Jahren schon weisen Experten darauf hin, dass viel zu wenige Solarkraftanlagen und vor allem Windräder gebaut werden, um die großen, grünen Ziele der wechselnden Regierungen zu erreichen. Seit dem Antritt der Ampelkoalition ist dieser Widerspruch, immerhin, Staatsraison. weiterlesen…

Deutschland beschleunigt Klimaschutz durch weltweiten Aufbau grüner Wasserstoffwirtschaft

BMZ und BMWK wollen 550 Millionen Euro investieren

Deutschland plant, weitere 550 Millionen Euro für den Aufbau neuer Wasserstofffonds der KfW bereitzustellen. Das kündigten laut einer Medienmitteilung vom 15.11.2022 Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze und der Parlamentarische Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Stefan Wenzel, im Rahmen der 27. UN-Klimakonferenz im ägyptischen Scharm El-Scheich an. Für eine zielgenaue Förderung sollen zwei spezielle Wasserstoff-Fonds neu geschaffen werden: Der sogenannte Ptx-Entwicklungsfonds wird Wasserstoff-Investitionen in Entwicklungs- und Schwellenländern fördern, der Ptx-Wachstumsfonds wiederum soll den globalen Markthochlauf und Infrastruktur für grünen Wasserstoff insgesamt beschleunigen. weiterlesen…

Deutschland nicht „Wasserstoff-ready“

E.ON vermisst zudem Infrastruktur

Deutschland ist nicht ausreichend vorbereitet auf den Hochlauf der Wasserstoff-Wirtschaft. So lautet das Ergebnis der H2-Bilanz, einer Analyse von E.ON, die auf Daten des Energiewirtschaftlichen Instituts an der Universität zu Köln (EWI) basiert. Mit Blick auf das Jahr 2030 stellt sich heraus, dass weder die inländische Erzeugungskapazität von grünem Wasserstoff ausreicht, noch der deutsche Importbedarf gedeckt werden kann. Nach jetzigem Stand erreicht die Bundesregierung nur gut die Hälfte ihres Wasserstoff-Ziels für 2030. Außerdem mangelt es an der Infrastruktur, um Wasserstoff zu den Kunden zu bringen. weiterlesen…