„Eines der größten Probleme der Welt“

Klimawandel könnte bis Mitte des Jahrhunderts zum Hauptgrund für den Verlust der biologischen Vielfalt werden

Während die weltweite Artenvielfalt im 20. Jahrhundert allein durch Veränderungen der Landnutzung zwischen 2 und 11 Prozent abgenommen hat, könnte der Klimawandel bis Mitte des 21. Jahrhunderts zum Hauptverursacher des Biodiversitätsrückgangs werden. Dies ist das Ergebnis der größten Modellstudie ihrer Art, die jetzt in Science veröffentlicht wurde. Die Studie wurde von mehr als 50 Forschenden aus über 40 Einrichtungen durchgeführt, unter Leitung des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) und mit Beteiligung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK). weiterlesen…

5 Mio. Euro für Kreislaufwirtschaft

Saarland investiert in Forschungskooperation zwischen Fraunhofer IZFP und htw saar

Mit Mitteln aus dem Transformationsfonds soll der Aufbau von zwei kooperativen Forschungsgruppen in enger Verknüpfung der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes (htw saar) und dem Fraunhofer-Institut für Zerstörungsfreie Prüfverfahren (IZFP) finanziert werden. Im Fokus steht dabei die Erforschung von neuen Methoden, um Ressourcen in der Industrieproduktion durch Kreislaufprozesse zu schonen. Nach der Anschubphase werden die neuen Forschungsfelder zukünftig dauerhaft ihre Heimat am Fraunhofer IZFP in Saarbrücken haben. (Foto: Begleitende Technologiedemonstration zur Pressekonferenz am Fraunhofer IZFP – © Fraunhofer IZFP) weiterlesen…

DUH: Elektrogesetz „ambitionslos“ – Wiederverwendung regeln!

DUH kritisiert Gesetzentwurf als ambitionslos und fordert Ausweitung der Sammelpflichten sowie Vorgaben zur Wiederverwendung

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hält den am 02.05.2024 vom Bundesumweltministerium vorgelegten Entwurf zur Novelle des Elektrogesetzes für ungeeignet, um das Problem wachsender Elektroschrottberge zu lösen. Insbesondere bei der Rückgabe und Wiederverwendung von Elektrogeräten fordert der Umwelt- und Verbrauchschutzverband massive Nachbesserungen. Dazu gehöre die Abkehr von branchenübergreifenden Sammelzielen hin zu konkreten Vorgaben, an die sich jeder einzelne Hersteller halten muss. Zur Steigerung der Sammelmengen brauche es zudem eine generelle Verpflichtung für alle Händler, beim Verkauf eines neuen Geräts ein ähnliches Altgerät zurückzunehmen. Der Entwurf sieht dies nur für Einweg-E-Zigaretten vor. weiterlesen…

Wie grüne Städte CO2 aus der Atmosphäre holen könnten

Metastudie des Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC)

Mehr als tausend Städte weltweit haben mittlerweile „Netto-null“ angekündigt: Sie wollen nur noch so viel CO2 in die Atmosphäre emittieren, wie sie gleichzeitig zurückholen. Eine aufwändige Metastudie bündelt laut einer Medienmitteilung vom 02.05.2024 den Wissensstand dazu, welche Methoden dienlich sein und was sie ausrichten könnten. Fazit: Technisch betrachtet könnten sich urbane Entnahmen dieses wichtigsten Klimagases zur Mitte des Jahrhunderts auf eine Gigatonne jährlich addieren, also 1.000 Millionen Tonnen. Die Studie wurde erstellt vom Berliner Klimaforschungsinstitut MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change) und in Nature Cities veröffentlicht. weiterlesen…

Nachhaltige Mobilität

Wie sich Gewohnheiten ändern können

Im Projekt MobilKULT untersucht das Fraunhofer ISI, wie sich individuelle Mobilitätsgewohnheiten, Erfahrungen mit der Infrastruktur, Einstellungen zu verschiedenen Verkehrsmitteln sowie die Meinung zu politischen Maßnahmen entwickeln. Alle sechs Monate führt das Forschungsteam eine repräsentative Befragung durch. In den vergangenen beiden Wellen stand das Deutschlandticket im Fokus – und dieses hat laut der Studie Potenzial für eine Veränderung der Mobilität in Richtung Nachhaltigkeit. weiterlesen…

Zielwerte für ITER erreicht

Neuer Weltrekord auf Teststand ELISE

Am Max-Planck-Institut für Plasmaphysik wird eine Ionenquelle für die Neutralteilchen-Heizung (NBI für Neutral Beam Injection) entwickelt, die künftig das Plasma des weltgrößten Fusionsexperiments ITER auf viele Millionen Grad Celsius bringen soll. Forschende am Teststand ELISE (Extraction from a Large Ion Source Experiment) konnten einer Medienmitteilung vom 29.04.2024 zufolge erstmals für ITER benötigte Ionenstromdichten erzeugen. (Grafik: Ionenstromdichten aus früheren Experimenten in ELISE  – © MPI für Plasmaphysik) weiterlesen…

Wie passen Marktwirtschaft und Klimaschutz zusammen?

Zukunftsgruppe Wettbewerb & Nachhaltigkeit der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf zieht Bilanz

Die Zukunftsgruppe Wettbewerb & Nachhaltigkeit der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) hat sich mit der Frage beschäftigt, wie sich wirtschaftlicher Wettbewerb einerseits und Nachhaltigkeitsziele andererseits auf einen Nenner bringen lassen. Können die ambitionierten Ziele für nachhaltige Entwicklung trotz Wettbewerbs zwischen Unternehmen erreicht werden? Wie kann ein Unternehmen Zulieferern im globalen Süden bessere Bedingungen anbieten, wenn es zugleich die Wettbewerber im Preis unterbieten will? Widersprechen einander Klimaschutz und Marktwirtschaft? Nun hat sie ein Grundlagenwerk vorgelegt. (Bild: Haucap et al. ‚Competition and Sustainability‘ – © Verlag Edward Elgar Publications) weiterlesen…

Mit „bergisch.kompetenz“ in die Zukunft der nachhaltigen Wirtschaft

Projektpartner wollen regionale Wirtschaft auf die Überholspur bringen

Die Zeit ist reif für Veränderung. Inmitten der Herausforderungen knapper werdender Ressourcen setzt ein Forschungsprojekt unter dem Titel „bergisch.kompetenz“ ein klares Zeichen für eine nachhaltige Zukunft der Wirtschaft. Es will Unternehmen in der Bergischen Region dabei unterstützen, umfassende Kompetenzen beim Thema Kreislaufwirtschaft – der Circular Economy – aufzubauen. Die Bergische Universität Wuppertal ist mit drei Lehrstühlen, dem Start-up Center und dem UniService Transfer beteiligt. weiterlesen…

Die Kuh als Klimaretter?

Biotechnologen wollen mit CO2-verbrauchendem Bakterium Stoffe auf Erdöl-Basis ersetzen

Erdöl steckt in den meisten Produkten unseres Alltags, zum Beispiel in Windeln und Waschmitteln. Solche Stoffe könnten künftig durch bioabbaubare Grundstoffe ersetzt werden, die ein Bakterium aus dem Rindermagen produzieren kann. Wie das funktionieren könnte, erforschen WissenschaftlerInnen der Universität des Saarlandes gemeinsam mit Kollegen aus Forschung und Industrie in einem von der Bundesregierung geförderten Projekt. weiterlesen…

In Sekunden aufladbare Natrium-Batterie

Koreanisches Forschungsteam erreicht  Durchbruch

Natrium (Na), das über 500-mal häufiger als Lithium (Li) vorkommt, hat in letzter Zeit aufgrund seines Potenzials in Natrium-Ionen-Batterietechnologien große Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Bestehende Natriumionenbatterien sind jedoch mit grundlegenden Einschränkungen konfrontiert, darunter einer geringeren Leistungsabgabe, eingeschränkten Speichereigenschaften und längeren Ladezeiten, was die Entwicklung von Energiespeichermaterialien der nächsten Generation erforderlich macht. Am 11.04.2024 gab Präsident Kwang Hyung Le vom Korea Advanced Institute of Science and Technology (KAIST) bekannt, dass ein Forschungsteam unter der Leitung von Professor Jeung Ku Kang vom Department of Materials Science and Engineering eine hochenergetische, leistungsstarke Hybrid-Natrium-Ionen-Batterie entwickelt habe, die schnellladefähig sei. weiterlesen…