Wachsende Troposphäre durch Klimawandel

Weiterer Beleg für anthropogene Klimaveränderungen

Bereits seit vier Jahrzehnten steigt die Grenzschicht zwischen Troposphäre und Stratosphäre um über 53 Meter pro Dekade an. Wie das EU-Umweltbüro berichtet, liege die mittlere Höhe der Tropopause inzwischen bei 12,4 Kilometern und damit um 200 Meter niedriger als noch 1980. Ein internationales Forscherteam um Lingyun Meng von der Nanjing University hat dazu in Science Advances Forschungsergebnisse veröffentlicht. weiterlesen…

Hohe Energiedichte, nachhaltige Produktion

Universität Bayreuth leitet neues BMBF-Projekt zu Festkörperbatterien

Ein neues, durch die Universität Bayreuth koordiniertes Forschungsprojekt verfolgt das Ziel, die Energiedichte von wiederaufladbaren Festkörperbatterien deutlich zu erhöhen und die Produktion dieser Batterien nachhaltiger zu gestalten – so eine Medienmitteilung vom 09.11.2021. Hierfür ist die sogenannte Pulver-Aerosol-Depositionsmethode (PAD) ein aussichtsreiches Verfahren, das künftig für die Beschichtung von Kathoden und Festelektrolyten eingesetzt werden soll. Forschungspartner sind die Universität des Saarlandes und das Karlsruher Institut für Technologie. Im Cluster-Netzwerk „Forschungsfabrik Batterie“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) ist die Uni Bayreuth jetzt auch am Kompetenzcluster „Festkörperbatterien – FestBatt“ beteiligt. (Bild: Mit PAD erzeugte Keramikschicht auf poröser gasdurchlässiger Elektrode – © Jörg Exner, UBT) weiterlesen…

Neue Einblicke in Struktur des Neutrons

Internationales Forschungsteam misst Formfaktoren des Neutrons bisher unerreicht präzise

Sämtliche bekannte Atomkerne und damit fast die gesamte sichtbare Materie bestehen aus Protonen und Neutronen – und doch sind viele Eigenschaften dieser allgegenwärtigen Bausteine der Natur noch nicht verstanden. Vor allem das Neutron als ungeladenes Teilchen verschließt sich vielen Messungen, und es gibt auch 90 Jahre nach seiner Entdeckung noch viele offene Fragen, beispielsweise in Bezug auf seine Größe und seine Lebensdauer. Nun es ist es gelungen, am BESIII-Experiment in China genau diese Daten für den Energiebereich von 2 bis 3,8 Gigaelektronenvolt zu messen und zwar im Vergleich zu vorherigen Messungen mit mehr als 60-mal größerer Genauigkeit, wie die Kollaboration am 08.11.2021 auf der JGU-Webseite und in der aktuellen Ausgabe von Nature Physics berichtet. (Grafik: Atommodell – © Memed_Nurrohmad, pixabay) weiterlesen…

Elektronen-Familie erzeugt bisher unbekannten Aggregatzustand

Neue Art von Supraleitung?

Ein internationales Forschungsteam des Exzellenzclusters ct.qmat – Komplexität und Topologie in Quantenmaterialien der Universitäten Dresden und Würzburg hat in einem Metall einen vollkommen neuartigen Aggregatzustand nachgewiesen, der durch die Verbindung von vier Elektronen entsteht – bis jetzt kannte man lediglich Elektronen-Paare. Diese Entdeckung könnte zu einer neuen Art von Supraleitung, zu einer gänzlich neuen Forschungsrichtung und zu revolutionären Technologien wie Quantensensoren führen. Die Ergebnisse wurden jetzt in Nature Physics veröffentlicht. weiterlesen…

Seegras als natürlicher CO2-Speicher

Dank Symbiose mit symbiotischen Bakterien

Seegraswiesen bieten einen vielseitigen Lebensraum an vielen Küsten. Zudem speichern sie große Mengen CO2 aus der Atmosphäre und speichern ihn im Ökosystem. Um gut zu gedeihen, brauchen die Seegräser Nährstoffe, hauptsächlich Stickstoff. Bisher glaubte man, dass die Pflanzen den Stickstoff vorwiegend aus dem umgebenden Wasser und Sediment aufnehmen. Diese sind allerdings extrem nährstoffarm. Nun zeigt eine Studie von Forschenden des Bremer Max-Planck-Instituts für marine Mikrobiologie, dass Seegras im Mittelmeer in seinen Wurzeln eine Symbiose mit einem Bakterium unterhält, das den für das Wachstum notwendigen Stickstoff liefert. Solche Symbiosen waren bisher nur von Landpflanzen bekannt. (Foto: Forscher bei Probennahme in Mittelmeer-Seegraswiesen, ein Messgerät bestimmt Sauerstoffgehalt im Meeresboden – (mit frdl. Genehmigung MPI-Bremen) © Hydra Marine Sciences) weiterlesen…

COP26: „Ende der Kohle in Sicht“

„Kohle wird im Rahmen der COP26 in die Geschichte eingehen“

Mindestens 23 Länder sind am 04.11.2021 einer offiziellen Medienmitteilung zufolge neue Verpflichtungen zum Ausstieg aus der Kohleverstromung eingegangen, darunter fünf der 20 Länder, die weltweit am meisten Kohle verstromen. Große internationale Banken verpflichten sich, bis Ende 2021 alle internationalen öffentlichen Finanzierungen für neue, unverminderte Kohlekraftwerke zu beenden. weiterlesen…

Lesehinweis: „IPCC, Du hast Dich klar ausgedrückt: Der Mensch ist Hauptursache des Klimawandels“

1988 wurde das International Panel on Climate Change (IPCC) als gemeinsames Unternehmen der Weltorganisation für Meteorologie und des Umweltprogramms der Vereinten Nationen gegründet, um die führenden Politiker der Welt über die Risiken des anthropogenen (vom Menschen verursachten) Klimawandels zu beraten. Im Jahr 1992 wurde der Auftrag präzisiert, als in der UN-Klimarahmenkonvention das Konzept der „gefährlichen anthropogenen Störung“ (DAI) des Klimasystems definiert wurde. (Foto: Naomi Oreskes bei 2. Europäischer TA-Konferenz in Berlin 2015 – © Adrian Grycuk – eig. Werk, CC BY-SA 3.0, commons.wikimedia.org) weiterlesen…

Mikroorganismen bilden elementaren Kohlenstoff

Neuer Weg zur Bildung von reinem Kohlenstoff durch Mikroorganismen identifiziert

Kohlenstoff kommt auf der Erde in verschiedenen Strukturen und Formen vor. Elementarer Kohlenstoff entsteht meist durch hohen Druck und hohe Temperaturen. Nun haben Forschende erstmals Mikroorganismen identifiziert, die elementaren Kohlenstoff bilden. Das Team, dem auch Gunter Wegener vom MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen und dem Max-Planck-Institut für marine Mikrobiologie Bremen angehört, hat seine Ergebnisse dazu am 27.10.2021 in Science Advances (CC BY-NC 4.0) veröffentlicht. (Bild: Die Konsortien unter dem Mikroskop – © Gunter Wegener, Benedikt Geier, MPI Bremen, CC BY-NC 4.0) weiterlesen…

Eine Tonne CO2 aus der Luft zu filtern, kostet tausend Kilowattstunden Strom

„Direct Air Capture“-Anlagen können einen effizienten Klimaschutz-Beitrag leisten

Das Zehntausend-Seelen-Dorf Hilwil bei Zürich ist eine Art Mekka für Klimaschutz-Bewegte: Schon seit 2017 betreibt dort die Firma Climeworks eine futuristisch anmutende Pilotanlage für „Direct Air Caputure“ – und holt mit chemischen Filtern jährlich 900 Tonnen des wichtigsten Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) aus der Atmosphäre. Dass dies nicht nur imposant aussieht, sondern auch in großem Umfang sinnvoll sein könnte, belegt jetzt eine Studie unter Mitwirkung des Berliner Klimaforschungsinstituts MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change). Sie wurde in der Fachzeitschrift Nature Energy veröffentlicht. (Foto: Futuristischer Look CO2-Luftfilteranlage in Hilwil in der Schweiz, gespeist von Energie aus Müllverbrennung – © Climeworks, Dunlop) weiterlesen…

„Meilenstein in der globalen Zusammenarbeit“

G20 in Rom: Keine Einigung über Klimaziel
Im Wortlaut: PK von Bundeskanzlerin Merkel und Bundesminister Scholz

Nach dem G20-Gipfel in Rom erklärten die beiden deutschen Teilnehmer, Bundeskanzlerin Merkel und Finanzminister Scholz, im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz das Ergebnis der Konferenz als vollen Erfolg – im Unterschied zu den Medien-Kommentatoren. Der in der ewigen Stadt erzielt Kompromiss sei „ein sehr gutes Ergebnis“. Das, obwohl die bereits fest beschlossenen Hilfszahlungen an die Entwicklungsländer, 100 Mrd. pro Jahr, erst 2023, wenn überhaupt beginnen werden. Merkel betonte, die Grenze von „1,5 Grad muss in Reichweite sein“. Scholz sagte, wichtig sei es, „jetzt dafür zu sorgen, dass die Ziele nicht nur Ziele bleiben“. Gegenwärtig errechnen wissenschaftliche Modellierer des IPCC eher eine Temperaturerhöhung auf 2,7 Grad, wenn es bei den aktuellen Zielen bleibt. Solarify dokumentiert die Statements von Merkel und Scholz. (Archiv-Foto: Olaf Scholz, Angela Merkel 2018 – © Sandro Halank, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0) weiterlesen…